Legering, die Grundregeln beim Legerangeln

Legering, die Grundregeln beim Legerangeln

Artikel von Angelstunde in Angelbasiswissen

Wertvolle Tipps zu den Themen Legering, Legerangeln, Rigs, Haltung, Anfüttern, Anschlagen und die richtige Leger-Ausrüstung

Legering, ein guter Legerangler wird man nicht von heute auf morgen. Früher war die Legerangelei als Zufallsmethode verschrien, aber heute kann man damit überaus erfolgreich angeln – allerdings braucht man Zeit, Geduld und etwas Übung.

 

Legering



Legering Basismontage

Das einfache Leger- oder Feeder-Rig versetzt Angler immer wieder in Erstaunen. Es lässt sich auf viele Arten variieren, aber die hier gezeigte Anordnung ist für 99 Prozent aller Situationen genau richtig. Für diese Montage (Rig) benötigt man nur einen Schlaufenknoten mit vier Wicklungen – eine feine Sache, wenn man nicht gern Knoten bindet!

 

Wenn das Vorfach eine geringere Tragkraft als die Hauptschnur hat, dürfte es mit diesem Rig keinerlei Probleme geben. Der vierfach gewundene Schlaufenknoten wird auf der Seite Bodenbleifischen dargestellt.

 

Die Wirksamkeit dieses Rigs lässt sich leicht beweisen. Dazu montiert man es zu Hause zusammen und stellt seine Quivertip so zusammen, dass ein Biss zuverlässig angezeigt wird. Wenn man nun am Vorfach zieht, zeigt die Rute einen Superbiss an dabei bewegen sich weder Birnenblei noch Swimfeeder nennenswert.

 

LegeringLegering

Beim Legerangeln an schnellfließenden Gewässern sollt« man die Grundangel auf einem ausziehbaren RutenständerLegering ablegen. Dadurch verringert sich der Wasserdruck, der beim vollständigen Herausheben der Schnur aus dem Fluss die Empfindlichkeit der Quivertip stören würde. Dieser Fisch wurde mit einem offenen Swimfeeder gefangen.

 

 

 


Die richtige Haltung am Wasser

Die Grundregel beim Legerangeln: Machen Sie es sich so bequem wie möglich. An langsam fließenden Flüssen setzt man sich so hin, dass man stromab blickt. Auf diese Weise bildet die Schnur beim Fischen einen 90° Winkel mit der Rute – den Anschlag kann man so in direkter Linie von der Rute zum Fisch setzen.

 

Beim Angeln in dieser Haltung kann der Anschlag eher waagerecht als senkrecht ausgeführt werden, da es keinen sonderlich großen Schnurbogen aufzunehmen gilt – ein senkrecht ausgeführter Anschlag führt zu starkem zusätzlichen Schnurwiderstand.

 


 

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Montage

Wenn das Vorfach in einer geraden Linie aus dem Knoten austritt, wird dieser vom gehakten Fisch gestrafft. Knüpft man das Rig falsch, so dass das Vorfach weit vom Gewicht liegenbleibt, wird es von einem abziehenden Fisch strapaziert: Die Tragkraft des Rigs verringert sich.

 

 


Am Teich oder See

An stehenden Gewässern ist die richtige Sitzposition im Nu gefunden: Man setzt sich so, dass man Rückenwind hat und denkt sich den See oder Teich einfach als Fluss – dabei lässt man sich mehr vom Wind als von der Strömung leiten. Weht einem der Wind am Ufer entgegen, ist es ratsam, die Rutenspitze ganz dicht über der Wasseroberfläche zu halten, damit die Schnur nicht zu sehr vom Wind erfasst wird.

 

LegeringBeim Fischen mit Maden ist es sinnvoll, einen offenen Swimfeeder zu benutzen. So wird gleichzeitig Grundköder und Fangköder abgegeben. Die Maden werden zwischen den beiden Grundköderpfropfen (z. B. Paniermehl) eingelegt.

 

 

 

 


Anfüttern und Anschlag

Anfänger sollten mit einem geschlossenen oder offenen Swimfeeder beginnen. Der Swimfeeder (Futterkörbchen) ist die wohl größte anglerische Errungenschaft der letzten 25 Jahre. Er ermöglicht auch weniger geschickten Anglern, gute Fänge zu erzielen. Das Geheimnis seines Erfolgs: Der Angler füttert bei jedem Wurf ein wenig an und platziert den Fangköder gleichzeitig in unmittelbarer Nähe des Lockfutters.

 

Nach dem Auswerfen spannt man die Zitterspitze (Quivertip) etwas, so dass sie einen leichten Bogen beschreibt. Manchmal muss man schon beim geringsten Zittern der Quivertip anschlagen, manchmal aber auch bei einem leichten Zug – den richtigen Augenblick bekommt man mit der Zeit heraus. Bei Verwendung von Quivertips gibt es weniger abgebrochene Bisse; die Spitze richtet sich bei korrekter Einstellung stets wieder auf.

 

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Geschlossene Swimfeeder eignen sich gut im Winter, wenn der Fisch weniger hungrig ist. Obwohl der Fisch vielleicht nicht so erpicht auf Grundköder ist, kann ihn eine einzige verführerische Made trotzdem in Schwung bringen.

 

 

 

 


Hilfreich: das Target Board

Ein Target Board hilft, auch zaghaftere Bisse zu erkennen. Solche Bisse verpasst man nur allzu leicht vor einer spiegelnden Wasseroberfläche oder vor grünem Uferbewuchs, aber mit einem Target Board erkennt man sie deutlich.

 

Das Target Board ist normalerweise ein quadratisches Brettehen mit einer Seitenlänge von 22 cm, das diagonal von einem weißen Streifen durchzogen ist. Es wird an einem Bankstick befestigt und 20 cm vor der Rutenspitze angebracht. Sie können ein Target Board leicht selbst basteln.

 

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Einfache Legermontage

Sie brauchen nur einen Knoten, und zwar den vierfach gewundenen Schlaufenknoten, um dieses einfache Leger-Rig zu bauen. Ein Swimfeeder ist auch dabei.

 

 


Wirbel oder nicht?

Manche Profis verzichten auf Wirbel. Ihrer Ansicht nach sind Wirbel überflüssig, erzeugen zusätzlichen Widerstand und erfordern noch mehr Knoten. Viele Angler benutzen sie trotzdem gern, da sie ein schnelles und recht einfaches Wechseln der Rigs ermöglichen.

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