Meeresangeln, Meeresfischen, Ausrüstung, Rute, Zubehör

Meeresangeln, Meeresfischen, Ausrüstung, Rute, Zubehör

Artikel von Angelstunde in Angelbasiswissen

Der international bekannte Großfischexperte und Allroundangler Trevor Housby stellt hier die Grundausstattung für das Meeresangeln vor

Für das Meeresangeln bieten sich zahlreiche Techniken für jede Gelegenheit an. Man kann sein Glück vom Boot, von einer Landungsbrücke, von einer Hafenmole oder vom Strand aus versuchen. Für den Anfänger ist die günstigste und billigste Ausgangsbasis in jedem Fall das Fischen an der nächstgelegenen Küste. Obwohl die größeren Fische zweifellos vom Boot aus gefangen werden, bietet das Brandungsangeln gerade dem Anfänger Vorteile. Man braucht kein Boot und kann immer fischen gehen, wann man will und wann das Wetter es erlaubt. Außerdem kommen einem die Techniken, die man hier erlernt, und die Erfahrung, die man hier gewinnt, bei einem späteren Angelausflug auf hoher See sehr zugute.

 

Man sollte sich für eine Ausrüstung entscheiden, die möglichst vielseitig einsetzbar ist und mit der man auf unterschiedliche Fischarten an unterschiedlichen Stellen angeln kann. Dazu muss man sein Angelgerät sorgfältig auswählen. Fix und fertig zusammengestellte „Anfänger-Ausrüstungen“ sind im allgemeinen nicht die richtige Lösung. Wer seine Ausrüstung selbst zusammenstellt, kann sie den eigenen Bedürfnissen optimal anpassen.

 

Für das Meeresangeln vom Strand aus ist es wichtig, eine lange Rute zu benutzen, die auch ein schweres Wurfgewicht weit hinausbringt. Beim Angeln von Anlegeplätzen oder Hafenmauern sind Weitwürfe meist nicht erforderlich. Allerdings sollte die Rute in jedem Fall auch für die leichte Floßangelei einsetzbar sein. Der beste Kompromiss besteht in einer zweiteiligen, 3,5 m langen Rute für Wurfgewichte von 28 bis 85 g. Alle größeren Angelgerätehersteller bieten solche Ruten an.

 

Meeresangeln, Meeresfischen, Ausrüstung, Rute, Zubehör



Geeignet für Salzwasser

Besser sind Kohlefaserruten, die leichter und schlanker sind als vergleichbare, ähnlich starke Fiberglasruten. Für das Meeresfischen ist es jedoch besser, eine hochwertige Fiberglasrute als eine schlechte Kohlefaserrute zu verwenden. Salzwasser hat keinen Respekt vor billigen Rollenhalterungen und Schnurlaufringen. Man achte deshalb darauf, daß die ausgewählte Rute eine solide Schraubrollenhalterung und salzwasserbeständige Schnurlaufringe aufweist.

 

Auch die Rolle kann unter Umständen teuer werden; daher sollte man eine wählen, mit der man gut zurechtkommt. Es gibt zwei Typen von Meeresangelrollen – die Multirolle und die StationärrolleMeeresangeln. MuItirollen werden hauptsächlich für das Bootsfischen und von Spezialisten für das Brandungsangeln verwendet. Allerdings kann es mit diesen zu Schnurperücken kommen. Daher sollte der Anfänger immer mit einer Stationärrolle beginnen. Mit ihr kann man weit auswerfen. Sie ist robust und in vielen Situationen einfacher zu bedienen als die Multirolle. Auf die Rolle sollten für das Brandungsangeln etwa 200 m Schnur von 0,35 mm bis 0,45 mm (7-12 kg) Tragkraft passen. Falls die Rolle nicht mit einer Ersatzspule geliefert wurde, tut man gut daran, eine solche zu kaufen. Diese Ersatzspule füllt man zum Posenangeln mit einer etwas leichteren Schnur (30er bis 35er). In voll aufgewickeltem Zustand sollte die Schnur bis etwa 3 mm vor dem Spulenrand liegen. Ein guter Rollenservice nach dem Kauf ist wichtig – eine gute und richtig gepflegte Angelrolle hält viele Jahre.

 


Das Fanggeschirr am Ende der Schnur hängt vom Angelplatz und von der zu fangenden Fischart ab. Eine ganz gewöhnliche Grundangelmontage, bei der ein Bleigewicht den beköderten Haken am Grund hält, ist zum Fang der meisten Arten gut geeignet, besonders für Plattfische und Dorsche. Mit der Floßangel fängt man Makrelen, Meeräschen und andere.

 

Meeresangeln

Rute und Zubehör zum Meeresangeln

1 Zweiteilige Rute 3,4 m (11 ft)

2 Rutenhalter

3 Absenkbarer Landekescher

4 Gerätekasten und Angelgeräte

5 Arterienklemme

6 Filetiermesser, Scheide

7 Stationärrolle mit Ersatzspule

8 Schnurspule

9 Rig Wallet mit fertig gebundenen Vorfächern, Haken, Posen

 

 

 

 

 

 

 


Meeresangeln

Gerätekasten

1 Verschiedene Haken zum Meeresangeln

2 Fachteiler für den Angelkasten

3 Makrelenfedern

4 Perlen (Beads)

5 Leger-/Schwimmerstopper

6 Plastik-Booms

7 Tönnchenwirbel der Größen 2 und 1/0

8 Karabinerwirbel

9 Spiralbleie und Bleioliven mit Bohrung

10 Verschiedene Bleigewichte (57 g bis 85 g), ein Torpedoblei und ein Krallenblei (bei starker Strömung)

11 Posenstopper aus Gummi mit Halter

12 Schere

13 Verschiedene Blinker

14 Verschiedene feststehende Posen und Laufposen

15 Ersatzspule der Angelrolle

16 Spulen mit Ersatzschnur (35er, 40er)

17 Spule mit Schockvorfach-Material (22,7 kg Tragkraft)

18 Messer in Scheide

19 Arterienklemme

 

Was man sonst noch braucht

Ein „Rig Wallet“ ist eine nützliche Sache. Diese praktische Tasche hat sich in den vergangenen Jahren weit verbreitet. Ein solches „Rig Wallet“ hat eine Anzahl robuster, durchsichtiger und verschließbarer Plastikfächer, in denen man alle an einem Angeltag benötigten Kleinteile verstauen kann.

 

An einem Anlegeplatz benötigt man ein absenkbares Landenetz, wenn die Wasseroberfläche erst einige Meter unter einem beginnt. Beim Strandangeln stellt man die Rute zum Anködern am besten in einen Rutenhalter und kann so die Arme ein wenig ausruhen. Die besten Rutenhaltertypen haben einen kleinen runden Metallbecher, der an den Rutenhalterstab geschweißt ist und das Griffende der Rute aufnimmt. An einem Landungssteg genügt es, wenn man die Rute gegen ein Geländer lehnt. Schließlich braucht man noch einen Rucksack, um die Angelgeräte zu transportieren.

 

Meeresangeln Diese herrliche Flunder (1,7 kg) wurde mit der leichten Brandungsrute gefangen. Die Rute ist auf einem Rutenhalter abgelegt.

 

 

 

 

 


Meeresangeln An Häfen findet man häufig viele verschiedene Fischarten. Die Hafenmauern bieten einen leichten Zugang zum tieferen Wasser und machen Weitwürfe überflüssig.