Kartoffeln als Angelköder, ein beliebter Karpfenköder

Mit Kartoffeln als Angelköder gelingt es, großen Karpfen von kleinen zu trennen, und auch andere große Fische wissen diesen Köder zu schätzen

Für verwöhnte Mäuler, Kartoffeln als Angelköder und Pommes sind hervorragende Köder: Die Kartoffel ist schon seit langem ein beliebter Karpfenköder. Noch bevor es die ersten Boilies gab, war sie vermutlich der Lieblingsköder aller Specimen-Hunter, die es auf wirklich kapitale Fische abgesehen hatten.

Kartoffeln als Angelköder, ein beliebter Karpfenköder

Kartoffeln als Angelköder, ein beliebter Karpfenköder

Früher glaubten die Karpfenjäger, dass kein anderer Fisch die Kartoffel nehmen würde, doch mittlerweile haben die Angler herausgefunden, dass auch große Brassen, Döbel, Rotaugen und Schleien kleinere Kartoffelstückchen annehmen.

Überraschend ist die Tatsache, dass sich anscheinend nur die größeren Fische für Kartoffel interessieren. Zum Karpfenangeln nimmt man nach Möglichkeit neue Kartoffeln, die ungefähr die Größe eines Golfballs haben.

Zum Fischen werden die Kartoffeln kurz vorgekocht. Wenn sie sehr erdig sind, wäscht man sie ab und kocht sie ungeschält etwa zehn Minuten.

Sie sollten noch so fest sein, dass sie sich schälen lassen. So halten sie gut am Haken. Manche Angler lassen die Schale an ihren Kartoffelködern, doch meist werden sie geschält angeboten. Natürlich sind neue, kleine Kartoffeln nicht das ganze Jahr über verfügbar.

Wenn man geschälten Kartoffeln aus dem Konservenglas nicht recht traut, kann man auch Würfel von älteren, größeren Kartoffeln verwenden.

Kartoffeln als Angelköder, ein beliebter Karpfenköder

Die Fische lernen mit der Zeit, dass zu einer Kartoffel auch ein Angelhaken gehört. Dann sollte man die Kartoffeln mit Lebensmittelfarben rot oder gelborange einfärben oder in Tomatensuppe kochen, um die Neugier zu wecken.

Kartoffeln als Angelköder, ein beliebter Karpfenköder

Kartoffeln als Angelköder. Vorgekochte Kartoffeln gelten schon seit langem als guter Karpfenköder. Neue Kartoffeln, die man nach kurzer Kochzeit schält, sind eine ausgezeichnete Mahlzeit für hungrige Karpfen.

 

 

Den Appetit anregen

Wenn eine Angelstelle schon lange nicht mehr mit Kartoffeln beangelt worden ist, sollte man die Fische wieder daran gewöhnen. Am Tag vor dem Angeln füttert man mit mehreren Kartoffeln und Instant-Kartoffelpüree an. Bis zum nächsten Tag sind die Fische auf den Geschmack gekommen.

 

Kartoffeln richtig anködern

Um eine Kartoffel an einem Haken der Größe 1 oder 2 zu befestigen, zieht man die Angelschnur mit einer Einfädelnadel durch die Kartoffel. Den Haken knüpft man an die Schnur und zieht ihn in die Kartoffel zurück. Die Hakenspitze muss aus der Kartoffel ragen. Wenn man etwas Schale an der Kartoffel lässt, rutscht der Haken nicht so leicht zurück.

Kartoffeln als Angelköder, ein beliebter Karpfenköder

Kartoffeln als Angelköder. Angelschnur mit einer Einfädelnadel durch die Kartoffel ziehen

Kartoffeln als Angelköder, ein beliebter Karpfenköder

Kartoffeln als Angelköder. Den Haken an die Schnur knüpfen

Kartoffeln als Angelköder, ein beliebter Karpfenköder

Kartoffeln als Angelköder. So bietet man eine Kartoffel an. Das Blatt verhindert, dass der Haken in die Kartoffel hineinrutscht.

Andere Methoden

Auch anders zubereitete Kartoffeln sind fängige Köder. So unglaublich es klingen mag, aber Pommes Frites sind ein praktischer Döbelköder. Je fettiger sie sind, desto besser. Man darf sie nicht zu lange fritieren, da sie sich sonst schlecht am Haken halten.

Kartoffelknödel aus Fertigmischungen können auch sehr fängig sein, ebenso ein Teig aus Kartoffelpüree und Grundköder. Auch hierbei muss man die Mischung so zusammenstellen, dass der Köder fest genug ist, um sicher am Haken zu haften.

Kartoffeln als Angelköder, ein beliebter Karpfenköder

Kartoffeln als Angelköder. Beim Angeln mit Kartoffeln kann man Fische in dieser Größenordnung erwarten, und ein solcher Karpfen von 4,2 kg Gewicht ist nichts Ungewöhnliches. Als kleiner Beifang, der gern kleinere Kartoffelstückchen nimmt, darf man mit großen Schleien und Döbeln rechnen.

 

Angeln mit Kartoffeln

Bevor man die Kartoffel als Hakenköder verwendet, kann man die Angelstelle mit einem Grundfutter aus Kartoffelpüree oder Knödelteig, verknetet mit gequollener Kleie, anfüttern.

Kartoffeln werden am besten an der Bodenbleiangel angeboten. Da sie recht schwer sind, eignen sie sich für Weitwürfe und machen unter Umständen zusätzliche Bleigewichte im stehenden Gewässer überflüssig; allerdings kann dieser Köder auch leicht im Schlamm versinken.

Um dies zu vermeiden, verleiht man der Kartoffel Auftrieb, indem man sie aushöhlt und mit Styroporkügelchen füllt.

Man sollte immer mehrere Kartoffeln zum Angeln mitnehmen, denn beim Werfen verliert man zwangsläufig einige. Wenn man sie kurz Kocht und dann geschält hat, bewahrt man sie am besten in einem mit Wasser gefüllten Glas auf, damit sie nicht braun werden.

Kartoffeln sind nicht zu allen Zeiten fängig. Wenn an einer Stelle erstmals mit Kartoffeln geangelt wird, finden die großen Fische sie unwiderstehlich. Doch nach den ersten Erfahrungen halten sie sich zurück, und es dauert eine Weile, bis sie diesen Köder wieder annehmen.

 

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