Der Neckar ist seit jeher bekannt für seine Karpfen

Für einige Angler ist der Neckar Deutschlands bestes Karpfengewässer, der gute Ruf des Flusses als gutes Karpfengewässer hat mehrere Gründe

Der Neckar Kargibnprofis erwarten den Fang eines Fünfzigpfünders. Natürlich bietet der Neckar den Anglern auch andere Attraktionen.

Der Neckar

Auch Jungangler kommen am Neckar auf kapitale Fänge. Neben den großen Karpfen ist der Fluss bekannt für gute Aland-, Barben-, Brassen-Hecht- und Zanderfänge.

Der gute Ruf des Neckar als ausgezeichnetes Karpfengewässer hat mehrere Gründe. Der Fluss strömt überwiegend durch Staustufen und Schleusen reguliert träge dahin und wird an mehreren Stellen durch das Kühlwasser von Kraftwerken aufgeheizt. Karpfen werden hier schwerer, weil sie im warmen Wasser länger Nahrung aufnehmen können.

Es gibt am Neckar Angelplätze, die mit Sicherheit in einer Boilie-Nacht zwei bis drei Zwanzigpfünder bieten. Beste Angelzeit ist der Herbst ab Ende September. Angelstellen im Bereich der Energieversorgungsunternehmen eignen sich auch zur Winterangelei. In der stark industrialisierten Region um Stuttgart wirkt der meist bräunlich getrübte Fluss nicht gerade einladend.

Dennoch kann der Ansitz auf Karpfen und Weißfische sowie die Pirsch auf Hecht und Zander lohnenswert sein. Besonders der Zander kommt häufig vor und hält sich gerne im strömenden Bereich hinter den Staustufen auf, wie beispielsweise in Münster, Hofen, Aldingen, Poppenweiler, Lauffen oder Heilbronn. Aber auch in den dazwischenliegenden langsam strömenden Abschnitten werden immer wieder kräftige Zander er-beutet. Neben Kunstködern beliebt, toter Köderfisch an der 20-g-Laufpose.

Der Neckar ist seit jeher bekannt für seine Karpfen

Spirrinangelei auf Hechte

Hechte sind etwas schwieriger zu fangen. Am ehesten zum Erfolg führt die Spinnangelei mit Löffeln und Wobblern. Und noch zwei Neckarbewohner lassen sich mit der Spinnangel über-listen: der Döbel und der Aland. Die stärkste Gruppe der Neckarangler hat es auf Karpfen ab-gesehen. Wichtige Voraussetzung für den Erfolg ist Anfüttern. Nach den Angelplätzen sollte man dringend Einheimische fragen. Sie gelten als auskunftsfreudig.

 

 

Gewässertipp Baden-Württemberg

Ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter, zu jeder Jahreszeit hat der Neckar dem Angler Interessantes zu bieten.

Eine gute Karpfenstelle findet sich zum Beispiel im Bereich vor der Staustufe Aldingen. Die älteren heimischen Angler angeln meist mit Mais, Kartoffel, Teig oder Tauwurm, wobei sie den Köder an einer Grundbleimontage anbieten. Erfolgreicher ist das Fischen mit Boilies oder Hundekuchen. Gerätetipp: 3 1/2 ft Karpfenrute, 32er Hauptschnur und 16-20 mm Boilies. Damit werden die Großkarpfen gefangen. Kleinere beißen auf Oldies wie Wurm und Mais. Einer der bekanntesten Karpfenfangplätze liegt am Kernkraftwerk Neckarwestheim. Hier, im Staubereich oberhalb von Lauffen, sind auch im Winter regelmäßige Karpfenfänge möglich, denn das Wasser hat auch in der kalten Jahreszeit stets eine Temperatur von 9 bis 12 Grad.

Der Neckar ist seit jeher bekannt für seine Karpfen

Auch solche idyllischen Abschnitte fernab der Industriegebiete sind am Neckar zu finden. Frühjahr und Sommer sind die besten Angelzeiten, auf Großkarpfen ist aber der Herbst vorzuziehen.

Doch ganz egal, ob Winter oder Sommer, entscheidend für den Fangerfolg ist, dass die Angelstelle angefüttert wird. Wer keine Boilies verwendet, kann schweres, schnell absinkendes Futter anbringen. Es ist angesichts des Schiffsverkehrs und der Schleusentätigkeit Voraussetzung, um die Karpfen an die Angelstelle zu locken.

Bewährt hat sich auch die Futterspirale. Ein Zwanzigpfünder gilt da noch als klein. Durchschnittlich liegen die gelandeten Karpfen zwischen fünf und sechs Pfund. Abschließend sei noch der Aal erwähnt. Auch er ist auf der Neckarstrecke zwischen Stuttgart und Heilbronn fast überall heimisch. Tauwurm, Rotwürmer und fingerlange Köderfische sind die gängigen Köder. Tagsüber sollte man mit einem relativ schweren Blei (50 Gramm) in der Flussmitte oder in der Nähe der Fahrrinnen markierungsbojen angeln.

Gegen strahlendes Sonnenlicht scheint der Neckaraal empfindlich zu sein. Bei Sonne sollte man auf Aal in halber Wassertiefe fischen. Das kann überraschende Erfolge bringen. Mit Einbruch der Dunkelheit kommt der Aal auch in Ufernähe und ist dann mit einer Grundmontage oder mit der Leuchtpose zu erbeuten. An dieser Stelle spätestens verdient Erwähnung, dass auch Welse im Neckar zu Hause sind. Unter den ortsansässigen Anglern kursieren die wildesten Gerüchte über angebliche 100-Pfund-Waller, die in den Abendstunden Enten und andere Wasservögel in die Tiefe ziehen.

Gezielt auf Welse

Welse werden hin und wieder von Aalanglern zufällig gefangen. Wer gezielt auf Welse ansitzen will, sollte große Köderfische verwenden. Insgesamt ist der Neckar also ein lohnenswertes Fischwasser, auch wenn weite Teile des Flusses unromantisch durch eine von Industriebetrieben geprägte Landschaft fließen. Wer nicht gerne im Schatten eines Atomkraftwerkes seine Angeln auswirft, sollte sich auf den von Weinbergen gesäumten Bereich stromabwärts von Neckarrems und oberhalb von Heilbronn konzentrieren.

 

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