Angeln am Duisburger Hafen – ein Karpfen-Mekka

Einer der beliebtesten Angelplätze der Nation. Die Fangmeldungen für das Angeln am Duisburger Hafen klingen äußerst verlockend.

Angeln am Duisburger Hafen. Stahlpontons, Spundwände und Steinschüttungen prägen das Bild des Duisburger Hafens. Ein Karpfen von mehr als 50 Pfund in Deutschland? Im Duisburger Hafen wurde er gefangen. Der Hafen ist ein Muss für alle engagierten Karpfenangler.

Angeln am Duisburger Hafen - ein Karpfen-Mekka

Angeln am Duisburger Hafen – ein Karpfen-Mekka

Nicht unbedingt zum Fischen – sondern zum Schauen. Die Karpfenszene am Hafen mit ihren vielen Stammanglern hat einiges zu bieten. Deshalb reicht vielen Karpfenfreaks bei einem Besuch im Hafen das Gespräch mit den einheimischen Anglern.

Keine Angst, wer sich nicht allzu ungeschickt anstellt, dem gibt man bereitwillig Auskunft. Es muss schon einen guten Grund dafür geben, dass sich so viele Angler hier einrichten. Denn sehr einladend wirkt dieser Industriehafen im Herzen des Ruhrgebietes nicht.

Doch seitdem hier mit Boilies in Marathonsitzungen gefischt wird, hat sich gezeigt, was für Exemplare der Hafen beherbergt.

Grund dafür ist die Industrie. Genauer gesagt sind es die Warmwassereinläufe, durch die die Wassertemperatur so hoch gehalten wird, dass die Fische ganzjährig aktiv bleiben.

Auch in den Wintermonaten kann hier erfolgreich auf Karpfen gefischt werden. Die Fangergebnisse: Seit 1992 wurden Fische zwischen 30 und 40 Pfund gefangen. Sogar ein Exemplar über 50 Pfund ging an den Haken: ein Spiegelkarpfen von 25,1 kg (Fänger Michael „Wuppi“ Brechtmann, 11. März 1981).

Sicher werden viele der Fische mehrfach gefangen und auch gemeldet. Nun sollte man nicht davon ausgehen, dass man sich nur ein paar Tage hinzusetzen braucht, um solch ein Exemplar nahe der deutschen Rekordmarke zu fangen. Diese Fische werden von wenigen Spezialisten gehakt, die im Jahr Hunderte von Stunden am Wasser verbringen.

20 bis 50 erfolglose Sitzungen nehmen die Stammangler in Kauf, um einen der Riesen zu haken.

Angeln am Duisburger Hafen - ein Karpfen-Mekka

Angeln am Duisburger Hafen. Ein Karpfenangler im Duisburger Holzhafen. Erfahrene Stammangler machen es sich so bequem wie nur möglich, denn wer die wirklich kapitalen Karpfen fangen will, braucht viel Geduld und Ausdauer.

 

 

Gute Chancen in ruhigen Becken für das Angeln am Duisburger Hafen

Aber es muss ja nicht gleich der Vierzigpfünder sein. „Karpfen bis 15 Pfund haben wir hier schon immer gefangen“, berichtet uns Ralf Hess, Inhaber eines Duisburger Angelgeschäftes, der den Hafen seit seiner Kindheit befischt.

Die Chancen auf einen Riesen beim Angeln am Duisburger Hafen sind gering – aber der Kontakt mit der Duisburger Karpfenszene lohnt sich.

Die besten Karpfenstellen sind gar nicht die Warmwassereinläufe selbst, die ohnehin nicht oder nur schwer zugänglich sind. Zwei Einläufe befinden sich im Außenhafen, westlich von der Marientorbrücke.

Die besten Stellen sind vielmehr die weniger befahrenen Becken, wie das Eisenbahn-Bassin, der Holzhafen und auch der sogenannte Schlauch am Ende des Innenhafens.

Diese drei Hafenbereiche werden allerdings so stark von den Stammanglern befischt, dass es manchmal schwierig ist, einen Platz zu finden.

Die ganz großen Karpfen werden im Holzhafen sowie westlich der Warmwassereinläufe im Außenhafen gefangen, Exemplare bis 20 Pfund im Eisenbahnbassin.

Sicher ist, dass mit Boilies die größten Fische zu erwarten sind. Nun wird jedoch von den vielen Anglern so massiv gefüttert, dass es unmöglich ist zu sagen, an welche Farben, Größen und Geschmacksrichtungen die Fische gewöhnt sind oder mit welchen Ködern sie bereits unangenehme Erfahrungen gemacht haben.

Gewässertipp Nordrhein-Westfalen, für das Angeln am Duisburger Hafen

Angeln am Duisburger Hafen - ein Karpfen-Mekka

Angeln am Duisburger Hafen. Ideale Lebensbedingungen für Karpfen und Zander bietet der Duisburger Hafen – auch im Winter.

 

Nicht zu feines Gerät für das Angeln am Duisburger Hafen

Die Entfernung des Angelplatzes sollte nicht zu weit vom Ufer entfernt gewählt werden, denn die meisten Fische werden an der Scharkante gefangen. Voraussetzung ist natürlich Ruhe am Angelplatz, denn die Fische sind mittlerweile vorsichtig geworden.

So misstrauisch die Karpfen aber auch sein mögen, das Gerät sollte man nicht zu fein wählen. Auch einen großen Karpfen muss man hier mitunter forcieren, um ihn von den zahlreichen Hindernissen fernzuhalten. Daher sollte etwa eine 0,35er Schnur verwendet werden, Hakengröße 2-4 ist angemessen.

„Der Hauptfisch des Duisburger Hafens ist und bleibt trotz aller Karpfenfänge der Zander“, sagt Ralf Hess. „Leider sind die großen Exemplare seltener geworden. Stückgewichte bis drei Pfund lassen sich aber immer noch reichlich fangen.“

Schuld am Rückgang des Zanderbestandes sind, so Ralf Hess, die Angler selbst.

Angeln am Duisburger Hafen - ein Karpfen-Mekka

Angeln am Duisburger Hafen. Der Hauptfisch im Duisburger Hafen ist immer noch der Zander. Mehrere gute Angelstellen auf Zander sind im Hafengebiet zu finden, so im Holzhafen und im Schlauch. Auch das ruhige Eisenbahn-Bassin beim linksrheinischen Homberg ist unter Anglern sehr beliebt. Dieser Angler hat seinen Standplatz gegenüber zwei Warmwasser-Einläufen gewählt.

 

Gute Lebensbedingungen

Beste Angelstellen auf Zander sind der Holzhafen und der Schlauch. Eine besonders gute Stelle war bislang unterhalb der Schwanentorbrücke, die den Außen- vom Innenhafen trennt. Seit einigen Jahren ist das Wasser erheblich sauberer.

Topköder auf Zander sind wie fast überall gelbe Twister, die entlang der Steinkanten geführt werden sollten. Aber auch mit toten Köderfischen wird gut gefangen, nebenbei auch gute Aale. Sie gehen übrigens auch im Winter noch an den Haken, obwohl das Wasser nicht mehr so warm eingeleitet wird wie früher, als man sich im dampfenden Wasser von 25 Grad im Winter die Füße wärmen konnte.

Heute liegt die Einleittemperatur um rund 10 Grad niedriger – immer noch hoch genug, um das gesamte Hafenbecken auf über 10 Grad zu halten. Die guten Lebensbedingungen kommen natürlich auch anderen Fischarten zugute.

So ist der Duisburger Hafen ein ideales Stippgewässer mit exzellentem Weißfischbestand.

Dicke Brassen und Rotaugen werden besonders im Holzhafen und Eisenbahnbassin gefangen, übrigens sehr gut auch mit Bodenbleimontagen an der Winkelpickerrute.

Als sehr fängige Köder werden Maden empfohlen.

 

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