Bohnen und Erbsen als Angelköder für Karpfen und Schleien

Bohnen und Erbsen als Angelköder für Karpfen und Schleien

Artikel von Angelstunde in Angelköder

Bohnen und Erbsen als Angelköder sind erheblich besser als ihr Ruf, hier erfahren Sie, wie man diesen Köder richtig einsetzt

Jedes Jahr werden beachtliche Karpfen- und Schleien Fänge mit Bohnen und Erbsen als Angelköder gemacht. Hülsenfrüchte (alle Bohnen- und Erbsenarten) sind hervorragende Köder auf Karpfen und können auch für andere Fischarten wie etwa Schleien erfolgreich eingesetzt werden. Auch wenn sie nur in recht kleinen Mengen in ein Wasser eingebracht werden, führen sie dennoch häufig sofort zum Erfolg.

 

Bohnen und Erbsen als Angelköder



Eine Handvoll Stangenbohnen ist für jeden Karpfen eine Versuchung. Auf dem Grund liegend sind die farbigen Bohnen gut sichtbar und können in kurzer Zeit Karpfen anlocken.

 

Bohnen und Erbsen als Angelköder

Einen Teil ihrer Fängigkeit verdanken diese Köder wahrscheinlich ihrer Ähnlichkeit mit der natürlichen Nahrung des Karpfens. Als Gratishappen eingeworfene Erbsen und Bohnen liegen wie die Süßwasserschnecken in kleinen Gruppen und Häufchen am Grund und haben eine vergleichbare Größe. Ein Karpfen kann da vermutlich nicht unterscheiden.

 

Die Zubereitung dieses Köders ist sehr wichtig – unter keinen Umständen darf man Hülsenfrüchte als Fangköder oder zum Anfüttern verwenden, wenn sie noch im trockenen Zustand sind. Noch nicht eingeweichte und ungekochte Bohnen und Erbsen ziehen Wasser und quellen im Magen des Fisches auf. Im günstigsten Fall ist dies für den Fisch nur unangenehm, es kann aber auch fatal enden.

 

Alle Hülsenfrüchte müssen zunächst in kaltem Wasser drei bis vier Stunden lang quellen, bevor man sie kocht. Man kocht sie drei bis vier Minuten lang bei großer Flamme auf und lässt sie fünf bis zehn Minuten auf kleiner Flamme weiterköcheln.

 

Nicht zu lange kochen

Manche Bohnensorten sind selbst für größere Tiere und auch für den Menschen ungenießbar, wenn man sie nicht richtig zubereitet: So muss man Kidney-Bohnen über Nacht quellen lassen und sie dann gut kochen, damit sie bekömmlich sind. Dennoch sollte man zu starkes und zu langes Kochen vermeiden, da hierdurch Nährstoffe herausgelöst und die Hülsenfrüchte für den Fisch weniger attraktiv werden. Auch sind die Hülsenfrüchte sonst als Hakenköder zu weich.

 


Bohnen und Erbsen als Angelköder

Bohnen und Erbsen als Angelköder

Gartenbohnen können einer der besten Karpfenköder sein. Das Geheimnis besteht darin, die Fische nicht zu überfüttern, da Hülsenfrüchte sehr sättigend sind. Am besten lässt man nur eine kleine Handvoll der Bohnen auf dem Grund liegen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Nach jedem Fang gibt man noch einmal die gleiche Menge ins Wasser.

 

 

 

Wie bei jedem neuen Köder kann das Anfüttern die Fängigkeit von Hülsenfrüchten erhöhen. Sehr gründliches Anfüttern, wie man es mit Boilies an einem neuen Angelwasser macht, ist allerdings nicht notwendig. Trotzdem benötigt man unter Umständen mehr Köder, wenn das Wasser mit anderen Fischarten gut besetzt ist. Für die meisten Gewässer gilt, dass ein leichtes Anfüttern genügt, um den Fisch an jede beliebige Hülsenfrucht zu gewöhnen.

 

Einen Versuch wert sind Feuerbohnen, weiße Bohnen sowie Mung-, Soja-, und Gartenbohnen (sie sind im Gartenfachhandel erhältlich). Die größeren Sorten wie Feuerbohnen sind zum Anfüttern oder als Hakenköder weniger fängig. Die Karpfen verlieren relativ schnell das Interesse an diesen Ködern, da sie offensichtlich zu groß sind.

 

Von allen fängigen Sorten bringen Kichererbsen die besten Fangerfolge. Ausprobieren sollte man auch Ahornerbsen, Gungaerbsen und braune Erbsen. Die kleineren Hülsenfrüchte, wie beispielsweise Ahornerbsen, sind bei anderen Fischarten erfolgreich, nicht aber bei Karpfen und Schleien.

 

Bohnen und Erbsen als Angelköder

Bohne am Haken

Dort, wo ein Haar-Rig überflüssig ist, schiebt man die Bohne als Köder über das Hakenöhr, das ihr zusätzlichen Halt gibt, und achtet darauf, dass die Bohne die Hakenspitze nicht blockiert.

 

 

 

 

 



Wo man die Bohnen bekommt

Viele Angelgeschäfte verkaufen Bohnen und Erbsen, insbesondere diejenigen, die sich auf Karpfenausrüstungen spezialisiert haben. Man kann sie auch in größeren Mengen von Händlern erstehen, die in Angelzeitschriften inserieren. Gute Einkaufsquellen sind auch Öko- und, Delikateßläden, spanische und italienische Lebensmittelhändler, die oft eine riesige Auswahl an Hülsenfrüchten haben, und auch Samen- und Saatguthandlungen.

 

Der Vorteil der Hülsenfrüchte als Köder, insbesondere auf Karpfen, besteht darin, dass die Fische sie sehr schnell annehmen. An stark befischten Gewässern, an denen überwiegend Boilies und andere große Köder verwendet werden, sind sie eine hervorragende Alternative. Der einzige Nachteil besteht darin, da es oft schwierig ist, mit ihnen über eine große Distanz anzufüttern, selbst mit einem Katapult.

 

Nur Kichererbsen sind so hart, dass man sie große Entfernungen katapultieren kann. Wer auf der Suche ist nach einem neuen Köder auf Karpfen und andere Arten und nicht gleich riesige Mengen zum Anfüttern verwenden möchte, sollte es mit Hülsenfrüchten probieren. Sie sind eine preiswerte Alternative!

 

Rigs für scheue Karpfen und Schleien

Bohnen und Erbsen als Angelköder

1. Das Standardrig für das Karpfenfischen mit Boilies kann man auch erfolgreich für Hülsenfrüchte einsetzen. Man zieht die Bohne mit einer Nadel auf oder bindet sie einfach an. Bei Mehrfach ködern befestigt man zwei Haare an verschiedenen Hakenstellen.

 

2. Da Hülsenfrüchte leicht sind, lassen gefangene Fische oft den Köder wieder los, weil sie das zusätzliche Gewicht des HakensBohnen und Erbsen als Angelköder bemerken. Deshalb klebt man ein Stückchen Styropor am Hakenschenkel fest, um das Gewicht auszugleichen. Ein Stückchen Kork am Hakenöhr erfüllt den gleichen Zweck.

 

 

Mit Aroma

Verlieren die Fische Interesse am Köder, gibt man beim Quellvorgang etwas Aroma hinzu und beim Kochen einen Esslöffel Zucker. Ahornsirup, Paprika, Ochsenschwanzsuppe und Currysauce funktionieren gut, ebenso Karpfenflavourings aus dem Fachhandel.

 

Bohnen und Erbsen als AngelköderIm Frühsommer, wenn die meisten Schleien hungrig sind, kann man mit Bohnen große Exemplare fangen. Diese drei Vierpfünder wurden mit Kichererbsen auf Grund gefangen.