Naßfliegen und Nymphen, gute Fangaussichten zwischen Grund und Mittelwasser

Naßfliegen und Nymphen, gute Fangaussichten zwischen Grund und Mittelwasser

Artikel von Angelstunde in Angelköder

Fliegenmuster, die unter Wasser gefischt werden, lassen sich in die drei Abteilungen Naßfliegen und Nymphen sowie Streamer einteilen

Naßfliegen und Nymphen; Die meiste Nahrung nehmen Forellen zwischen Grund und Mittelwasser, sagt Fliegenexperte Peter Gathercole. Also hat man mit einer Fliege, die in dieser Zone gefischt wird, die besten Fangaussichten.

 

Naßfliegen und Nymphen, gute Fangaussichten zwischen Grund und Mittelwasser



Naßfliegen und Nymphen

Echte Naßfliegen werden gewöhnlich an Haken der Größe 8-14 mit nach unten gebogenem Öhr gebunden. Sie sollen etwas Lebendiges und Freßbares andeuten, nicht jedoch exakt imitieren. Man bindet sie mit einem Hechelkragen, als „Palmer“ (die Hecheln ziehen sich am Körper entlang) oder mit Hecheln und Flügeln.

 

Nymphen ahmen wirbellose Wassertierchen nach. Man bindet sie ohne Beschwerung zum Fischen direkt unter der Wasseroberfläche oder bebleit zum Fischen in der Tiefe. Diese zweite Technik funktioniert gut, wenn die Saison jung ist und die Fische am Grund Nahrung suchen.

 

Streamer sind größere Muster, teils über 10 cm lang. Sie stellen kleine Beutefischchen dar oder sollen die Neugier der Forelle wecken.

 

Naßfliegen und Nymphen, gute Fangaussichten zwischen Grund und Mittelwasser

Kleine stehende Gewässer sind ideal, um mit dem Fliegenfischen zu beginnen. Alle drei Arten von Unterwasserfliegen sind fängig. Die größeren Muster werden eher an stehenden Gewässern als an fließenden eingesetzt.

 

Echte Naßfliegen

Einfache Muster mit Hechelkragen, sogenannte „Spider“, sind an Flüssen und stehenden Gewässern gut einsetzbar, besonders, wenn die Fische Mückenlarven oder Nymphen von fliegen mit aufgestellten Flügeln nehmen, wie etwa Eintagsfliegen.

 

Die buschigeren Palmerfliegen bringen bei windigem Wetter und aufgewühltem Wasser an größeren, stehenden Gewässern Erfolg. Dann bekommt man dicht unter der Wasseroberfläche Bisse, wenn man die Fliegen gleichmäßig durch die Wellenkronen zupft.

 

Geflügelte Naßfliegen setzt man auf gleiche Weise ein; man nennt dies auch die britische „Loch-Methode“. Sie sinken tiefer ab, weil sie weniger Hecheln als eine Palmerfliege haben.

 

Naßfliegen und Nymphen, gute Fangaussichten zwischen Grund und Mittelwasser

Die Naßfliegen

Kunstfliegen werden so gebunden, dass sie einem natürlichen Insekt ähneln. Viele Naßfliegen und Streamer haben allerdings keine natürlichen Vorbilder. Sie sollen nur etwas Freßbares andeuten oder zum Biss reizen.

 

 

 

 


Nymphen imitieren

Nymphen führt man langsam, mit gleichmäßigem Zug. Die Tiefe ist dabei auch wichtig, und man sollte stets beschwerte und unbeschwerte Nymphen mit sich führen. Selbst mit einer schwimmenden Schnur kann man Nymphen in 3-5 m Tiefe anbieten, wenn das Vorfach entsprechend länger ist. In dieser Tiefe stößt man während der ganzen Saison auf Forellen. Will man diesen Bereich gründlicher absuchen, knüpft man eine schwere Fliege an die Vorfachspitze und eine leichtere weiter oben an.

 


Ausgewachsene wirbellose Tierchen, wie etwa der Gammarus (ein Krebstier), werden durch bebleite Formen imitiert und tief angeboten. Der Gammarus gehört zu den erfolgreichsten Fliegenmustern in Mitteleuropa.

 

Die Larven und Puppen von Stechmücke und Köcherfliege stehen auf dem Speiseplan der Forelle ganz oben. Die Nymphen, die sie imitieren, sind das ganze Jahr über sehr fängig.

 

Naßfliegen und Nymphen, gute Fangaussichten zwischen Grund und MittelwasserNaßfliegen und Nymphen

Das natürliche Vorbild, eine Stechmückenpuppe (1), und die Imitation, die künstliche Nymphe, eine Midge Pupa (2). An stehen Gewässern bilden
die Larven und Puppen dieser „Chironomiden“ einen wichtigen Bestandteil der Forellennahrung. Imitationen dieser Insekten und des Blutwurms (der Stechmückenlarve) werden in den verschiedensten Farben (z. B. Schwarz, Braun und Grün) gebunden und sind das ganze Jahr über fängig. Nymphen sind exakte Kopien ihrer natürlichen Vorbilder und sollten im Wasser entsprechend geführt werden. Die Stickfly soll beispielsweise eine Köcherfliegenlarve nachahmen und wird am besten zu Beginn der Saison eingesetzt. Sie ist besonders fängig, wenn man sie langsam über den Grund trudeln lässt.

 

 

 

Streamer reizen

Bei Streamern ist die Einholgeschwindigkeit entscheidend. Ändert man sie, bekommt man noch Bisse, auch wenn nichts anderes mehr funktioniert. Zu Beginn der Saison, wenn das Wasser kalt ist und die Fische träge sind, fängt man mit schwarzen Mustern (z. B. Sweeney Todd, Viva oder Black Chenille) an langschenkligen Haken der Größen 6-8 viele Forellen. Man führt sie langsam in Grundnähe an einer sinkenden Schnur.

 

In der Mitte der Saison, wenn die Forellen in Jagdstimmung sind, eignen sich farbige (insbesondere gelbe und orangefarbene) Streamer am besten. Die richtige Bewegung ist wichtig, und Marabufedern im Flügel oder Schwanz pulsieren beim Einholen besonders verlockend.

 

Wenn die Fische zwar fressen, sich jedoch nicht fangen lassen, muss man sich – wie bei allen anderen Angelarten auch – etwas Neues einfallen lassen. Dann sollte der Angler herausfinden, auf welche natürlichen Insekten es die Forellen gerade abgesehen haben, und dann mit den verschiedenen Varianten der entsprechenden Kunstfliege experimentieren.

 

Naßfliegen und Nymphen, gute Fangaussichten zwischen Grund und MittelwasserDie Invicta, Naßfliegen und Nymphen

ist sowohl mit Flügeln als auch mit Hecheln eine Standardnaßfliege. Obwohl die Kopie nicht ganz dem Vorbild entspricht, ähnelt sie doch einer schlüpfenden Köcherfliege.

 

 

 

 


Für Flüsse

Die fängigsten Muster werden so geknüpft, dass sie einem Gammarus ähneln, z. B. Killer Bug oder Shrimp. Daneben gibt es auch gute Fliegennymphen mit aufgestellten Flügeln, z. B. Pheasant Tail oder Greenwell. Besonders erfolgreich sind diese Nymphen, wenn sie kombiniert eingesetzt werden, wobei von jeder Art eine Nymphe verwendet wird. Man bietet sie flussab oder quer zur Strömung an und lässt sie mit der Strömung wieder zurücktreiben.

 

Naßfliegen und Nymphen, gute Fangaussichten zwischen Grund und MittelwasserDog-Nobbler

Der Dog-Nobbler-Streamer hat einen Bleikopf und wird in vielen verschiedenen Farben gebunden. Seine auf- und abtauchende Aktion weckt die Angriffslust der Forelle.

 

 

 

 

 


In Kombination

Jede Naßfliege fischt sich ein wenig anders. Sie sind besonders fängig, wenn man sie in Abständen von 1 m am Vorfach verteilt. Zur Kombination gehört eine zarte Fliege an der Vorfachspitze (Blae and Black, Butcher oder Dunkeld). Die mittlere Fliege sollte buschiger sein (Mallard and Glaret, Invicta oder Fiery Brown). An den Anfang setzt man eine Palmerfliege (Wickham’s
Fancy, Soldier Palmer oder Bibio), damit eine Bugwelle entsteht. Sie alle sind ganzjährig einsetzbar.

 

Naßfliegen und Nymphen, gute Fangaussichten zwischen Grund und MittelwasserDieser Barsch hat einen Dog Nobbler genommen,

ein Muster, mit dem sich etwa Döbel, Hechte, Woffsbarsche und Flundern fangen lassen – so ziemlich alles, was schwimmt. Dieser Streamer scheint Fische aggressiv zu machen. Andere Streamer, wie Appetiser, Floating Fry oder Jack Frost, sollen kleine Fische imitieren und werden von Forellen auf der Jagd nach Fischbrut gern genommen:

 

 

 

Naßfliegen und Nymphen, gute Fangaussichten zwischen Grund und MittelwasserForelle

Forellen lassen sich von gut präsentierten Fliegen unter Wasser gern verführen.

 

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