Rutenhalter ein unentbehrliches Hilfsmittel beim Angeln

Ein unentbehrliches Hilfsmittel sind Rutenhalter welches sind die besten und wie positioniert man sie am wirkungsvollsten?

Unentbehrliches Hilfsmittel sind Rutenhalter und am bequemsten für den Angler? Hier finden Sie ausführliche Antworten.

Unentbehrliches Hilfsmittel sind Rutenhalter

Beim stehenden Posenangeln auf weichen Standflächen kann man den Bankstick leicht einstecken und verwendet am besten zwei. Man platziert die Rutenhalter so, dass sich die Rutenspitze direkt über der Wasserfläche und die Rolle gleich unterhalb der Hand des Anglers befindet. Bei breiten Rutenauflagen kann man die Rute ablegen, ohne hinzusehen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da galten Rutenständer noch als Hilfsmittel für ein wenig „faule“ Angler, doch heutzutage sind sie auch bei uns wie in Großbritannien als sinnvolle und unentbehrliche Ausrüstungsgegenstände anerkannt. Ein Rutenhalter besteht aus einem Kopfteil und aus der Stange, dem „Bankstick“. Die einfachste Ausführung ist einteilig. Es ist jedoch besser, wenn man verschiedene Kopfteile und Banksticks separat kauft, damit man sie miteinander kombinieren kann. Kombinierbare Kopfteile und Banksticks haben ausnahmslos englische 3/4-Zoll-Gewinde

  1. Breite Kopfteile mit flacher Auflage eignen sich zum Posenangeln. Man kann die Rute darauf ablegen, ohne hinzusehen, und beim Aufnehmen der Rute verfängt sich die Schnur nirgends. Für das Angeln mit dem Bodenblei sind sie jedoch kaum geeignet, weil die Schnur zwischen Auflage und Rute eingeklemmt werden kann und die Rute bei starkem ruhig gehalten wird.
  2. Breite Kopfteile mit Kerbe sind nützlich zum Angeln mit Schwingspitzen- oder Zitterspitzenruten (Swing- oder Quivertip). Die Kerbe verhindert, dass die Schnur eingeklemmt wird, so dass man die Spannung der Spitze verändern kann, ohne die Rute zu bewegen. Dieses Kopfteil eignet sich auch für das Posenfischen bei starkem Wind, wenn die Rute von einem Kopfteil ohne Kerbe leicht weggeweht wird.

Unentbehrliches Hilfsmittel sind Rutenhalter

Auf harten Standflächen kann man beim stehenden Posenangeln häufig keinen Bankstick in den Boden stecken. Der Brite Steve Gardner verwendet hier den Setzkescherrand als Rutenablage (Setzkescher sind in Großbritannien erlaubt). So braucht er nur einen Bankstick. Er hat ihn in eine Spalte zwischen den Steinstufen gezwängt.

 

Rutenhalter: Kopfteile und Banksticks

Rutenhalter ein unentbehrliches Hilfsmittel beim Angeln

A. Einteiliger Rutenhalter. Nur eingeschränkt verwendbar.

B und C. Höhenverstellbare Banksticks. In jeder Länge in allen Situationen einsetzbar.

  1. Breites Kopfteil mit durchgehender Auflage. Gut zum Posenangeln.
  2. Breites Kopfteil mit einzelner Kerbe. Gut zum Fischen mit der Schwingspitzen- oder Zitterspitzenrute.
  3. Breites Kopfteil mit mehreren Kerben. Ermöglicht Zupfen am Köder beim Fischen mit der Schwingspitzen- oder Zitterspitzenrute.
  4. Schmales, V-förmiges Kopfteil mit Kerbe. Zum Bodenbleiangeln mit zwei oder mehr Ruten nah vor dem Ufer.
  5. Schmales, U-förmiges Kopfteil. Vor allem als Halterung für das Griffende beim Bodenbleiangeln einsetzbar.
  6. Langes, schmales, V-förmiges Kopfteil. Hält die Rutenspitze einer Schwingspitzen- oder Zitterspitzenrute bei starkem Wind stabil.

 

Banksticks

Unentbehrliches Hilfsmittel sind Rutenhalter

Verstellbare Banksticks, die sich von 1 bis 2 m ausziehen lassen, sind universell einsetzbar. Kurze Ausführungen, die sich von 30 cm bis 45 cm ausziehen lassen, sind für das Kanalangeln von großem Wert. Beim Angeln mit dem Swimfeeder in schnellfließenden Flüssen mit hoch aufgerichteter Rute benötigt man eine Ausführung, die sich auf etwa 2,5 m verlängern lassen sollte.

Unentbehrliches Hilfsmittel sind Rutenhalter

Banksticks sind mit spitzen oder abgeflachten Erdspeeren ausgestattet. Die spitze Ausführung eignet sich für harten Untergrund, kann sich je-doch unter dem Gewicht der Rute verbiegen. Flache Erdspeere sind stabiler, lassen sich jedoch nicht so leicht in harten Untergrund stecken.

Unentbehrliches Hilfsmittel sind Rutenhalter

Dieser Angler verwendet eine besondere Ausführung des schmalen, V-förmigen Rutenhalters, ein „Brezelkopfteil“. Der Brezelkopfrutenhalter eignet sich besonders fürs Pirschangeln.

  1. Breite Kopfteile mit mehreren Kerben sind Spezialkonstruktionen zum Angeln mit der Schwingspitzen- oder Zitterspitzenrute. Die Kerbenreihe ermöglicht dem Angler, am Köder zu zupfen, um den Fisch zum Anbiss zu reizen.
  2. Schmale, V-förmige Kopfteile mit einer Kerbe eignen sich für das Bodenbleiangeln mit elektronischen und im unteren Rutenbereich angebrachten Biss Anzeigern bei gerade nach vorn ausgerichteter Rute (Karpfenfischen). Da diese Kopfteile schmal sind, kann man mit ihnen mehrere Ruten nebeneinander einsetzen.
  3. Schmale, U-förmige Kopfteile eignen sich als Halterung beim Bodenbleiangeln. Allerdings darf man sie nicht vor der Rolle verwenden, weil sonst die Schnur eingeklemmt wird und weil mit ihnen nur Anschläge nach oben, nicht jedoch zur Seite möglich sind.

Unentbehrliches Hilfsmittel sind Rutenhalter

Der Engländer Steve Toone angelt mit der Zitterspitze – und ebenfalls mit einem Setzkescher – an einem See auf Brassen. Damit die Rute bei dem starken Wind stabil liegt, verwendet er vorn zwei sorgfältig platzierte Rutenhalter. Das Griffende der Rute ruht auf dem Rand des Angelkastens. Mit dieser perfekten Kombination kann er auch den leisesten Biss erkennen und sofort einen gut ausgewogenen Anschlag setzen.

Unentbehrliches Hilfsmittel sind Rutenhalter

Mal Storey fischt am Severn auf Barben. Seine Rute hat er in luftiger Höhe aufgestellt, damit möglichst wenig Schnur im schnellfließenden Wasser ist. Auffällig ist das Spezial-Kopfteil, das den Rutengriff am Ende festhält. Mal hat seine Rute sorgfältig ausgerichtet, damit die Spitze genau in Augenhöhe ist.

Tipp Nützliches Angelgerät

Wenn das Ufer steil ins tiefe Wasser abfällt, ist ein Kopfteil mit verstellbarem Winkel sehr nützlich. So braucht man den Bankstick nicht senkrecht einzustecken. Rutenhalter mit verstellbarer Befestigung zur Winkelveränderung verwenden. Das Wasser ist selbst für einen langen Bankstick zu tief.

Unentbehrliches Hilfsmittel sind Rutenhalter

Befestigte Ufer erschweren das Einstecken von Banksticks. Beim Angeln mit der Zitterspitze bietet sich die Rutentasche als Ablage an.

Unentbehrliches Hilfsmittel sind Rutenhalter

Lässt sich der Bankstick waagerecht einstecken, kann man auch einen Bankstick mit einem mehrfach eingekerbten Stück Schaumgummi verwenden (wie rechts der englische Angler).

  1. Lange, schmale, V-förmige Kopfteile stabilisieren das Rutenoberteil beim Fischen mit der Swing- oder Quivertiprute bei starkem Wind. Mehrere Zentimeter der Rute bleiben mit dem Kopfteil ständig in Kontakt.

 

Wie man’s macht

Beim Posenangeln legt man die Rute am besten nur dann ab, wenn man beide Hände frei haben möchte, während man auf einen Biss wartet. Im Sitzen legt man das Griffende der Rute auf den Rand des Angelkastens oder auf die Knie und stellt den Rutenhalter 1 bis 2 m weiter vorn auf, damit sich die Rutenspitze knapp über dem Wasser befindet. Im Stehen verwendet man zwei Rutenhalter.

Der Halter für das Griffende wird hinter dem Angler platziert; so befindet sich die Rolle direkt unterhalb der Hand. Beim Fischen mit Schwingspitzen- oder Zitterspitzenruten bleibt die Rute so lange im Rutenhalter, bis man einen Biss bekommt. Die Rutenstellung muss einen sofortigen Anschlag ermöglichen.

Im Sitzen kann man auch den Oberschenkel oder den Rand des Angelkastens als hintere Ablage benutzen. Bei Windstille benutzt man einen vorderen Rutenhalter, der etwa auf halber Rutenlänge platziert wird, so dass die Rutenspitze unmittelbar über der Wasseroberfläche schweben. Platziert man die vordere Ablage zu nahe an der Spitze, hängt die Rute im Mittelteil durch, und ein sauberer Anschlag ist nicht mehr möglich.

Bei starkem Wind sollte man vorn zwei Rutenhalter verwenden, um Rute und Spitze noch ruhiger zu halten und die Bisse leichter erkennen und verfolgen zu können. Dabei platziert man den einen Halter etwa auf halber Rutenlänge und den anderen kurz vor der Schwingspitzen- oder Zitterspitzenrute, wobei die Rute nicht durchhängen darf.

Beim Angeln auf Döbel oder Barben in schneller Strömung und bei hochgestellter Spitze darf der Rutenhalter höchstens bis zur Rutenmitte platziert werden. So kann das Rutenober-teil die ganze Wucht eines mit der Strömung beißenden Fisches abfangen, wodurch Spitzenbrüche vermieden werden.

 

Tipp Achtung raue Ränder

Der Rand des Rutenhalter-Kopfteils darf keine rauen Stellen aufweisen, da sich die Schnur beim Anschlag dort verfangen kann. Man verliert den Fisch, oder die Schnur reißt, und der Fisch muss fortan einige Meter Schnur samt Endmontage mit sich herumschleifen. Insbesondere Kopfteile aus gegossenem Kunststoff sollte man beim Kauf sorgfältig überprüfen und raue Stellen mit feinem Sandpapier glätten.

 

Weitere Angeltechnik Seiten

1 Fliegenfischen vom Stauseeufer, Saisonabhängige Taktiken

2 Wie man mit Hechten richtig umgeht, Verletzungen vermeiden

3 Fliegenruten zum Forellenangeln, Bob Church`s Rutensammlung

4 Trockenfliegen am Fluss, 12 Trockenfliegen zur Wahl

5 Specimen-Hunting auf große Aale, der Zeitpunkt ist wichtig

6 Tiefwasserpilken, Mike Millman zeigt, worauf es ankommt

7 Barbenangeln, Martin Hooper erklärt, wie man’s macht