Das Angeln mit der Stipprute

Das Angeln mit der Stipprute

Artikel von Angelstunde in Angelbasiswissen

Für viele Angler gibt es kaum etwas aufregenderes, als das Fischen mit der Stipprute, wie man damit fischt, erklärt der World-Champion von 1990, Bob Nudd

Die kurze Stipprute und die lange Kopfrute werden mit viel Erfolg in schnellfließenden Flüssen eingesetzt. Aber den Umgang mit ihnen lernt man besser an einem stehenden oder langsam fließenden Gewässer. Vermeiden Sie anfangs Angelstrecken mit klarem Wasser. Sie sind vielleicht noch nicht in der Lage, die Fische in die Nähe des Angelplatzes zu locken oder würden sie mit der langen Kopfrute verscheuchen. Auch bei Wind sind lange Kopfruten sehr schwierig zu benutzen. Suchen Sie sich ein ebenes Uferstück aus. Dann können Sie die Rute halten, ohne zu ermüden.

 

Stipprute


Der Rutenhalter

Der RutenhalterStipprute wird unterhalb des Deckels der Sitzkiepe angebracht.
Will der Angler beide Hände frei haben, wird die Stipprute in den
Rutenhalter geschoben und abgesetzt.

 

Fischen mit der kurzen Stipprute

Bevor man mit der sehr langen Kopfrute arbeitet, sollte man das Fischen mit der kleineren Teleskop-Stipprute lernen. Nehmen Sie eine Schnur von 0,9 kg Tragkraft, die so lang wie die kurze Stipprute ist, und montieren Sie die Schnur an der Spitze der Rute, dann Pose und Vorfach montieren. Die Angelschnur muß so lang sein, daß Sie den Haken gut greifen können, wenn Sie die kurze Stipprute hochhalten.

Für stehende Gewässer nimmt man eine Pose, die 0,75 g trägt und einen tropfenförmigen Körper hat. Dieser Körper bringt Stabilität in unruhigem Wasser. Für langsamfließende Gewässer benutzt man eine 0,75 g Pose mit umgedrehtem tropfenförmigen Körper. Er ermöglicht, die Pose beim Abtreiben etwas zurückzuhalten, ohne daß sie aus dem Wasser kommt.

Benutzen Sie Bleischrote der Größen 6, 8 und 10, die, immer kleiner werdend, von der Pose bis zum Haken verteilt werden. Die Pose wird so austariert, daß nur die Antenne aus dem Wasser schaut. Wenn die Fische den Köder im Absinken nehmen, werden die Schrote, wie in Montage A verteilt. Nehmen die Fische den Köder am Boden oder in der Nähe des Bodens, werden die Bleie wie in Montage B verteilt. Im Winter, wenn die Fische die Nahrung fast ausschließlich am Boden aufnehmen, benutzen Sie eine 0,7 g Olivette wie in Montage C. Die Olivette wird so montiert, daß das dicke Ende zum Haken zeigt. Das Bleischrot in Hakennähe sollte Größe 10 haben. Um eine Pose exakt mit einer Olivette auszutarieren, braucht man oft noch einige kleinere direkt unter der Olivette montierte Bleischrote dazu.

 

Vorsicht!

Benutzen Sie eine Kohlefaser- oder eine Kohlefaser-Glas-Rute nie in der Nähe vonelektrischen Hochspannungsleitungen. Auch wenn man die Leitungen nicht berührt: Ein elektrischer Bogen kann mehrere Meter überspringen und fatale Folgen haben. Auch in einem Gewitter sollte man die Rute sofort auf den Boden legen, oder man riskiert, vom Blitz getroffen zu werden. Jedes Jahr gibt es immer wieder schwere Unfälle.

 


Angeln mit der langen Stipprute

 

Stipprute

1 Nach einem Biß die Rute zur Seite und hochnehmen. Das Elastikband an der Spitze fängt die Flucht ab.

2 Die Kopfrute stillhalten bis der Fisch ermüdet und das Elastikband sich in die Rutenspitze zurückzieht. Dann die Rute in einer stetigen Bewegung waagerecht nach hinten schieben.

3 Wenn der Fisch ausgedrillt und in der Nähe des Keschers ist, werden die ersten Rutenteile von hinten abgetrennt.

4 Mit der Rutenspitze wird der Fisch dann über das Landungsnetz gezogen.

 

 

 

Stipprute

 

 

Fischen mit der langen Kopfrute

Bevor man mit der 8-m-Kopfrute arbeitet, sollte man den Umgang mit einer 6-m-Rute üben, also entsprechend viele untere Teile weglassen. Das Wasser sollte in einer Entfernung von 6 m zwischen 1 und 3 m tief sein.

Montage: Am Ende einer 4 m langen, 0,9 kg tragenden Schnur eine kleine Schlaufe binden und in den Plastikadapter an der Rutenspitze haken. Dann Pose und Vorfach montieren und die Tiefe in 6 m Entfernung ausloten. Die Leine so weit verkürzen, daß die Pose etwa 1 m unterhalb der Rutenspitze hängt.

Der Haken sollte bis zu einer Steckverbindung der Kopfrute hängen. Hier wird die Kopfrute getrennt. Den unteren Teil legen Sie ab.

Für stehende Gewässer benutzt man eine Pose von 1,25 g Tragkraft mit tropfenförmigem Körper und einer Drahtachse. Für langsam fließende Flüsse nimmt man eine 1,25 g Pose mit umgekehrt tropfenförmigem Körper. Da größere Fische gefangen werden sollen, die sich meist am Boden ernähren, montieren Sie eine Olivette so wie in Montage C und D. Mit Montage D kann man Bisse erkennen, wenn Fische den Köder schon im Sinken nehmen.

Wenn der Haken beködert ist, stecken Sie die Kopfrute wieder zusammen. Die Rute wird waagerecht nach vorn geschoben und die Montage ins Wasser gelassen. Man stützt das Handteil der Rute auf den Oberschenkel. Vermeiden Sie hektische Bewegungen. Sonst riskieren Sie, jeden Fisch zu verlieren.

 

 

Die Schnur an der kurzen Stipprute befestigen

Stipprute

Ein Stück Silikonschlauch über die Schnur ziehen. Den Silikonschlauch über die Spitze der Stipprute ziehen. Die Rutenspitze drehen, bis die Schnur spiralförmig bis zur Spitze gewunden ist. An der Spitze die Schnur mit einem zweiten Silikonstück fixieren.

 

 

StippruteDie kurze Stipprute hat eine flexible Spitze, die die Fluchten kleinerer Fische abfängt. Die kurze Stipprute ist ideal, wenn eine große Zahl von kleinen Fischen gefangen werden soll, denn bei dieser Rute kann man sehr schnell neu auswerfen, ohne sich um eine Angelrolle kümmern zu müssen.

 



MONTAGEN FÜR DIE KOPFRUTE: 4 BASIS-MODELLE

Stipprute

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