Elastikzug in die Angelrute einbauen, Alain Urruty erklärt

Elastikzug in die Angelrute einbauen, Alain Urruty erklärt

Artikel von Angelstunde in Angelbasiswissen

Angler Alain Urruty erklärt, wie man einen Elastikzug in die Angelrute einbauen kann vom Einbau der Teflonhülse bis zur Befestigung eines Stonfo-Connectors

Elastikzug in die Angelrute einbauen. Mit der langen Kopf Rute, die in der Spitze einen Elastikzug hat, kann man auch an dünnen Schnüren große Fische fangen. Diese Technik kommt – wie sollte es anders sein – aus England. Einige deutsche Angelgerätefirmen haben inzwischen Elastikzüge ins Programm aufgenommen.

 

Elastikzug in die Angelrute einbauen, Alain Urruty erklärt



Elastikzug in die Angelrute einbauen

Elastikbänder sind in verschiedenen Stärken erhältlich, von Nr. 1, der leichtesten Ausführung, bis Nr. 8, der schwersten.

 

Zur Verringerung des Reibungswiderstandes muss man eine Teflon Hülse in die hohle Spitze des oberen Rutenteils einpassen. Für leichte Elastikzüge (Nr.1-4) nimmt man die kleinste erhältliche Teflon Hülse. Schwerere Elastikzüge erfordern eine größere Hülse. Dazu schneidet man mit einer feingezahnten Bügelsäge vorsichtig die Rutenspitze zentimeterweise zurück, bis die Hülse genau hineinpasst.

 

Elastikzug in die Angelrute einbauen, Alain Urruty erklärt

Jedes mal wenn ein guter Fisch gehakt ist und das Elastikband aus der Rutenspitze schießt, kann man froh sein, dass man sich die Mühe gemacht hat, es korrekt einzupassen. Lässt einen das Gummiband im Stich, ist man selbst schuld!

 

Elastikzug in die Angelrute einbauen. Zapfen einpassen

Als nächstes schneidet man einen kegelförmigen Plastikzapfen so zurecht, dass er in das Unterteil des Rutenabschnitts hineinpasst. Falls die Rute aus Einsteck- oder Teleskopabschnitten besteht, muss er mit dem Ende des Abschnitts bündig abschließen. Besteht die Rute aus übergestülpten Abschnitten, schneidet man den Zapfen etwas kleiner zu, damit er einige Zentimeter tief im Rutenabschnitt zum Sitzen kommt. Die Zapfen sind mit Plastiklaschen ausgestattet, damit man sie später wieder herausziehen kann.

 

Nun schiebt man das spitze Ende eines Drahteinfädlers durch die Hülse, bis er am unteren Teil des Abschnitts oder der Abschnitte herauskommt. Dann bindet man das Elastikband an der Schlaufe am anderen Ende des Drahts fest und zieht es durch. Jetzt schneidet man das Gummiband vom Drahteinfädler ab und knüpft es mit einem Überhandschlaufenknoten am Zapfen fest. Dann wickelt man einen Spanner oberhalb des Zapfens am Gummiband fest – vorerst genügen einige wenige Windungen des Elastikbands.

 

An der Spitze befestigt man einen Stonfo-Connector, der aus einer Plastikhülle und einem Plastikhaken besteht. Dann fädelt man das Gummiband durch die Hülle und knüpft es anschließend mit einem doppelten Altweiberknoten an dem Loch am Ende des Hakens fest.

 

Die Knotenenden stutzt man so, dass etwas Elastikband beim Zusammenstecken des Connectors stehenbleibt.

 

 

Elastikzug in die Angelrute einbauen, Alain Urruty erklärt

Das benötigt man alles, um die Arbeit richtig zu machen. Von oben rechts im Uhrzeigersinn: Rutengummiband; Drahteinfädler, Plastikspanner; kegelförmiger Plastikzapfen; Stonfo-Connector aus Plastik. Nicht abgebildet ist eine Teflon Hülse zur Vermeidung von Reibung, die ebenfalls benötigt wird.

 

Nicht zu kurz

Wer nur das Minimum an Gummiband einfädelt, spart am falschen Ende: Meist erweist sich das Band als zu kurz. Ein langer Elastikzug ist leichter zu bearbeiten und kann nachträglich immer noch gekürzt werden.

 

Das Gummiband an den Zapfen knüpfen

Elastikzug in die Angelrute einbauen, Alain Urruty erklärt

1. Zunächst das Loch am spitzen Ende des kegelförmigen Plastikzapfens auf raue oder scharfe Kanten untersuchen, die das Gummiband beschädigen könnten – mit Nagelfeile glätten. Dann das Gummiband durch das Loch fädeln, einige Zentimeter hindurchziehen und doppelt nehmen.

 

2. Mit dem doppelten Gummiband großen Überhandschlaufenknoten ohne Verdrehung binden.

 

3. Knoten mit Spucke gut anfeuchten, bevor man ihn langsam 2-3 cm vom Zapfen entfernt festzieht. Beim Stutzen der Knotenenden Bänder etwas überstehen lassen, damit man den Knoten später noch einmal festziehen kann.

 

Die vier Stufen beim Einbau des Gummibands in die Rute

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1. Zum Einführen des Gummibands in die Rute ist ein Drahteinfädler unerlässlich. Man schiebt das spitze Ende durch die Hülse und fädelt es so durch, dass es am anderen Ende herauskommt.

 

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2. Das Ende des Gummibands an der Schlaufe am Drahtende festbinden und durchziehen. Manche Einfädler haben eine kleine Verdrehung in der Schlaufe zum Festbinden ohne Knoten.

 

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3. Nach dem Festbinden des Zapfens das Gummiband um einen Plastikspanner wickeln. Anfangs nicht zu viele Windungen aufwickeln, damit man später genügend Gummi in Reserve hat.

 

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4. An der Spitze das Gummiband durch die Hülle eines Stonfo-Connectors fädeln, mit doppeltem Altweiberknoten an der Hakenhälfte festknüpfen und beide Teile fest aneinanderdrücken.

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