Fliegenbinden für Anfänger: die „Black Pennell“

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Der perfekte Einstieg: Fliegenbinden für Anfänger – Materialien, Techniken und Tipps für individuelle Köder

Das Fliegenbinden beim Angeln eröffnet Anfängern eine spannende Welt der Köderherstellung, bei der handgefertigte Fliegen eine entscheidende Rolle spielen. In diesem Artikel werden wir die Grundlagen des Fliegenbindens für Einsteiger erkunden, von den benötigten Materialien bis hin zu einfachen Techniken, um eine erfolgreiche Einführung in diese faszinierende Facette des Angelns zu ermöglichen. Peter Gathercole, der bekannte Kunstfliegenexperte, erklärt hier das Binden der „Black Pennell“, einer einfachen aber fängigen Naßfliege, besonders wenn die Forelle nach Stechmücken steigt.

Fliegenbinden für Anfänger: die „Black Pennell"

Für eine „Black Pennell“ benötigt man einen Naßfliegenhaken Gr. 12, schwarzen Bindfaden, schwarzes Floss, einen dünnen Silberdraht, eine weiche, schwarze Hahnenhechel und Spitzen von Goldfasanfedern.

 

Schritt 1 beim Fliegenbinden

Der erste Schritt besteht darin, den Hakenbogen so in den Bindestock zu klemmen, dass man die Spitze sehen kann. Ist die Hakenspitze sichtbar, bleibt man zwar manchmal mit dem Faden daran hängen, doch besteht mehr Spielraum zum Bewegen der Finger. Ein Bobbin (Spulenhalter) ermöglicht ein gleichmäßiges und leichtes Wickeln des Fadens.

Den Anfang des Fadens muss man mit den Fingern einer Hand am Hakenschenkel festhalten. Den Bobbin nimmt man in die andere Hand und umwickelt den losen Fadenanfang am Hakenschenkel. Dies dient als sichere Grundlage, um die anderen Teile der Fliege einbinden zu können.

Damit der Fadenanfang sich dann nicht wieder löst, wird der Faden mindestens fünf- oder sechsmal um den Hakenschenkel gewickelt. Und zwar mit festen Windungen in Richtung Hakenbogen.

 

Schritt 2 beim Fliegenbinden

Der zweite Schritt besteht im Einarbeiten von drei oder vier Fibern einer Goldfasanfeder für den Schwanz der Fliege. Der Fliegenbinder hält sie mit der linken Hand (Linkshänder die rechte) zum Haken, wobei er darauf achten muss, dass die Enden um etwa 5-7 mm vom Hakenbogen abstehen. Mit der anderen Hand wickelt man nun drei oder vier Fadenwindungen über die Fibern, um den Schwanz zu befestigen.

Dann arbeitet man mit drei Fadenwicklungen ein 6 cm langes Stück feinen Silberdraht an genau derselben Stelle in den Schwanz ein. Das überstehende Ende wird jedoch nicht entfernt. Ein kurzes Stück (etwas kürzer als der Hakenschenkel) wird benötigt, um eine ebene Grundlage für den Seidenkörper zu schaffen.

Das überstehende Ende wird anschließend fest mit Bindfaden Wicklungen bis etwa 2 mm vor dem Haken öhr abgedeckt. Schneidet man das überstehende Ende ab, ohne es am Hakenschenkel festzuwickeln, entsteht ein „plumper“ Körper.

Der Körper der Fliege besteht aus schwarzem Rayon-Floss. Davon ein Ende mit drei Fadenwicklungen etwa 2-3 mm vom Öhr befestigen. Floss in sauberen Windungen erst zum Schwanz hinab und dann zurück zum Ausgangspunkt wickeln. Das lose Ende mit drei Fadenwicklungen befestigen und übriges Floss abschneiden.

Fliegenbinden für Anfänger: die „Black Pennell"

Fliegenbinden, Eine silbrig glänzende Regenbogenforelle liegt im Kescher. Die „Black Pennell“ ist eine fängige Naßfliege für Frühjahrsforellen. Die Fliege muss langsam und tief geführt werden.

 

Das erste Mal Fliegenbinden | Fliegenbinden für Anfänger | Nymphe selber binden | Anglerboard TV (Video)

Wie man die „Black Pennel“ bindet

Fliegenbinden für Anfänger: die „Black Pennell"

1. Das lose Fadenende nahe dem Öhr um den Hakenschenkel wickeln, den Spulenhalter über das lose Ende wickeln.

Fliegenbinden für Anfänger: die „Black Pennell"

2. Vier Fibern (Goldfasan) gleichmäßig einarbeiten, so dass sie 5-7 mm vom Hakenbogen abstehen.

Fliegenbinden für Anfänger: die „Black Pennell"

3. Den Draht dort einbinden, wo der Schwanz gebunden wurde. Den übrigen Draht mit Bindfaden am Hakenschenkel befestigen.

Fliegenbinden für Anfänger: die „Black Pennell"

4. Ende eines 10 cm langen schwarzen Flossstücks in Öhrnähe einarbeiten. Zum Schwanz hin wickeln, dann zum Öhr und befestigen.

Fliegenbinden für Anfänger: die „Black Pennell"

5. Den Draht vier oder fünf Mal gegen die Seidenwicklung wickeln und in der Nähe des Öhrs sichern.

Fliegenbinden für Anfänger: die „Black Pennell"

6. Hechel an Haken binden. Spitze mit Hechelzange fassen und drei Mal umwickeln. Überstehende Teile abschneiden, schönen Kopf bilden.

Nun wickelt man den Silberdraht (die Rippung) in einer offenen Spirale entgegen der Floss-Wickelrichtung über diese. Dadurch überkreuzt die Floss-Rippung und schützt sie. Normalerweise reichen vier bis fünf in gleichen Abständen ausgeführte Windungen. Jetzt befestigt man das lose Ende des Drahts dort, wo der Seidenkörper endet und schneidet den Rest ab.

Für den Hechelkranz nimmt man eine schwarze Hahnenhechel mit weichen Fibern, die etwa die eineinhalbfache Länge der Hakenöffnung aufweist. Dazu entfernt man den Flaum und etwaige zerbrochene Fibern am Hechelgrund, so dass ein kurzer, nackter Kiel übrig bleibt.

Mit drei oder vier Fadenwicklungen befestigt man den nackten Kiel der Hechel gleich hinter dem Hakenöhr. Dann die Spitze der Hechel mit einer Hechelklemme fassen und sie drei Mal um den Hakenschenkel wickeln. Die Black Pennel ist eine recht „unbekleidete“ Nass fliege.

Nun verwahrt man die Hechelspitze mit drei oder vier Fadenwicklungen und schneidet das übrige Federstück ab. Mit mehreren Bindfaden Wicklungen formt man gleich unterhalb des Hakenöhrs einen schönen kleinen Kopf.

Fliegenbinden, der letzte Schritt zur Vollendung der „Black Pennell“ (und der meisten anderen Fliegen) ist ein verborgener Knoten, der nicht aufgehen kann, mit einem „Whip-Finisher“, einem Kopfknotenbinder. Man kann Fliegen auch auf andere Arten fertigbinden (z. B. mit halben Knoten), aber der Knoten mit dem „Whip-Finisher“ hält am besten. Für den Whip-Knoten kann man die Finger oder den „Whip-Finisher“ nehmen.

Ist der Whip-Knoten am Kopf angebracht und das freie Ende abgeschnitten, empfiehlt sich ein Tropfen Klarlack auf die Kopfwicklung, um sie zu schützen und zu sichern.

 

Einfach beginnen beim Fliegenbinden

Für viele ist beim Fliegenbinden das Einarbeiten von Fell oder Federn zu schwierig. Wem die Grundlagen fehlen, der sollte sich nicht an komplizierten Mustern versuchen.

 

Fliegenbinden, Whip-Finisher

Fliegenbinden für Anfänger: die „Black Pennell"

Den Arm (A) am Faden platzieren. Faden gespannt halten und anderen Arm (B) so über den Haken führen, dass eine umgedrehte „4″ entsteht. Der schöne Kopf am Öhr darf sich dabei nicht lösen. Der Spulenhalter („Bobbin“) befindet sich parallel zum Hakenschenkel.

Fliegenbinden für Anfänger: die „Black Pennell"

Dreht man am Griff des „Whip-Finishers“, wird der aufwärts weisende Fadenabschnitt (in Arm A) über den parallel zum Hakenschenkel befindlichen Abschnitt (in Arm B) gewickelt. So entsteht ein verborgener Knoten (oben), der sich nicht lösen kann. Das wiederholt man fünf Mal.

Um den Vorgang abzuschließen, zieht man am Spulenhalter, damit sich die Schlaufe festzieht. Dabei lässt man den Faden vom einen Arm des „Whip-Finishers“ abgleiten. Den Faden weiter auf den Spulenhalter ziehen und während er sich festzieht, die Spannung am anderen aufrechterhalten.

Während der Knoten am Öhr festgezogen wird, muss der andere Arm von der Schlaufe abgenommen und fest gezogen werden. Den Faden 1 mm vom Schenkel abschneiden und mit einem Tropfen Lack sichern.

 

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