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Der Leominstead Lake im New Forest ist eines der besten Forellengewässer Südenglands. Erfahre alles über Besatz, Angeltipps und Anreise
Zuletzt aktualisiert am 12. März 2026
Der Leominstead Lake gehört zu den legendärsten Forellengewässern ganz Englands. Eingebettet in die malerische Landschaft des New Forest in Hampshire bietet er Anglern aus ganz Europa ein unvergessliches Erlebnis. In diesem Guide erfährst du alles, was du für einen erfolgreichen Angelausflug an diesen besonderen See wissen musst.
Was macht den Leominstead Lake so besonders?
Der Leominstead Lake vereint historischen Charme mit exzellentem Angelangebot. Auf einer Fläche von 1,8 Hektar beherbergt er sowohl eingesetzte Regenbogen- und Bachforellen als auch wild aufgewachsene Bachforellen, die sich über Jahrzehnte im See entwickelt haben.
Was dieses Gewässer von anderen englischen Forellenweihern unterscheidet, ist die Kombination aus intensivem täglichem Besatz und einer naturnahen Umgebung, die den Forellen optimale Lebensbedingungen bietet. Wer hier angelt, fischt nicht auf geschwächte Hälterungsfische, sondern auf vitale, kampfstarke Forellen in einem natürlichen Umfeld.
Die drei wichtigsten Vorteile auf einen Blick
Täglicher Besatz mit Fischen bis 8 Kilogramm Gewicht sorgt für konstant hohe Fangchancen das ganze Jahr über. Wildforellen aus natürlicher Reproduktion stellen eine echte Herausforderung für anspruchsvolle Angler dar. Die idyllische Lage im New Forest macht den Angelausflug zu einem echten Naturerlebnis weit abseits überfüllter Angelteiche.
Geschichte des Leominstead Lake
Die Ursprünge im 18. Jahrhundert
Der Leominstead Lake wurde im 18. Jahrhundert angelegt. Ursprünglich diente er als Privatgewässer des Minstead Manor Estate, aus dem sich die Herrschaft des Anwesens mit frischen Fischen versorgte. Wie viele Gewässer dieser Art geriet auch der Leominstead im Laufe der Jahrzehnte in Vergessenheit und wurde zunehmend vernachlässigt.
Bis in die 1970er Jahre war der See weitgehend verlandet und von dichtem Buschwerk überwuchert. Von dem einst gepflegten Fischwasser war kaum noch etwas übrig. Genau in dieser kritischen Phase begann eine bemerkenswerte Geschichte der Wiedergeburt.
Leo Jarmal und die Wiedergeburt des Sees
In den 1970er Jahren übernahm der gebürtige Pole Leo Jarmal den verwahrlosten See und begann mit umfangreichen Restaurierungsarbeiten. Mit großem persönlichem Einsatz verwandelte er das verlandete Gewässer in ein 1,8 Hektar großes, landschaftlich reizvolles und gut befischbares Forellenwasser.
Leo Jarmales Arbeit war weit mehr als nur technische Gewässerpflege. Er schuf eine Gemeinschaft rund um den See. Schon nach kurzer Zeit wurde der Leominstead zum Treffpunkt für die englische Angelszene. Prominente Fliegenfischer standen Schulter an Schulter mit blutigen Anfängern. Leo war für seine Gastfreundschaft bekannt und lud die Angler stets zu Saisonfesten ein, die schnell zur Tradition wurden.
Damals galt wie in allen englischen Forellengewässern eine Schonzeit von Ende Oktober bis zum 1. April. Die Saisoneröffnungsfeste wurden zum gesellschaftlichen Ereignis in der englischen Angelwelt.
Bachforelle (Salmo trutta)
Die Ära der Familie Branscombe
Nach 16 Jahren engagierter Bewirtschaftung trat Leo Jarmal in den Ruhestand. Er starb im Alter von 80 Jahren. Der Leominstead wurde von Alf Branscombe und seinem Sohn Neil übernommen, die das Erbe Leo Jarmales mit großem Respekt fortführten.
Die Brансombes führten zwei wesentliche Neuerungen ein. Erstens schafften sie die Schonzeit ab und ermöglichten damit ganzjähriges Forellenfischen, was den Leominstead zu einem der ersten englischen Gewässer dieser Art machte. Zweitens richteten sie eine Imbissausgabe in der Angelhütte am Seeufer ein, die kalte und warme Speisen anbot und den geselligen Charakter des Sees bewahrte.
Die Saisonfeste zum An- und Abangeln blieben trotz der ganzjährigen Öffnung eine lebendige Tradition. Forellenprofis und Gelegenheitsangler trafen sich weiterhin regelmäßig, um gemeinsam zu fischen, zu essen und Geschichten auszutauschen.
Lage und Anreise zum Leominstead Lake
Geographische Lage
Der Leominstead Lake liegt im südenglischen New Forest in der Grafschaft Hampshire, unweit der Stadt Lyndhurst. Der New Forest ist ein Nationalpark von außergewöhnlicher landschaftlicher Schönheit und gehört zu den naturbelassensten Gebieten Südenglands.
Die Lage im New Forest ist für Angler ein echter Bonus. Wer von weiter her anreist, kann den Angelausflug mit einer ausgedehnten Erkundung des Nationalparks verbinden. Ponys, Hirsche und eine einzigartige Heidelandschaft machen den New Forest zu einem der beliebtesten Naturziele Englands.
Anreise aus Deutschland
Für deutsche Angler bieten sich mehrere Reiserouten an. Die schnellste Option führt über den Eurotunnel von Calais nach Folkestone, von dort über die Autobahn M25 und M3 Richtung Southampton. Die Fahrtzeit vom Tunnel bis zum Leominstead beträgt rund zwei Stunden.
Alternativ bieten Fähren von Calais oder Dünkirchen nach Dover eine entspanntere Überfahrt mit etwas längerer Fahrzeit. Von Southampton aus ist der Leominstead in etwa 20 Minuten erreichbar. Wer fliegen möchte, nutzt Southampton Airport, von dem der See ebenfalls in kurzer Zeit erreichbar ist.
Eine der Hauptattraktionen des Leominstead Lake ist der Fang solcher wilden Bachforellen, die natürlich zurückgesetzt werden
Fischbestand und Besatz
Täglicher Besatz mit Qualitätsfischen
Was den Leominstead von vielen anderen Forellengewässern unterscheidet, ist der konsequente tägliche Besatz. Regenbogenforellen und Bachforellen werden regelmäßig eingesetzt, um den See stets gut befischbar zu halten. Die Besatzfische kommen aus seriösen Forellenzuchten und werden in gesundem Zustand eingesetzt.
Der Gewichtsbereich der Besatzfische ist beeindruckend. Fische zwischen einem und acht Kilogramm werden regelmäßig eingesetzt, was dem Gewässer seinen Ruf als Revier für echte Kapitale begründet. Ein Acht-Kilogramm-Regenbogen ist auch für erfahrene Fliegenfischer ein absolutes Kampferlebnis.
Wildforellen als besondere Trophäe
Neben den Besatzfischen leben im Leominstead Lake wilde Bachforellen, die sich über Jahrzehnte natürlich entwickelt haben. Diese Fische sind misstrauischer und wählerischer als frisch eingesetzte Forellen. Sie gelten als echte Trophäen und werden in der Regel zurückgesetzt.
Wilde Bachforellen am Leominstead Lake zu fangen erfordert feines Gerät, sorgfältige Präsentation und ein gutes Gespür für die Bedingungen am jeweiligen Tag. Wer einen dieser Fische fangen und schonend zurücksetzen darf, erlebt einen der emotionalsten Momente, die die Angelei zu bieten hat.
Leominstead Lake See. Und wieder taucht eine schöne Forelle aus dem Flachwasser des Leominstead auf. Der See wird täglich besetzt und bietet im Sommer wie im Winter durchweg gute Angelmöglichkeiten
Durchschnittliche Fanggrößen
Aufzeichnungen und Berichte von Anglern am Leominstead zeigen folgende typische Fanggrößen, die Angler am See erwarten können. Regenbogenforellen der Besatzklasse wiegen im Durchschnitt zwischen 1,5 und 3 Kilogramm. Große Exemplare erreichen 5 bis 8 Kilogramm. Wilde Bachforellen kommen seltener an den Haken, sind aber besonders qualitativ hochwertige Fänge.
Angelmethoden am Leominstead Lake
Fliegenfischen als Hauptmethode
Der Leominstead ist klassischerweise ein Fliegenfischgewässer. Sowohl vom Ufer als auch vom Bootssteg aus wird überwiegend mit der Fliegenrute gefischt. Die Kombination aus Regenbogen- und Bachforellen macht verschiedene Techniken erfolgreich.
Für Einsteiger in das Fliegenfischen ist der Leominstead ein hervorragendes Gewässer. Die täglich eingesetzten Regenbogenforellen sind aktiv und nehmen verschiedene Muster gut an. Gleichzeitig bieten die wilden Bachforellen eine anspruchsvolle Herausforderung für fortgeschrittene Angler.
Welche Fliegen funktionieren am Leominstead?
Aufgrund des täglichen Besatzes und der variablen Bedingungen im New Forest empfiehlt sich eine breite Auswahl an Mustern. Folgende Fliegen haben sich am Leominstead bewährt.
Für Regenbogenforellen funktionieren helle, auffällige Muster wie Wooly Bugger oder Fritz-Fliegen in Chartreuse und Orange besonders gut, vor allem in den ersten Stunden nach dem Besatz. Für wilde Bachforellen sind dezente Nymphen und kleinere Trockenfliegen in naturnahen Farbtönen die bessere Wahl.
Im Frühjahr und Herbst, wenn Insekten schlüpfen, können klassische Trockenfliegen wie die Adams oder eine Pheasant Tail hervorragende Ergebnisse bringen. Im Sommer sind Dampfhoppers und größere Trockenfliegen bei warmem, ruhigem Wetter oft sehr effektiv.
Leominstead Lake See. Kescherhilfe auf dem Bootssteg. Ein nicht angelnder Gast kann pro Tageskarte mitgebracht werden, die Ruten darf man jedoch – verständlicherweise – nicht untereinander teilen
Ausrüstungsempfehlungen für den Leominstead
Eine Fliegenrute der Klasse 5 bis 7 in einer Länge von 2,70 bis 3,00 Metern ist für die meisten Situationen am Leominstead ideal. Bei der Jagd auf große Regenbogenforellen über 5 Kilogramm empfiehlt sich eine Klasse 7 oder sogar 8, um die Fische sicher zu beherrschen.
Schwimmende Schnüre sind für Trockenfliegenpräsentationen und Nymphenangeln die erste Wahl. Sinkende Schnüre der Typ II oder Typ III können sinnvoll sein, wenn die Fische tiefer stehen, was besonders im Hochsommer und im Winter der Fall ist.
Vorfächer in einer Länge von 2,70 bis 3,60 Metern mit Spitzenstärken von 0,16 bis 0,22 Millimeter passen für die meisten Situationen. Bei großen Regenbogenforellen über 4 Kilogramm sollte die Spitze nicht unter 0,20 Millimeter liegen, um unnötig lange Drills zu vermeiden.
Die beste Jahreszeit zum Angeln am Leominstead Lake
Ganzjährig geöffnet
Einer der größten Vorteile des Leominstead gegenüber vielen anderen englischen Forellengewässern ist die ganzjährige Öffnung. Dank des täglichen Besatzes und der relativen Milde des New-Forest-Klimas ist das Gewässer zu jeder Jahreszeit gut befischbar.
Frühling (März bis Mai)
Der Frühling gilt als eine der besten Zeiten am Leominstead. Die Wassertemperaturen steigen, Insekten beginnen zu schlüpfen und die Forellen werden aktiver. Besonders im April und Mai, wenn der Fliegenschlupf auf dem Höhepunkt ist, bietet der See hervorragende Bedingungen für das Trockenfliegen.
Typische Fangzeiten im Frühling erstrecken sich über den gesamten Tag, wobei Mittag und früher Nachmittag oft die produktivsten Stunden sind. Die Naturinsekten am und über dem Wasser verraten, welche Muster aktuell am besten funktionieren.
Sommer (Juni bis August)
Im Hochsommer kann das Angeln in den Mittagsstunden schwieriger werden, wenn die Wassertemperatur steigt und die Forellen träger werden. Die frühen Morgenstunden ab Sonnenaufgang und die Abendstunden bis zur Dämmerung sind dann die produktivsten Zeiten.
Terrestrische Insekten wie Heuschrecken, Käfer und Ameisen fallen in den Sommermonaten häufig ins Wasser und bilden eine wichtige Nahrungsquelle. Entsprechende Nachahmungen können in dieser Zeit sehr erfolgreich sein.
Herbst (September bis November)
Der Herbst bringt sinkende Wassertemperaturen und erhöhte Aktivität der Forellen, die sich für den Winter Reserven anfressen. Die kühleren Temperaturen machen das Angeln auch in den Mittagsstunden wieder attraktiver. Klassische Nassfliegen und Nymphen bringen in dieser Jahreszeit oft die besten Ergebnisse.
Die Laubfärbung im New Forest macht den Herbst zusätzlich zu einem besonders attraktiven Zeitpunkt für einen Besuch. Die Kombination aus exzellentem Angeln und spektakulärer Herbststimmung ist einzigartig.
Winter (Dezember bis Februar)
Der Winter ist am Leominstead die ruhigste Zeit, aber keineswegs unproduktiv. Da der See ganzjährig besetzt wird, sind immer frische, aktive Fische im Wasser. Tiefe sinkende Schnüre bringen die Fliege in die Tiefenzonen, in denen die Forellen bei kaltem Wetter bevorzugt stehen.
Milde Wintertage im New Forest, die im klimatisch begünstigten Südengland keine Seltenheit sind, können zu überraschend guten Fängen führen. Die meisten anderen englischen Forellengewässer sind im Winter geschlossen, was den Leominstead zu einer der wenigen Alternativen in der Region macht.
Leominstead Lake See. Peter Cockwill, der zur Prominenz an dieser Angelanlage zählt, liebt die Atmosphäre und die unterhaltsamen Geschichten, die fester Bestandteil der Saisoneröffnungsfeste am Leominstead sind
Angelregeln und Fanglimits am Leominstead Lake
Tageskartenregelung
Am Leominstead Lake ist eine Tageskarte erforderlich. Die Karte berechtigt zum Angeln für einen festgelegten Zeitraum und beinhaltet in der Regel ein definiertes Fanglimit. Genaue aktuelle Preise und Konditionen erfährst du direkt bei der Betreiberfamilie des Sees.
Ein nicht angelnder Begleiter kann pro Tageskarte mitgebracht werden. Das gemeinsame Teilen einer Angelrute unter mehreren Personen ist nicht erlaubt, was die faire Verteilung der Fangmöglichkeiten sicherstellt.
Zurücksetzen von Wildfischen
Wilde Bachforellen, die im Leominstead gefangen werden, sind grundsätzlich zurückzusetzen. Diese Regelung ist essenziell für den Erhalt des natürlichen Bestandes und wird von allen ernsthaften Anglern am See respektiert. Wer zum ersten Mal am Leominstead fischt, sollte diese Regel kennen und achten.
Beim schonenden Zurücksetzen gilt es, die Forelle nicht aus dem Wasser zu nehmen oder nur ganz kurz zu halten. Der Haken wird unter Wasser gelöst, und die Forelle erholt sich im ruhigen Flachwasser bis sie von selbst davonschwimmt.
Angelzeiten
Die regulären Angelzeiten am Leominstead beginnen üblicherweise um 9.30 Uhr morgens. Der genaue Tagesplan kann variieren, weswegen eine vorherige Buchung und Absprache mit dem Gewässerwart empfehlenswert ist.
Leominstead Lake See. Regenbogenforellen wie diese 5,8-kg-Schönheit werden von Alf und Neil Branscombe täglich eingesetzt
Infrastruktur und Aufenthalt am Leominstead Lake
Die Angelhütte am Seeufer
Direkt am Ufer des Leominstead Lake befindet sich eine komfortable Angelhütte, die von der Familie Branscombe bewirtschaftet wird. Hier erhalten Angler warme und kalte Speisen sowie Getränke. Die Hütte ist mehr als eine bloße Versorgungsstation, sie ist das gesellschaftliche Zentrum des Sees.
In der Angelhütte treffen sich Angler zum Austausch, zum Mittagessen und zum gemütlichen Abschluss eines langen Angeltages. Die besondere Atmosphäre des Sees lebt zu einem großen Teil von diesem sozialen Zentrum, das Leo Jarmal einst ins Leben gerufen hat und das bis heute gepflegt wird.
Bootssteg und Uferstruktur am Leominstead Lake
Ein solider Bootssteg bietet zusätzliche Angelplätze und ermöglicht es, auch tiefer liegende Bereiche des Leominstead Lake bequem zu erreichen. Die Uferstruktur des Leominstead Lake ist abwechslungsreich mit flachen Uferzonen, tieferen Bereichen und Strukturen, die Forellen als Einstandsplätze nutzen.
Die Kombination aus Ufer- und Stegangeln bietet für jeden Angler die passende Option, unabhängig davon, ob er lieber in Bewegung fischt oder eine gute Stelle ausdauernd bearbeitet.
Exemplar 64 cm im Leominstead Lake
Unterkunft in der Region
Für Angler, die mehrere Tage am Leominstead verbringen möchten, bietet die Region um den New Forest eine große Auswahl an Unterkünften. Lyndhurst als nächstgelegene Stadt hält ein breites Angebot an Bed and Breakfasts, Gasthäusern und Hotels bereit.
Wer das volle New-Forest-Erlebnis sucht, findet in der Region auch Campingplätze, die mitten im Nationalpark gelegen sind. Die Kombination aus morgendlichem Angeln am Leominstead und einem Abend beim Beobachten von Wildpferden im Nationalpark ist unvergesslich.
Trevor Housby und die Prominenz des Leominstead Lake
Trevor Housby als englische Angellegende
Trevor Housby war einer der bekanntesten englischen Angelautoren und Redakteure seiner Generation. Er bereiste Angelgewässer auf der ganzen Welt und schrieb darüber in führenden englischen Angelzeitschriften. Sein Besuch am Leominstead Lake und sein Bericht darüber trugen wesentlich dazu bei, den See international bekannt zu machen.
Housby beschrieb den Leominstead in seinen Berichten als eines der charmantesten Forellengewässer Englands und hob besonders die gesellschaftliche Atmosphäre und die hohe Qualität der Fische hervor. Sein Schreiben war lebendig und authentisch und spiegelte die echte Begeisterung eines erfahrenen Anglers wider.
Peter Cockwill und die Angelprominenz
Peter Cockwill ist ein weiterer namhafter englischer Fliegenfischer, der den Leominstead zu seinen bevorzugten Gewässern zählte. Als versierter Forellenspezialist und Autor war er ein regelmäßiger Gast bei den legendären Saisonfesten.
Cockwill schätzte nach eigenen Aussagen besonders die Atmosphäre des Sees und die unterhaltsamen Geschichten, die bei diesen Treffen unweigerlich erzählt wurden. Die Kombination aus ernsthaftem Angeln und geselliger Gemeinschaft war und ist das eigentliche Geheimnis des Leominstead.
Foto US Fish and Wildlife Service
Saisonfeste als lebendige Tradition
Die von Leo Jarmal begründeten Saisonfeste gehören zur DNA des Leominstead Lake. Beim Saisonauftakt, der trotz der ganzjährigen Öffnung weiterhin gefeiert wird, treffen sich Forellenprofis und Gelegenheitsangler, um gemeinsam zu fischen, hervorragend zu essen und Angelgeschichten auszutauschen.
Reh, Huhn, Chili con Carne und andere Köstlichkeiten stehen auf dem Menü, dazu Wein, Bier und Whisky. Abenteuerlust und Geselligkeit verbinden sich auf besondere Weise, wenn erfahrene Angler von Forellen in Kaschmir, Lachsen in Alaska und Meerforellen vor den Falklandinseln erzählen.
Diese Feste sind ein Spiegel der englischen Angelkultur in ihrer besten Form, in der das gemeinsame Naturerlebnis mindestens genauso wichtig ist wie die Zahl der gefangenen Fische.
Leominstead Lake im Vergleich mit anderen englischen Forellengewässern
Stärken des Leominstead im direkten Vergleich
Im Vergleich mit anderen bekannten englischen Forellengewässern zeichnet sich der Leominstead durch mehrere Alleinstellungsmerkmale aus. Die ganzjährige Öffnung mit täglichem Besatz macht ihn zu einer verlässlichen Adresse, wenn andere Gewässer geschlossen sind oder wenig Betrieb herrschen.
Die einzigartige Lage im New Forest unterscheidet den Leominstead von reinen Angelteichen im urbanen Umfeld. Wer hier fischt, ist gleichzeitig mitten in einem Nationalpark von europäischer Bedeutung. Das Naturerlebnis geht weit über das Angeln hinaus.
Die seit Jahrzehnten gepflegte Gemeinschaft rund um den See schafft eine Atmosphäre, die viele moderne Angelanlagen vermissen lassen. Am Leominstead geht es nicht nur um die Beute, sondern um das gemeinsame Erlebnis.
Typische Vergleichsgewässer in Südengland
Südengland beherbergt zahlreiche hochwertige Forellengewässer. Bekannte Namen wie Dever Springs in Hampshire, Chalk Spring in West Sussex oder die berühmten Chalk Streams der Grafschaften Hampshire und Wiltshire stehen für erstklassiges englisches Forellenangeln.
Der Leominstead ist kein Chalk Stream im klassischen Sinne, bietet aber durch seinen täglichen Besatz und die naturnahe Umgebung eine attraktive Alternative. Wer die gesellige Atmosphäre und die Zugänglichkeit für Angler aller Erfahrungsstufen schätzt, wird am Leominstead seine Erfüllung finden.
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Praktische Informationen für die Planung
Buchung und Kontakt
Eine Voranmeldung vor dem Besuch ist dringend empfohlen. Der Leominstead Lake ist ein kleines, persönlich geführtes Gewässer mit begrenzter Kapazität. Wer ohne Buchung erscheint, riskiert, keinen Platz zu bekommen, besonders an Wochenenden und Feiertagen.
Die Betreiber sind in der Regel gut erreichbar und beraten gerne zu aktuellen Bedingungen, Besatz und Tageskartenpreisen. Ein kurzes Telefonat vor der Reise lohnt sich immer.
Ausrüstung vor Ort
Wer ohne eigene Fliegenausrüstung anreist, sollte vorab klären, ob Leihausrüstung verfügbar ist. Grundlegende Ausrüstungsgegenstände wie Vorfächer und Fliegen sind häufig vor Ort erhältlich, aber eine vollständige Leihausstattung ist nicht an allen Gewässern selbstverständlich.
Für Angler aus Deutschland empfiehlt sich die Mitnahme der eigenen Ausrüstung. Hochwertige Fliegenruten und Rollen im Reisegepäck sind unproblematisch, solange die Transportvorschriften der genutzten Verkehrsmittel beachtet werden.
Angelschein und rechtliche Hinweise
In England ist für das Angeln in Binnengewässern eine nationale Angelgenehmigung der Environment Agency erforderlich, zusätzlich zur Tageskarte des jeweiligen Gewässers. Diese sogenannte Rod Licence ist einfach online erhältlich und für den gesamten Aufenthalt in England gültig.
Deutsche Angler müssen keinen deutschen Angelschein für das Angeln in England vorweisen. Die englischen Regeln und Vorschriften des jeweiligen Gewässers gelten in vollem Umfang. Wer sich gut vorbereitet und die Regeln kennt, kann bedenkenlos seine ersten englischen Forellen fangen.
Warum der Leominstead Lake auf jede englische Angelliste gehört
Ein Gewässer mit Seele
Der Leominstead Lake ist mehr als nur ein Forellenteich. Er ist ein lebendiges Stück englischer Angelgeschichte, geschaffen durch die Vision und Hingabe von Leo Jarmal und weitergeführt durch die Familie Branscombe. Die Tradition der Saisonfeste, die Gemeinschaft der Angler und die besondere Lage im New Forest machen dieses Gewässer einzigartig.
Wer einmal am Leominstead war, kommt wieder. Diese Erfahrung teilen viele der Stammgäste, die den See seit Jahrzehnten besuchen. Der See hat eine magnetische Wirkung auf jeden, der das Fliegenfischen liebt und gleichzeitig eine lebendige Angelkultur sucht.
Ideal für alle Erfahrungsstufen
Einsteiger profitieren vom reichhaltigen Besatz mit aktiven, bißfreudigen Regenbogenforellen, die auch für ungeübte Angler gut fangbar sind. Die Angelhütte und die soziale Atmosphäre am See helfen Neulingen, schnell Anschluss zu finden und wertvolle Tipps von erfahrenen Anglern zu erhalten.
Fortgeschrittene Angler finden in den wilden Bachforellen und den Kapitalen über 5 Kilogramm eine echte Herausforderung. Ein sorgfältig präsentiertes Fliegenmuster auf eine wählerische Wildforelle in einem natürlichen Umfeld ist eine Aufgabe, die auch den erfahrensten Fliegenfischer fordert.
Ein Ziel für die ganze Anglerreise
Der New Forest bietet neben dem Angeln am Leominstead zahlreiche weitere Attraktionen. Wandern durch Eichenwälder, Beobachten der freilaufenden New-Forest-Ponys, Besuch der historischen Stadt Salisbury mit dem berühmten Stonehenge in der Nähe oder Ausflüge an die nahe Küste des Solent machen einen mehrtägigen Aufenthalt zu einem vollständigen Erlebnis.
Wer mit der Familie reist, wird im New Forest auch außerhalb des Angelns eine Fülle von Aktivitäten finden. Der Nationalpark ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen faszinierend und macht die Reise zu mehr als nur einem Angeltrip.
Foto Tom KoernerUS Fish and Wildlife Service
Saisonkalender für den Leominstead Lake
Monatsweise Empfehlungen
Wer wissen möchte, welche Monate am Leominstead die besten Bedingungen bieten, findet hier eine kurze Übersicht basierend auf langjährigen Erfahrungen von Anglern am See.
Im Januar und Februar bietet der See ruhige Verhältnisse mit wenig Besuchern. Tiefe sinkende Schnüre bringen gute Fänge. Im März und April beginnt das Insektenleben aufzuwachen, und die ersten Trockenfliegen kommen zum Einsatz. Mai und Juni gelten als Hauptsaison mit optimalen Bedingungen für alle Angelmethoden. Juli und August erfordern frühe Morgenstunden und späte Abende für die besten Ergebnisse. Im September und Oktober befindet sich der See auf einem zweiten Höhepunkt mit aktiven Forellen und schöner Herbststimmung. November und Dezember bieten ruhiges Angeln mit zuverlässigem Besatz und wenig Konkurrenz um die besten Plätze.
Fazit und Empfehlung
Der Leominstead Lake im New Forest ist eine der charmantesten Angeladressen Südenglands und weit darüber hinaus. Die Kombination aus exzellentem Besatz, wilden Forellen, natürlicher Umgebung und einzigartiger Gemeinschaftsatmosphäre macht ihn zu einem Gewässer, das auf jeder englischen Angelliste stehen sollte.
Wer aus Deutschland eine Angelreise nach Südengland plant, sollte den Leominstead fest in das Programm einplanen. Ein oder zwei Angeltage am See, kombiniert mit einem mehrtägigen Aufenthalt im New Forest, ergeben eine unvergessliche Reise für jeden Fliegenfischer.
Die Tradition des Leominstead, die mit Leo Jarmal begann und von der Familie Branscombe fortgeführt wird, lebt in jedem Besuch weiter. Tight lines am Leominstead Lake!
Leominstead Lake Infografik









