Die Kunst des Karpfenfischens, vom Anfänger zum Experten

Wer sich die Zeit nimmt, die Kunst des Karpfenfischens richtig zu erlernen, wird die Zehnpfünder weit mehr zu schätzen wissen.

Die Kunst des Karpfenfischens richtig zu erlernen ist eine echte Herausforderung wer lernen möchte, wie man große Karpfen fängt, muss als erstes einmal viele kleine fangen. Peter Mohan weist hier den Weg vom Anfänger zum erfolgreichen Experten.

Die Kunst des Karpfenfischens, vom Anfänger zum Experten

Die Kunst des Karpfenfischens, vom Anfänger zum Experten

Eine wachsende Anglerschar widmet sich mit großer Hingebung dem Karpfen, doch wer mit Erfolg und regelmäßig fangen will, muss erst einmal alles lesen, was er über diese Fischart in die Hände bekommt. Auch die verschiedenen Rigs und Angelmethoden müssen studiert werden und was für den Karpfenanfänger am wichtigsten ist die Gewässermerkmale, die dem Karpfen zusagen.

Von der Wahl des Angelwassers hängt ab, ob man die erste Saison mit Anschlägen, Drills und dem Landen von Karpfen verbringt oder nur wartend am Ufer sitzt. Der Anfänger braucht ein leicht zu befischendes Wasser, das mit Karpfen zwischen 3 und 4 kg gut besetzt sein sollte. Hat man anhand dieser kleineren Exemplare das Verhalten des Karpfens kennengelernt, ist man später für die großen Fische gut vorbereitet.

Die Kunst des Karpfenfischens, vom Anfänger zum Experten

Die Kunst des Karpfenfischens. Posenfischen auf Karpfen wird oft vernachlässigt, ist aber erfolgreich, wie man hier sieht. Man sollte eine Methode verwenden, bei der der Köder zum Grund gelangt.

 

Die Wahl des Angelwassers

Gewässer mit kapitalen Karpfen sind für Anfänger ungeeignet. Man lernt nichts, wenn man nichts fängt. In der ersten Saison sollte das Ziel darin bestehen, viele Karpfen ungeachtet ihrer Größe zu fangen. Dann kann man sich an größere Fische und schwierige Wasser heranwagen.

Am Ufer sollte man zunächst nach möglichen Karpfenplätzen Ausschau halten. Kraut, Schilf und Seerosen sind gute Stellen, ebenso Inseln. Doch die deutlichsten Hinweise geben sichtbare Spuren umher schwimmender Karpfen, wie beispielsweise Luftblasen.

Das Angelgerät sollte man erst kaufen, wenn man sich einige Gewässer angeschaut hat. Die Zeit, die man am Wasser mit Beobachten und Planen der Strategie verbringt, macht sich dabei bestimmt bezahlt.

Die Kunst des Karpfenfischens. Das Link-Leger

Karpfen eine echte Herausforderung

Weiche Köder lassen sich auch direkt am Haken befestigen, und selbst Boilies kann man an einen Haken der Größe 4 direkt anködern. Dabei muss der Boilie mindestens 3 mm von der Hakenspitze weg sein, da sie sonst beim Anschlag nicht richtig eindringt.

Für die meisten Formen des Karpfenangelns eignet sich eine normale Karpfenrute von 11 ft (3,35.m) Länge und einer Testkurve von 2 bis 2 1/21b (0,9-1,1 kg). Eine Rolle mit einem Fassungsvermögen von 15 m Schnur mit 3,6-5,4 kg Tragkraft sowie ein Unterfangkescher für Specimen-Hunter mit einem Durchmesser zwischen 90 und 105 cm sind ebenfalls unentbehrlich. Ein kleiner Kescher ist sinnlos.

Tipp Spezialisieren

Auf Karpfen muss man sich spezialisieren während man auf den Biss wartet, darf man keine zweite Rute zum Fang anderer Fischarten verwenden. Hat man ein oder höchstens zwei Gewässer wirklich gut kennengelernt, weiß man, welche Bereiche von den Karpfen bevorzugt werden, und wenn die Fische dann am Fressen sind, wird der Köder richtig liegen.

 

 

Die Kunst des Karpfenfischens. Topköder

An den meisten leicht zu beangelnden Gewässern fängt man gut mit herkömmlichen Ködern.

Maden und Caster sind geeignet Karpfen nehmen Maden manchmal auch beim Absinken.

Forellen-Pellets und Hundekuchen lassen sich zu Teig verarbeiten, der sehr fängig sein kann.

Mais ist einer der besten Köder und kann einzeln, zu mehreren Körnern oder am Hair-Rig angeboten werden, wie in der Abbildung gezeigt.

Frühstücksfleisch und Wurst sind ebenfalls gut, besonders wenn man sie über einem Teppich aus Hanf oder Mais anbietet.

Auch Würmer sind geeignet. Hat man mit diesen Ködern keinen Erfolg, kann man Boilies probieren, doch häufig ist das nicht notwendig. Boilies lassen sich direkt an Haken der Größe 4 anködern, doch manchmal ist ein Hair-Rig besser.

Die Kunst des Karpfenfischens, vom Anfänger zum Experten

Die Kunst des Karpfenfischens, vom Anfänger zum Experten

Die Kunst des Karpfenfischens mit Brot am Anker

Karpfen eine echte Herausforderung

Die Kunst des Karpfenfischens. Mit diesem Rig lässt sich leicht auswerfen, doch man kann ein Stück Brot auch an der freien Leine auswerfen, wenn man es zuvor in Wasser eintaucht.

Die Kunst des Karpfenfischens, vom Anfänger zum Experten

Wer sich die Zeit nimmt, die Kunst des Karpfenfischens richtig zu erlernen, wird die Zehnpfünder weit mehr zu schätzen wissen. Mit viel Glück kann man schon in der ersten Saison einen solchen Karpfen fangen.

Karpfen lassen sich an der Grundangel heim Oberflächenfischen und Posenfischen gleichermaßen fangen. Am beliebtesten ist das Boden-bleiangeln (Legering), weil es einfach und fängig ist. Dabei beginnt man mit einem Link-Leger kompliziertere Rigs kann man in den darauffolgenden Saisons ausprobieren, wenn man hinter größeren, erfahreneren Karpfen her ist.

Auch das Oberflächenfischen ist nicht kompliziert. Man schneidet ein Stück Brot aus einem frischen Laib heraus und bietet es an der freien Leine oder an der verankerten Treibleine an.

Zum Posenangeln verwendet man ein einfaches Posen-Rig, mit dem der Köder sicher zum Karpfen absinkt. Hat ein Anfänger die richtige Gewässerart gewählt, lernt er den Karpfen und dessen Verhalten sehr rasch kennen. Erst dann macht es Sinn, sich an die größeren Karpfen in schwer zu beangelnden Gewässern heranzuwagen.

 

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