Brandungsfischen, einfache Techniken verständlich erklärt

Ausrüstung für das Brandungsfischen zu kaufen – das ist eine Sache, sie am rechten Ort auch richtig einzusetzen, eine andere

Brandungsfischen, viele im Meer vorkommenden Fischarten eignen sich gut, um dem Angler in der Küstenfischerei erste Erfahrungen zu vermitteln. Jede Fischart hat ihre Eigenheiten; man sollte sie kennen und zu nutzen wissen. Hier gibt der bekannte Meeresspezialist Trevor Housby Hilfestellung zum Brandungsfischen.

Brandungsfischen, einige einfache Techniken

Brandungsfischen, einige einfache Techniken

Vom Fangplatz und natürlich von der Jahreszeit hängt es ab, welche Fische für den Anfänger in Frage kommen. Am besten erkundigt man sich bei einheimischen Anglern oder im örtlichen Angelgeschäft danach, welche Fischart gerade am häufigsten vorkommt. Anfänger können sich an eine einfache Faustregel halten: Dorsche, Flundern, Wittlinge und Klieschen im Herbst und Winter; Hornhechte und Makrelen im Frühjahr und Sommer.

 

Das richtige Auswerfen will gelernt sein. Wer auf freiem Feld ein wenig übt, erspart sich stundenlangen Frust am Ufer.

 

Den Fisch finden

Meeresfische suchen ihre Nahrung auf unterschiedliche Weise, deshalb sollte man die Angelmethode dem Beutefisch anpassen.

Plattfische wie etwa Flundern, aber auch Dorsche, Wittlinge und Aale, fressen meist am Grund. Hier verspricht also die Angelei mit dem Grundblei Erfolg.

Makrelen und Hornhechte suchen im mittleren Wasser und an der Oberfläche nach Nahrung. Hungrige Fische bekommt man am ehesten mit der Posen- oder Spinnangel an den Haken. Sie suchen mit Vorliebe in der Nähe von Felsen und Anlegeplätzen nach Nahrung. Die übrigen Fischarten bevorzugen sandigen Untergrund und lassen sich daher gut vom Strand aus fangen, wobei jedoch der Dorsch praktisch überall auftauchen kann. Flußmündungen sind ebenfalls erfolgversprechende Bereiche, besonders auf Plattfische und Aal.

Hat man seinen Beutefisch auserkoren, muss der beköderte Haken hinaus zum Fisch. Ideale Köder für die meisten Meeresfische sind Wattwürmer, Nereiden (Seeringelwürmer), Butterkrabben und Fischstückchen. Man kann sie entweder selbst sammeln oder im Angel- oder Fischgeschäft kaufen.

 

 

Brandungsfischen

Zum Präsentieren der Beute – hier ein schöner Hornhecht – braucht es dann keine Anleitung mehr: einfach nur noch genießen!

Auswerfen beim Brandungsfischen

Das Auswerfen ist am einfachsten mit der Stationärrolle. Man hält die Rute oberhalb des Rollensitzes mit der rechten Hand (Rechtshänder) fest und faßt mit der anderen Hand an das Rutenende. Dann wird der Schnurfangbügel der Rolle geöffnet, wobei jedoch die Schnur mit dem Zeigefinger der rechten Hand zunächst fest gegen die Rute gedrückt wird, damit sie noch nicht von der Rolle laufen kann. Nun schwingt man das Wurfgewicht behutsam in Richtung Wasser und gibt die Schnur im richtigen Moment frei. Je mehr Übung man bekommt, desto kräftiger kann man den Wurf ausführen.

Brandungsfischen

Schließlich kann man sich auch in einer der Überkopf- Wurf techniken versuchen. An den meisten Plätzen genügt oft schon eine Wurfdistanz von 50 m. Von Anlegeplätzen und Molen aus fängt man die Fische häufig direkt vor den eigenen Füßen.

Bisse machen sich auf unterschiedlichste Weise bemerkbar – vom kräftigen Schlag bis zum feinen Zittern in der Rutenspitze sind alle Varianten möglich. Nach dem ersten erfolgreichen Anschlag verwechselt man den Zug der Strömung normalerweise nicht mehr mit einem echten Biss!

Brandungsfischen

Beim Brandungsfischen auf glattem Felsuntergrund sollte man auch an die eigene Sicherheit denken – und nicht nur an den Fisch!

Der Anschlag ist häufig überflüssig, da viele Meeresfische so kraftvoll beißen, dass sie sich selbst haken. Es kann jedoch nie schaden, die Rute nach einem Biß mit sanftem Schwung zurückzuziehen, damit der Haken gut sitzt.

Brandungsfischen

Der Drill, beim Brandungsfischen

soll den Fisch ermüden. Wenn die Kraft der Rute dazu nicht ausreicht, kann man größere Fische auch Schnur von der Rolle abziehen lassen, indem man die Bremse entsprechend einstellt. Dabei hält man die Rute senkrecht zur Schnur, die stets gespannt sein muss. Dadurch ermüdet der Fisch, und der Haken schlitzt nicht so leicht heraus.

Brandungsfischen

Die Landung,

ist häufig die aufregendste Phase – jetzt bekommt man die Beute erstmals zu Gesicht. Nur darf man sich von der eigenen Begeisterung nicht mitreißen lassen – eine ruhige Hand ist jetzt sehr wichtig. Kleine Fische lassen sich herausschwingen, von der Mole oder vom Landesteg muss man für größere Fische das Landenetz verwenden. Am Strand sollte man den Fisch mit den Wellen landen und ihn möglichst nicht gegen den Rückstrom ziehen.

Brandungsfischen

Brandungsfischen, Pollacks, wie diesen Dreipfünder, fängt man besonders an der Atlantikküste, aber auch in der westlichen Ostsee.

 

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