Der Hunte-Ems-Kanal eines der besten Karpfengewässer

Der Hunte-Ems-Kanal gehört zu den besten Karpfengewässern in Deutschland regelmäßig werden 30pfünder gefangen

Der Hunte-Ems-Kanal die siebzig Kilometer lange künstliche Wasserstraße beherbergt darüber hinaus auch schöne Zander.

Der Hunte-Ems-Kanal

Der Hunte-Ems-Kanal. Ein schöner Erfolg! Stolz präsentiert dieser junge Angler aus Friesoythe einen Karpfen, natürlich selbst gefangen. Karpfenangeln am Hunte-Ems-Kanal ist durchaus etwas für Jugendliche und Anfänger.

Der Hunte-Ems-Kanal, der die beiden Flüsse in Ost-West-Richtung verbindet und auch Küstenkanal genannt wird, führt durch die Moorlandschaft des Emslandes, die einen ganz eigenen Reiz besitzt. Das etwa 70 km lange Gewässer wird von drei Fischereivereinen bewirtschaftet, der längste Abschnitt von rund 40 km vom Fischereiverein Friesoythe.

Für diesen Abschnitt sind Wochenkarten für Gastangler erhältlich. Er reicht von Kampe-Ahrensdorf bis zur Schleuse in Dörpen in der Nähe der Mündung des Kanals in die Ems. Der Hunte-Ems-Kanal ist stark befahren, was bedeutet, dass der Angler sich auf die Binnenschiffer einstellen muss. Die Fische jedenfalls stört der Schiffsverkehr nicht.

 

Keine Strömung

Die steinigen Uferbereiche fallen auf etwa vier Meter Tiefe ab, anschließend folgt ein ebenes Kanalbett, das etwa 50 Meter breit ist. Tidenhub oder starke Strömung gibt es dank der Schleusen an den Kanalenden nicht. Am besten verschafft man sich einen Eindruck vom Küstenkanal mit einer Autofahrt über die Bundesstraße 401, die direkt am Wasser entlangführt.

Die meisten Friesoyther Angler fischen auf Karpfen mit gutem Grund, denn Zweistellige sind durchaus an der Tagesordnung, und die 30-Pfund-Marke ist mehrfach überschritten worden. Am Hunte-Ems-Kanal entdeckt man so manchen Angler im Ruderboot mit dem Echo Lot, um die Standplätze der Karpfen zu orten. Das Angeln vom Boot allerdings ist auf dieser kommerziellen Wasserstraße verboten.

 

Der Hunte-Ems-Kanal. Mit eckigen Boilies

Nach Möglichkeit sollte nachts angefüttert werden, und zwar, wie fast immer bei Großkarpfen, mit Boilies. Wer tagsüber, wenn Schiffe vorüberfahren und einen Sog erzeugen, mit Boilies fischt, sollte eckige Boilies selbst herstellen. Sie werden aufgrund ihrer Form nicht so schnell weggespült wie runde. Beliebter Karpfenköder ist nach wie vor auch die Kartoffel. Je nach Entfernung des Angelplatzes sollte sie mit leichter Bleibeschwerung bis 20 Gramm oder einer Posenmontage ausgeworfen werden.

Wer dem Hunte-Ems-Kanal nur einen kurzen Besuch abstattet und keine Zeit zum tagelangen Anfüttern hat, erkundigt sich am besten bei den einheimischen Anglern nach einer erfolgversprechenden Stelle. In der Regel wird dem Gastangler bereitwillig Auskunft erteilt so kann man beispielweise erfahren, dass Karpfen im Hunte-Ems-Kanal oft auch ohne Anfüttern beissen nämlich nachts.

 

Der Hunte-Ems-Kanal. Mit der freien Leine

Nach Einbruch der Dunkelheit lässt der Schiffsverkehr erheblich nach. Dann kann man die Kartoffel auch an freier Leine, also völlig ohne Beschwerung, anbieten das ist die wohl unauffälligste Montage, bei der auch der misstrauischste Karpfen kaum Widerstand spürt.

Der Hunte-Ems-Kanal

Ein Angler wartet am Hunte-Ems-Kanal auf den Biss und vertreibt sich die Zeit mit einem Schwätzchen. Die Spitze der Rute zeigt steil nach oben; so wird viel Angelschnur aus dem Wasser gehalten. Auf diese Weise wirkt der Sog der vorüberfahrenden Schiffe sich weniger aus, und Bisse sind besser zu erkennen.

 

Nach dem Karpfen folgt auf der Beliebtheitsskala am Hunte-Ems-Kanal der Zander. „Die beste Zeit für den Zander ist bei uns am Kanal zweifellos der Herbst,“ sagt Heinz Schwarntje vom Fischereiverein Friesoythe. Der Zander wird vom Ansitzangler mit toten Köderfischen erbeutet. Als toter Köderfisch am besten geeignet sind kleine Brassen von 6-10 cm Länge.

Wegen der sehr gleichmäßigen Wassertiefe des Kanals sollte man mit der Pose fischen. Ein schwebender Köder wird eher genommen als ein regungslos am Grund liegender Köder. Fischen Sie nicht zu weit vom Ufer entfernt mit Vorliebe rauben die Zander unmittelbar an der Scharkante, die sich 5 bis 10 Meter in den Kanal hinein erstreckt.

Seit dem Verbot des lebenden Köderfisches wird erfolgreicher mit der Spinnrute auf Zander gefischt. Weite Würfe sind nicht erforderlich. Mit einer Spinnrute von 2,40 bis 3 m Länge, einem Wurfgewicht bis 30-40 g und gelben oder weißen Twistern ist man gut ausgerüstet. Die Twister sollten nicht zu leicht gewählt werden, damit das notwendige Gefühl für den Köder nicht verlorengeht.

Der Hunte-Ems-Kanal eines der besten Karpfengewässer

Der Hunte-Ems-Kanal, Zander

Die Durchschnittsgröße der Zander im Hunte-Ems-Kanal liegt bei etwa 2 kg. Ein beliebter Beifang der Zanderangler mit Naturködem ist der Aal. Die Spinnangler fangen nebenbei auch Barsche und Hechte. Die Hauptsaison für Karpfen am Hunte-Ems-Kanal ist das Frühjahr (April, Mai und Juni). Weniger erfolgreich ist man in den Herbstmonaten bis in den Winter hinein, aber auch zu dieser Zeit sind Fänge möglich. Sogar im Sommer gehen viele gute Fische an die Angel, ins-besondere Aale.

 

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