Lockfutter richtig mischen und einsetzen

Lockfutter richtig mischen und einsetzen

Artikel von Angelstunde in Angelbasiswissen

Grundfuttermischungen sind als Lockfutter sehr beliebt, sie bestehen vor allem aus Paniermehl, kombiniert mit den absonderlichsten Zutaten

Das eigentliche Geheimnis des Anfütterns liegt in der Zubereitung. Grundfutter in seiner einfachsten Form ist nichts anderes als getrocknetes und gemahlenes Brot. Jeder kennt es als Semmelbrösel oder Weizenpaniermehl. Dieses Lockfutter hat in Europa eine lange Tradition. Außer Semmelbröseln enthält es alle möglichen Zutaten: Erdnussmehl als Bindemittel; Duftstoffe, wie Vanille; selbst Abführmittel (um die Fische hungriger zu machen). Meist wird auf der Packung angegeben, für welche Fische und welches Gewässer das Grundfutter geeignet ist.

 

Lockfutter richtig mischen und einsetzen

 

Ein spezielles Lockfutter-Katapult ist sehr wichtig, wenn man auf lange Distanz in stehenden Gewässern, z.B. Brassen, anfüttern will.

 

Die Misch-Regeln

Ob man einfaches Weizenpaniermehl benutzt oder Lockfutter mit klingendem Namen – die Grundregeln,. wie es gemischt und dann gebraucht wird, sind die gleichen. Wer diese Regeln nicht beherrscht, wird auch mit Spezialzusätzen nicht mehr Fische als sonst fangen.

 

Wichtig ist die richtige Wahl des Behälters, in dem man das Grundfutter mischt. Viele Angler benutzen dazu einen Eimer. Das ist falsch, denn je tiefer und enger das Gefäß ist, desto schwieriger ist das Grundfutter zu mischen. Oben wird es meistens zu feucht, während es am Boden noch trocken ist. Auch beigemischte Maden sammeln sich schnell am Boden des Eimers.

 

Der ideale Mischbehälter ist breit und flach und erlaubt so ein gutes Mischen. Außerdem sollten Sie nie das ganze Grundfutter auf einmal an mischen, denn Grundfutter kann innerhalb eines Angeltages austrocknen. Am besten ist es, nur kleine Mengen an zumischen und es, wenn es aufgebraucht ist, wieder frisch anzusetzen. Geben Sie nie zu viele Maden dazu, denn sie neigen dazu, sich auf dem Boden des KöderbehältersLockfutter zu sammeln.

 

Verschiedene Mixturen

Das wichtigste beim Grundfutter sind nicht Farbe, Geschmack oder Beigaben – es ist die Konsistenz. Mit demselben Grundfutter kann man unterschiedlichste Anfuttermöglichkeiten schaffen, indem man es einfach am Gewässer in verschiedener Konsistenz an mischt. Ein Beispiel: Mit einer sehr trockenen Mischung, die nur unter leichtem Druck zu Bällen geformt wird und die gleich nach dem Auftreffen aufs Wasser zerplatzt, können Sie Fische im Mittel-Wasser von stehenden Gewässern im Sommer gut fangen. Anfutterbälle dieser Konsistenz bilden im Wasser eine Futterwolke.

 

Dieselbe – sehr trockene – Mischung ist auch ideal für den Swimfeeder (Futterkorb), der an beiden Enden offen ist. Dieses Trockenfutter schießt explosionsartig aus dem Feeder, wenn es einige Minuten im stehenden Gewässer gelegen hat; denn mit dem Absorbieren von zusätzlichem Wasser dehnt es sich aus.

 


Lockfutter sollte immer nur feucht, aber nicht richtig nass sein, damit es noch zusätzliche Maden oder Caster binden kann. So hält es beim Werfen zusammen, bricht aber im Wasser auseinander und sinkt als Wolke auf den Grund – ein idealer Köder für Brassen.

 

Grundfutter an mischen

 

Lockfutter 1. Geben Sie etwas Lockfutter in eine flache Schale, am besten eine mit runden Ecken. Dann fügen Sie nach und nach etwas Wasser hinzu. Die Mischung wird mit den Fingern kräftig durchgemischt – so lange, bis das ganze Wasser vom Futter gleichmäßig absorbiert ist.

 

 

 

 

 

 

Lockfutter

2. Mit der richtigen Wassermenge fühlt sich Lockfutter leicht und flockig an, und man kann aus ihm leicht Bälle formen, die sich dann mit den Fingern aber wieder gut in Krümel aufbrechen lassen. Klumpen darf es dabei nicht geben.

 

 

 

 

 

 

Lockfutter 3. Formen Sie apfelsinengroße Bälle für das Anfüttern in mittleren Distanzen, mandarinengroße für geringe Entfernungen. Je kräftiger man die Bälle zusammendrückt, desto weiter kann man werfen und desto tiefer sinken sie, bevor sie aufbrechen.

 

 

 

 

 

 

Lockfutter 4. Ist das Lockfutter richtig gemischt, kann man Caster (verpuppte Fliegenmaden), Maden, Mais oder anderes dazugeben – nicht zu viel, sonst brechen die Anfütterbälle im Flug auseinander. Auf dem Foto sind Caster für Brassen und Schleien im Lockfutter.

 

 

 

 

 

 

Grundfutter richtig werfen

Meist kann man die Angelstelle leicht mit einem Wurf erreichen. Man sollte sich nicht besonders anstrengen, das Grundfutter auch auf große Distanzen mit der Hand zu werfen. Lernen Sie lieber den Gebrauch eines Katapultes!

 

Die Grundfutterkugeln für ein Katapult sollten nie die Größe einer Mandarine überschreiten und vor dem Abschießen äußerlich mit Wasser befeuchtet werden, so dass sie eine feste Haut bekommen und nicht am Katapult festkleben.

 

Lockfutter Beim Fischen in kürzerer Entfernung können die Grundfutterbälle mit der Hand geworfen werden. Wichtig ist das optimale Mischungsverhältnis – sonst brechen die Bälle im Flug auseinander, das Futter zerstreut sich und kann sogar die Fische verscheuchen.

 

 

 

 

 

 

Tipp

Grundfutter kauft man am billigsten säckeweise. Einfaches Weizenpaniermehl wird in 25-kg-Säcken angeboten. Dem Paniermehl kann man Lockstoffe zusetzen. Das Mehl ist in Plastiksäcken verpackt. Es muss trocken in gut verschlossenen Säcken aufbewahrt werden.

Sie können Paniermehl selbst aus Brötchen, Brot oder Weißbrot herstellen. Das getrocknete Brot wird gerieben. Sehr erfolgreich ist Semmelmehl aus gerösteten Brötchen, weil es einen kräftigen Duft hat.

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