Flugangelausrüstung für das Flugangeln im Urlaub

Flugangelausrüstung für das Flugangeln im Urlaub

Artikel von Angelstunde in Angelbasiswissen

Eine Flugangelausrüstung, die speziell für den Urlaub oder den Kurzausflug zusammengestellt wird, ist eine praktische Sache

Eine Flugangelausrüstung, die speziell für den Urlaub, das verlängerte Wochenende oder den Kurzausflug während der Geschäftsreise zusammengestellt wird, ist eine praktische und sinnvolle Sache. Gerade beim Fliegenfischen ist es einfach, mit leichtem Gepäck zu reisen. Für einen erfolgreichen Angel Tag benötigt man kein sperriges Angelgerät. Für eine sechsteilige Rute findet man im Auto wie im Flugzeug bequem Platz.

 

Flugangelausrüstung



Unentbehrliche Gegenstände

Die wichtigsten Bestandteile jeder Flugangelausrüstung sind Rute, Rolle, Schnur, Vorfächer und Fliegen, und das gilt erst recht für die Urlaubsausrüstung.

 

Die Rute: Am meisten Schwierigkeiten bereitet das Verpacken des längsten Ausrüstungsteils, der Rute. Sie sollte kompakt und leicht zu tragen sein – also eine Ausführung speziell für Reisende, denn jeder Zentimeter Stauraum zählt. Daher scheiden die meisten zwei- und dreiteiligen Fliegenruten von vornherein aus. Manche Firmen bieten Teleskopfliegenruten oder sechsfach geteilte Fliegenruten an, die für die meisten Angelsituationen ideal sind.

 

Normalerweise lässt sich eine 2,7 m lange Fliegenrute auf eine Länge von 50 bis 55 cm zerlegen, so dass sie schön kompakt ist und bequem in einem Koffer oder sogar in einer Reisetasche verstaut werden kann.

 

So gibt es keine verbogenen Schnurlaufringe, keine Brüche und keine Bedenken mehr wegen der unsanften Behandlung des Gepäcks bei der Flugabfertigung.

 

Die Rolle: Bei der Wahl der richtigen Rolle stehen Platzprobleme natürlich nicht so sehr im Vordergrund. Hier sollte man jedoch bedenken, dass eine breite Rolle mit einer Kapazität von 45 bis 70 m Rückschnur (Backing) und weiteren 27 m Fliegenschnur sehr vielseitig eingesetzt werden kann.

 

Hakt man im offenen Wasser einen großen Fisch, so hat man genügend Schnurreserven, falls der Fisch sich zu einer besonders weiten Flucht entschließt. Fischt man an kleineren Flüssen oder Bächen, genügt eine Rolle mit nur 23 m Backing.

 

Die richtige Wahl der Flugangelausrüstung hängt letztendlich vom Angelwasser, von der gewünschten Beute und von den fischereilichen Bestimmungen des jeweiligen Wassers ab.

 


Für unterwegs

Flugangelausrüstung

  1. Sechsteilige Fliegenrute: Sie ist kompakt, paßt gut in die meisten Gepäckstücke und hat eine ebenso gute Aktion wie eine zweiteilige Rute.
  2. Rolle und Schnur: reichlich Rückschnur und doppelt verjüngte, schwimmende Fliegenschnur mitnehmen.
  3. Rollenetui: schützt die Rolle vor Beschädigungen.
  4. Verjüngte Vorfächer
  5. Geflochtenes Vorlach: mit sinkender Spitze – dient der Flexibilität.
  6. Behälter: mit 50-100 Fliegen und Streamern, damit man auf jede Angelsituation vorbereitet ist.
  7. Sonnenbrille
  8. Unterfangkescher: unentbehrlich, wenn man Fische behalten möchte.
  9. Fischtöter (Priest)
  10. Forellentasche: kann einen Großteil der Ausrüstung aufnehmen.

 

Multi-Fliegenrolle

Erwägenswert ist auch die Anschaffung einer Multi-FliegenrolleFlugangelausrüstung– also einer Rolle, deren Spule sich bei jeder Kurbelumdrehung ungefähr zweimal dreht. So spart man beim Einholen der Schnur an Talsperren und Flüssen Zeit.

 

Schnur: Für viele Arten des Flugangelns ist eine doppelt verjüngte, schwimmende Schnur der AFTMA-Klasse 5 bis 8 genau richtig. Mit einigen geflochtenen, verjüngten und sinkenden Vorfächern, die auch leicht bebleit sein können, kann man die Präsentation der Fliege variieren.

 

Flugangelausrüstung Bachforellen

Eine herrliche Strecke von Bachforellen. Schnell die Fliege gewechselt, damit die Jagd bei den Orkney-Inseln weitergehen kann!

 

 

 

 

 



Nymphen, Streamer, Nass- und Trockenfliegen

Fliegen: Eine große Auswahl an Nymphen, Streamern, Nass- und Trockenfliegen ist unentbehrlich. Man sollte sie (besonders die Trockenfliegen) nicht in flachen Behältern aufbewahren, da sich sonst die Flügel und Hecheln verbiegen können. Tiefere Behälter sind besser geeignet, weil die Flügel und Hecheln in ihnen reichlich Platz haben.

 

Es bringt nichts, wenn man erst eine Menge Zeit mit der Suche nach der richtigen Fliege vergeudet. Erfahrene Angler erkundigen sich vorab nach den fängigsten Fliegenmustern und sparen so viel Zeit.

 

Flugangelausrüstung

Dunkel gezeichnete Bachforelle

Eine ungewöhnlich dunkel gezeichnete Bachforelle liegt im Kescher. Wer in verschiedenen Teilen eines Landes angelt, sieht die ganze farbliche Vielfalt der verschiedenen Forellenarten im Wandel der Jahreszeiten.

 

Weiteres Zubehör

Zu den praktischen, aber verzichtbaren Ausrüstungsgegenständen gehören ein faltbarer Handkescher, ein Fischtöter und eine Forellentasche. Da an manchen Gewässern das Zurücksetzen der gefangenen Fische vorgeschrieben ist, erübrigen sich diese Dinge oftmals.

 

Eine Forellentasche kann jedoch problemlos als Reise- oder Handgepäck mitgenommen werden. In eine solch geräumige Tasche kann man auch den Fliegenbehälter, die Vorfächer und noch einiges mehr packen – nur die Rolle sollte man in das reguläre Gepäck tun, da auf vielen Flughäfen das Mitführen von Metallgegenständen im Handgepäck zu Sonderkontrollen führt.

 

Wichtig ist, sich vor der Abfahrt über die Fischereibestimmungen am Zielort zu informieren. Dazu gehört: das Besorgen der richtigen Angelerlaubnis, Erkundigungen über eine mögliche Zurücksetzungspflicht und das Einholen der Erlaubnis des Landbesitzers zum Betreten des Geländes. Wer das nicht tut, riskiert einen Gewässerverweis und schlimmstenfalls ein nicht eingeplantes Bußgeld, das die Urlaubskasse empfindlich treffen kann.