Fliegenruten zum Forellenangeln, Bob Church`s Rutensammlung

Fliegenruten zum Forellenangeln Angelgerätehersteller Bob Church stellt uns hier seine Rutensammlung für den Eigengebrauch vor

Fliegenruten zum Forellenangeln Angelgerätehersteller Bob Church stellt uns hier seine Rutensammlung für den Eigengebrauch vor. Mit diesen Ruten ist man praktisch jeder Situation gewachsen.

Fliegenruten zum Forellenangeln

Ganz behutsam und ohne jede Hektik führt dieser englische Angler eine schöne, an der Lippe gehakte Regenbogenforelle zum Kescher. So kann er den Fisch unverletzt zurücksetzen.

Zur Herstellung von Fliegenruten werden Glas- und Kohlefaser sowie gespließtes Bambusrohr verwendet. Viele Fliegenfischer an Bach und Fluss sind begeisterte Anhänger des gespließten Bambusrohrs, obwohl es teuer und recht schwer ist. Am häufigsten jedoch sind Ruten aus Glasfaser-Kohlefaser-Mischungen. Seit ihrer erstmaligen Verwendung im Jahre 1973 hat die Kohlefaser die Fertigung von Angelruten revolutioniert. Viel steifer und leichter als gespließtes Bambusrohr oder Glasfaser, kann das Kohlefaser Blank auch viel dünner sein als andere. Häufig werden der Kohlefaser noch andere Materialien beigemischt, die sich auf die Aktion der fertigen Rute auswirken z. B. Siliziumkarbid, Kevlar oder Bor.

 

Die Länge von Fliegenruten zum Forellenangeln schwankt enorm.

Da gibt es Ruten von 6 ft (1,8 m) Länge für Bäche oder kleine Flüsschen, aber auch Ruten von 12 ft (3,6 m) Länge, etwa zum Angeln am schottischen Lochs, bis hin zu Tippruten von bis zu 18 ft (5,5 m) Länge. So wie Fliegenschnüre eine AFTMA-Zahl nach dem Gewicht der ersten 35 ft (10,7 m) erhalten, bekommen Ruten eine Zahl, die der AFTMA-Klasse der Schnur entspricht, für die sie entworfen wurden. Und doch können gleich lange Ruten mit identischen AFTMA-Klassen ganz anders in der Hand liegen, falls die Ruten eine unterschiedliche Aktion aufweisen. Dabei gibt es zwischen einer durchgehenden Aktion bis hin zu einer ausgeprägten Spitzenaktion verschiedene Möglichkeiten.

 

Fliegenruten zum Forellenangeln für kleine Bäche

Bob besitzt eine gespließte Bambusrute von 6 ft (1,8 m) Länge, die am besten zu einer Schnur der AFTMA-Klasse 3 passt. Diese Rute benutzt Bob an kleinen Flüsschen und Kalkbächen, wo keine Weitwürfe erforderlich sind und die Fische nicht allzu groß werden. Mit dieser Rute kann man eine winzige Fliege absolut präzise und weich unter einen überhängenden Ast setzen.

Kurze Ruten wie diese sind unerlässlich, falls man an Bächen mit stark bewachsenen Ufern mit der Fliege fischen möchte, wo ein Überkopfwurf kaum in Frage kommt. Bei einer Rute mit durchgehender Aktion spürt man den Kampf einer kleinen Bachforelle deutlicher als bei einer Rute mit Spitzenaktion. Bob besitzt auch eine etwas festere gespließte Bambusrute von 8 ft (2,4 m) zum Trockenfliegenfischen an Kalkbächen, wo Genauigkeit und Kraft besonders wichtig sind.

Die AFTMA-Klassen

Die AFTMA (Association of Fishing Tackle Manufacturers of America = Verband amerikanischer Angelgerätehersteller) stuft Fliegenschnüre auf einer Skala von 1-15 ein. Die ersten 35 ft (10,7 m) Schnur werden ungeachtet ihrer Dichte und Verjüngung gewogen. Die leichteste, dünnste Schnur erhält die Zahl 1, die schwerste die 15.

 

 

Fliegenruten zum Forellenangeln auf einen Blick

Fliegenruten zum Forellenangeln

Zum Fischen am Bach (1) nimmt man in der Regel Ruten zwischen 6 und 8 ft (1,8 und 2,4 m). Sie müssen kurz sein, um Würfe auch bei beengten Uferverhältnissen zu ermöglichen. Ruten für kleinere Angelgewässer und Flüsse sind gewöhnlich zwischen 81/2 und 91/2 ft (2,6 und 2,9 m) lang.

Solche Ruten sind im Drill oft steifer und enthalten in vielen Fällen Materialien wie Kevlar oder auch Bor. Mehrteilige Ruten sind praktisch und lassen sich unproblematisch verstauen. Trotz einer Länge bis zu 12 ft (3,6 m) haben Talsperren-Ruten (4) für das Bootsangeln häufig eine eher weiche, durchgehende Aktion. Uferangler benötigen anstehenden Gewässern eine steifere Rute mit Mittel-bis Spitzenaktion, mit denen sie die Fliege weit hinausschleudern können.

Fliegenruten zum Forellenangeln

Heutzutage nimmt man eigentlich fast nur noch Schraubrollenhalter. Es gibt sie hauptsächlich in 

1 Plastik ,2 Massivholz, 3 Metall.

Rutengriffe sind in verschiedenen Formen erhältlich:

die Zigarrenform (2) oder aber die „Half-Well“-Form (1 und 3). Manche Ruten haben kleine Griffverlängerungen (1 und 2), damit man besser drillen kann („Extension Butt“).

 

Fluss Fliegenruten zum Forellenangeln

Eine dynamische Kohlefaserrute von 8-91/2 ft (2,4- 2,9 m) Länge mit einer Mittel- bis Spitzenaktion (AFTMA 4-6) eignet sich für die meisten Angelsituationen am Fluss. Besonders gut ist diese Rute für Rollwürfe an baum- und strauchbestandenen Flussufern. Bebleite Nymphen lassen sich damit ebenso gut werfen wie verschiedene Nassfliegenarten. Diese ausgezeichnete Allround-Rute kann eigentlich für so gut wie alle Angelsituationen verwendet wer-den, die am Flussufer auftreten. Beim Waten stromauf im tiefen Wasser ist auch eine 101/2 ft (3,2 m) lange Rute mit weicher, durchgehender Aktion von Nutzen. Sie ist ideal für einzelne Spey-Würfe an breiten Flüssen, wo man eine lange Schnur braucht, es aber an Platz für einen Überkopfwurf fehlt.

Fliegenruten zum Forellenangeln

Fliegenruten zum Forellenangeln. Kohlefaserruten haben sich als besonders alltagstauglich erwiesen und allgemein durchgesetzt, doch auch gespließte Bambusruten wie diese hier genießen hohes Ansehen, auch wenn sie etwas schwerer sind als Kohlefaser.

Tipp Gute Pflege

Jede Rute, und sei sie noch so gut verarbeitet, muss anständig gepflegt werden. Nie die Rute nass wegstellen, sondern erst abtrocknen. Die Verbindungen sauber halten und gelegentlich mit Spezialwachs abreiben. Rutenringe regel-mäßig auf Abnutzungs-erscheinungen überprüfen.

 

An kleinen Stillwassern

An kleinen, stehenden Gewässern muss man normalerweise nicht sehr weit werfen, doch braucht man oft eine kräftige Rute, um stark bebleite Fliegen auszuwerfen und Fische über 10 Pfund drillen zu können. An kleinen Stillwassern nimmt man gern Ruten mit kräftigem Rückgrat und einer Mittel- bis Spitzenaktion. Also bieten sich die leichten, steifen und einigermaßen erschwinglichen Kohlefaserruten an. Bob empfiehlt eine Rute von 9 – 91/2 ft (2,7-2,9 m) Länge für die AFTMA-Schnurklasse 5 – 8.

 

Große Talsperren

Einer der wichtigsten Aspekte bei einer Talsperren-Rute ist das Gewicht. Die Rute muss leicht sein, sonst ist der Angler schon nach wenigen Würfen erschöpft. Wer vorhat, den ganzen Tag zu werfen, sollte sich eine leichte Kohlefaserrute kaufen. An großen Talsperren benötigt man eine Auswahl verschiedener Ruten, um für sämtliche Eventualitäten gerüstet zu sein. Wer im Frühjahr vom Ufer oder verankerten Boot ausfischt, muss weit werfen können. Dafür braucht man eine lange und kräftige Rute mit einer steifen Aktion.

Um mit den Spezialschnüren, wie Schussköpfen, und großen Streamern klarzukommen, die bei dieser Angelart so häufig zum Einsatz kommen, empfiehlt Bob ei-ne Rute von 10-12 ft (3-3,6 m) Länge in der AFTMA-Klasse 8 oder 9. Zum Fischen in großer Tiefe mit Schnüren, die eine Bleiseele („Lead Core“) aufweisen, braucht man ebenfalls eine lange, starke Rute, die enorm kräftig und steif sein muss, auch wenn man das Gefühl für den gehakten Fisch leicht verliert.

Fliegenruten zum Forellenangeln

Fliegenruten zum Forellenangeln, Schnurlaufringe gibt es entweder als Schlangenringe (oben) oder mit einem unverwüstlichen Material wie Aluminiumoxid, Siliziumkarbid beziehungsweise Keramik gefüttert (Mitte und unten). Die Schlangenringe sind beliebt, nutzen sich jedoch ab.

Fliegenruten zum Forellenangeln

Fliegenruten zum Forellenangeln. Eine halbsteife Rute von 10-10 1/2 ft (3-3,2 m) mit Mittel- bis Spitzenaktion eignet sich für die meisten Arten des Bootsfischens, da man damit weit auswerfen und den Fisch leicht drillen kann.

 

Fliegenruten zum Forellenangeln, die Allround-Rute?

Wie lang und wie teuer soll eine Allround-Rute sein, mit der man vielen Situationen in Mitteleuropa gewachsen ist? Die beste Länge ist 8 ft (2,4 m) in der Klasse 6. Damit kann man im Bach und auch in mittelgroßen Gewässern gut fischen. Mit 8 ft lassen sich Trockenfliegen und Nymphen gut werfen und führen.

Die Klasse 6 ermöglicht einerseits eine zarte Präsentation der Fliege, andererseits kann mit dieser Klasse auch schon bei Wind gut zurechtkommen. Wer zum Fischen in Talsperren oder am Meer eine kräftigere Allroundrute sucht, sollte gleich eine in Klasse 8 oder 9 wählen. Die nach dem Krieg so beliebte Klasse 7 ist nicht zu empfehlen. Die heutigen Schnüre sind so leistungsfähig, dass man mit einer 6er-Leine Möglichkeiten hat, die früher erst ab Klasse 7 denkbar waren. Deshalb sollte man gleich den Schritt von Klasse 6 zu Klasse 8 oder 9 machen.

Und der Preis? Die Antwort ist einfach: Wer nur mit einer Rute arbeiten will, darf nicht am falschen Platz sparen. Nichts ist ärgerlicher für einen Fliegenfischer, der nur gelegentlich mit der Fliegenrute fischt, als eine billige, einfache Rute. Die meisten einfachen Fliegenruten zum Forellenangeln werfen deutlich schlechter. Man hat keine Freude mehr am Fliegenfischen und stellt die Rute zur Seite.

Tipp Imitation. Fliegenruten zum Forellenangeln

Gespließte Bambusruten kommen aufgrund ihres sechseckigen Querschnitts mit Biege- und Zugkräften sehr gut zurecht. Kohlefaserruten mit rundem Querschnitt verdrehen sich leichter. Seit neuestem gibt es auch teure Kohlefaserruten, bei denen die gespließten Ruten äußerlich und vom Aufbau her imitiert werden. Das Äußere des Blanks ist sechseckig und zusätzlich kraftverstärkt solche Ruten verbiegen und verdrehen sich nicht so leicht.

Fliegenruten zum Forellenangeln

Bob Church mit einer schönen Regenbogenforelle aus einem kleinen Angelsee. An solchen Gewässern sollte man Fliegenruten zum Forellenangeln der AFTMA-Klassen 5 bis 8 benutzen.

 

Preiswerte gebrauchte Fliegenruten zum Forellenangeln

Wer nicht ein paar hundert Mark für eine erstklassige Rute ausgeben will, kann für etwa die Hälfte vom Neupreis gut erhaltene gebrauchte Fliegenruten zum Forellenangeln kaufen. Eine andere Möglichkeit, ausgesprochen preisgünstig eine erstklassige Rute zu bekommen, ist nach wie vor, sie selbst zu bauen. Von allen Angelruten sind Fliegenruten am schnellsten und einfachsten herzustellen.

Fliegenruten zum Forellenangeln

Fliegenruten zum Forellenangeln. An einem schottischen Loch, wo es an manchen Tagen ziemlich windig ist: Ein Angler mit einer steifen Rute für kräftige Weitwürfe. Hier wird vorwiegend mit langen Ruten gefischt.

 

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