Silbrige Sandaale sind ein bewährter Köder

Silbrige Sandaale sind ein bewährter Köder auf Pollack und Wolfsbarsch und können auch einen kapitalen Glattbutt zum Anbiss verführen

Silbrige Sandaale dabei sind sie ganzjährig verfügbar und leicht zu fangen. Was man über Sandaale wissen muss, verrät Meisterangler Chris Clark.

Silbrige Sandaale

Sandaale sind ein bewährter Köder auf Pollack und Wolfsbarsch und können auch einen kapitalen Glattbutt zum Anbiss verführen. Tiefgefrorene Sandaale lassen sich beim Bootsangeln leichter transportieren als lebende.

Es gibt zwei Arten von Sandaalen, den Kleinen und den Großen Sandaal. Der Kleine Sandaal wird bis zu 20 cm lang und der Große bis zu 40 cm. Sandaale heißen auch Spierlinge. Wo man Sandaale findet, zum Bootsangeln eignet sich ein frischer Sandaal als Köder besser als ein tiefgefrorener. Spielen die Gezeiten und das Wetter mit, können Sie Sandaale selbst sammeln.

In Sandbänken, die im Frühjahr bei Ebbe aus dem Wasser ragen, sind dann im Sommer gewöhnlich zahlreiche Sandaale zu finden. Sobald die Flut zurückgeht, graben sich die Sandaale einige Zentimeter tief im feuchten Sand ein. Man holt sie mit einer Gabel oder einem Rechen heraus und legt sie (höchstens 30 Stück) in einen Eimer mit Meerwasser, für den man einen tragbaren Lüfter braucht.

Silbrige Sandaale sterben schnell, wenn sie nicht in sehr sauerstoffreichem Wasser gehalten werden. Beim Umgraben der oberen Sandschicht von mehreren Zentimetern Dicke sieht man silbrige Sandaale aufblitzen. Beim Zupacken muss man dann sehr schnell sein, weil sich die Sandaale sofort tiefer eingraben, sobald sie ihres Sandschutzes beraubt werden.

Das Hältern lebender Sandaale ist selbst für kurze Zeit sehr schwierig. Man braucht dazu einen großen, wassergefüllten Tank und einen Lüfter. Beides muss in den Kühlschrank, damit das Wasser möglichst kalt bleibt. Wird es zu warm, vermehren sich rasch Bakterien, die die Fische töten. Doch das Problem hat sich mehr oder weniger von alleine gelöst, denn seit dem Verbot des lebenden Köderfischs wird nicht mehr mit lebenden Spierlingen gefischt.

 

Die Aufbewahrung der Sandaale

Ob man die Sandaale nun selbst fängt oder beim Fischhändler kauft, man kann sie jederzeit leicht einfrieren. Dazu tötet man die Aale zunächst, indem man ihnen mit einem Stock oder Fischtöter auf den Kopf schlägt. Dann spült man sie unter fließendem Wasser ab und trocknet sie, bevor man sie einzeln auf Zeitungspapier legt. Anschließend wickelt man die Fische luftdicht in Plastikfolie und packt sie in die Gefriertruhe.

 

Tipp Vorsicht Gift!

Beim Graben nach Sandaalen muss man stets Schuhe tragen, um sich vor Petermännchen zu schützen, die sich häufig an flachen Sandstränden eingraben. Der schwarze Stachel in der Rückenflosse enthält ein Gift, das zu Lähmungen führen kann. Im Falle eines Stichs sofort ins Krankenhaus!

Silbrige Sandaale

Silbrige Sandaale schwimmen in riesigen Schwärmen. Werden sie von Raubfischen wie Pollack, Köhler, Wolfsbarsch, Kliesche, Glattbutt oder Scholle bedroht, vergraben sie sich blitzschnell im Sand.

 

 

Silbrige Sandaale als Köder

Beim Fischen mit toten Sandaalen kommt es ganz auf die richtige Präsentation an. Zum Bodenbleiangeln am Strand mit Kleinen Sandaalen führt man den Haken ins Maul ein, durch den. gesamten Körper hindurch und lässt die Hakenspitze etwa 10 mm vom Schwanz wieder austreten. Den Sandaal sichert man anschließend mit einem Gummiband.

Große Sandaale schneidet man in Stücke, die man mit Schnur oder Gummibändern am Haken befestigt. Die größeren Exemplare kann man auch filetieren. Zum Posenangeln sticht man einen Haken der Größe 2 durch die Augen und dann etwa 10 mm unterhalb, direkt neben der Kiemenöffnung. Wichtig ist, dass die Hakenspitze nicht verdeckt ist. Sandaale bis zu 7,5 cm Länge spießt man auf einen kleinen Haken auf.

Silbrige Sandaale

So werden Sandaale häufig zum Bootsangeln angeködert. Der Schwanz wedelt dann verlockend in der Strömung.

Silbrige Sandaale

Große Silbrige Sandaale kann man mit einem über dem Grund gezockten Federpaternoster fangen.

 

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