Angler Martin Menges in Dänemark an der dänischen Brede Au

Angler Martin Menges in Dänemark an der dänischen Brede Au

Artikel von Angelstunde in Meister-Angler

Im eisigen Januar-Sturm fischte Angler Martin Menges an der süddänischen Brede Au auf Meerforellen, und zwar nach der dänischen Methode mit der Wasserkugel

Es ist bitterkalt. Ein Südweststurm fegt mit Stärke 9 quer über den hartgefrorenen Boden. Der Regen nervt. Gestern war noch ein herrlicher Sonnentag, heute ist der Winter da. Die Temperatur liegt knapp über dem Gefrierpunkt. Angler Martin Menges kann seinen Traum vergessen, mit einer speziell für ihn gebauten Fliegenrute die Meerforellensaison zu eröffnen. „Das Wetter geht mir auf den Wecker“, sagt er. Bei der Vorbereitung seiner Angelgeräte hat Martin schon nach wenigen Minuten blassblaue, eiskalte Finger. Zum Fischen trägt er Neopren-Handschuhe.

 

Die Chance, im Winter Meerforellen in Dänemark zu fangen, lockt viele nach Saisoneröffnung am 16. Januar in den Norden. Angler Martin Menges hat an zwei Wochentagen Urlaub genommen, weil am Wochenende der Befischungsdruck groß sein kann; besonders jetzt – zwei Tage nach Saisoneröffnung.

 

Die Brede Au liegt knapp 30 Autominuten hinter der Grenze. Der kleine Fluß führt in die Nordsee und ist zum Teil begradigt. Beangelt werden jene Meerforellen. die in manchen Gegenden auch „Grönländer“ heißen. Angler Martin Menges wird es später genau erklären.

 

An der renaturierten Strecke bei Logumkloster wird Angler Martin Menges zu fischen beginnen. Hier läuft der Fluss in Windungen neben Wiesen, Wäldern und kleinen Anhöhen.

 

Der Wald und die Anhöhen haben einen unschätzbaren Vorteil: Der Sturm kann nicht mit orkanartiger Gewalt zupacken. Ein paar Kilometer weiter westlich ist das Land platt wie eine Flunder und der Sturm gefährlich.

 

Angler Martin Menges



Angler Martin Menges

Martin Menges (Jahrgang 1960) wurde in Hamburg-Finkenwerder geboren. Der Diplom-Kaufmann ist ein bekannt guter Spinnfischer. Er hat 1989 das Twisterfischen auf Zander an der Alten Südereibe erfunden. Martin angelt seit seinem 6. Lebensjahr, die Begeisterung für den Sport hat er von seinem Großvater. Heute ist er auf das Flugangeln spezialisiert. Sein schwerster Fang bislang: ein 18 pfündiger Karpfen.

 

1. Tag, 9:15 Uhr Wind und Kälte

Die Wasserführung der Brede Au ist leicht erhöht. Es ist einfach, auf dem gefrorenen Boden neben dem Fluß zu wandern. Martin Menges montiert sein Gerät. Er fischt mit einer PosenruteAngler Martin Menges von Barkley, Wurfgewicht 15-45 g, und einer SS-1600-Rolle der Marke Daiwa, bespult mit einer 22er Schnur. Einen Meter unterhalb der verschiebbaren roten Wasserkugel wird ein Dreieckswirbel angeknotet.

 

An der Springer-Pose ist ein 15 cm langes 22er Vorfach mit einem 4er Aberdeen-Haken. Unten am Wirbel ist wieder ein 15 cm langes Stück 22er Schnur an geknotet. Auf dieser Schnur sind acht SSG-Schrote mit einem Gesamtgewicht von 15 g. Auf den Haken werden drei oder vier Tauwürmer so gehakt, daß die Schwänze der Würmer etwa 8 cm über den Haken hängen.

 

„Diese Montage ist den Dänen abgeguckt“, sagt Angler Martin Menges. Er wirft mit einem sanften Unterhandschwung ein und läßt die Montage etwa 15-20 m vor ihm abtreiben. Die Strömung ist heftig und zieht die dicke Wasserkugel voran. Der Wurm soll etwas langsamer als die Strömung abtreiben. „Das ist ganz wichtig!“

 

So einfach die Montage aussieht, so sicher arbeitet sie: Die Kette der Bleischrote schleift praktisch wie ein Treibanker über den Boden und verzögert so die Fahrt. Die Kette hat einen Vorteil: Sie verhakt sich kaum. Wenn sie einmal hängenbleibt, genügt fast immer ein kleiner Ruck, um sie freizubekommen.

 

Zweiter Vorteil: Der Wurm, der an einem paternosterähnlichen Arm hängt, treibt voraus – und wird so den Forellen mundgerecht serviert. Im Idealfall kann der Angler mit der abtreibenden Montage neben dem Fluß praktisch spazieren gehen.

 

Angler Martin Menges

Die „dänische“ Methode

Dies ist die „dänische“ Methode zum Fang von Meerforellen. Auf der Hauptschnur (22er) befindet sich eine verschiebbare Wasserkugel mit Innenschnurführung. Ovale Wasserkugeln eignen sich besser als die alten „Buldos“. Am Ende der Schnur ist ein Dreieckswirbel angeknotet. Das Hakenvorfach ist 15 cm lang, ebenso das Schnurstück für die Bleikette. Die Kette wird aus SSG-Schroten gebildet. Die Menge der Bleischrote hängt von der Wassertiefe und der Strömungsgeschwindigkeit ab. Wichtig ist, daß die Bleischrote beim Abtreiben über den Gewässergrund schleifen und daß die Montage langsamer als die Hauptströmung abtreibt. Der Haken wird mit 3-4 Tauwürmern so beködert, daß die Schwänze der Würmer etwa 8 cm frei hängen.

 

 


1. Tag, 10:05 Uhr Tiefe ausloten

Voraussetzung ist es, die Tiefe genau auszuloten. Dabei kommt es auf jeden Zentimeter an. Viermal ändert Angler Martin Menges inden ersten zehn Minuten die Tiefe. Den Biß einer Meerforelle kann man leicht von einem Hänger unterscheiden: Die Wasserkugel zuckt mehrfach unter Wasser und wird meist zur Seite gezogen.“ Man muss mit dem Anhieb warten, denn die Tauwürmer bilden einen dicken Happen. Bei einem Hänger wird die Wasserkugel stetig und sanft unter Wasser gezogen.

 

Das Thema zu Angelbeginn ist natürlich die Frage: In welchem Teil des Flusses sind die Meerforellen ?Gestern hat Angler Martin Menges von Deutschland aus in Dänemark angerufen. Die Auskunft: Einige Fische sind ober- und unterhalb des Ortes Bredebro gefangen worden; auch dort, wo er jetzt fischt.

 

Angler Martin Menges  zieht die Handschuhe aus, kneift noch drei weitere SSG-Schrote an, denn das Wasser ist zu schnell. Die Montage treibt endlich richtig ab. Vor ihm liegt ein gerades Flußstück. Die Strömung ist so stark, daß sich große Wasserwirbel an den Ufern bilden. Martin läßt die Wasserkugel an den Wirbeln vorbei in der Mitte  des Flusses treiben.

 

Angler Martin MengesMeerforellenfischen im Winter,

an der dänischen Brede Au. Der Fluß ist über die Ufer getreten, das Wasser reicht bis zu den Zäunen.

 

 

 

 

 

 



1. Tag, 10:54 Uhr Erster Erfolg

Eine knappe dreiviertel Stunde ist er jetzt unterwegs. „Biss!“ ruft Martin. Mitten im Fluß zuckt die Pose bilderbuchmäßig, dann wird sie zur Seite gezogen. Es dauert, bis Angler Martin Menges anhaut – 15 Sekunden mögen es sein. Die Meerforelle hängt und tobt. Sie schießt hin und her, kann aber problemlos gekeschert werden.

 

Martin strahlt, er platzt fast vor Freude. „So schnell eine Meerforelle!“ Der blanke silberne Fisch ist 51 cm lang, hat den Haken im Oberkiefer. Er wird mit einem Kehlstich versorgt, kommt in den kleinen Rucksack. Ich hatte schon befürchtet, daß wir bei diesem wechselhaften Mistwetter zwei Tage gar nichts fangen werden, wenn ich daran denke, daß wir gestern strahlenden Sonnenschein hatten und heute Nacht Schneesturm.

 

Angler Martin Menges

Meerforelle

Eine blanke dänische Meerforelle von 51 cm Länge. Diese Fische werden auch „Grönländer“ genannt; das ist allerdings keine biologische Bezeichnung. „Grönländer“ steigen im Winter in die dänischen Auen auf, weil dort das Wasser weniger salzhaltig ist.

 



1. Tag, 11: 10 Uhr Windbeutel

Drei frische Tauwürmer werden angeködert, und weiter geht es. Die Tauwürmer hat Martin je dreimal durchstochen. Der eisige Sturm bläht Martins Poncho wie einen Windbeutel. Andere deutsche Angler, die mittlerweile oberhalb fischen, tragen warme Neoprenwathosen, Thermoanzüge und teilweise auch Gesichtsmasken gegen den häßlichen Sturm.

 

Der Wind hat Martins Poncho zerrissen. Mit dem Poncho im Rucksack fischt er weiter; die mit Silikon-Spray imprägnierte Windjacke wird den Regen knapp eine Stunde abhalten.

 

1. Tag, 12:10 Uhr Trübe Aussicht

Eine künstliche Staustrecke mit einer schönen Rausche wird langsam abgefischt. Gegenüber ist ein Feld mit vertrockneten Sonnenblumen. Die Dänen haben sich mit der Renaturierung viel Mühe gegeben: Findlinggroße Steine stauen den Wasserlauf; flußab schießt das Wasser aus der Rausche. Martin gefällt diese Landschaft und das Gewässer.

 

„Im letzten Jahr habe ich hier beim ersten Wurf mit der Fliegenrute eine 48 Zentimeter lange Meerforelle gefangen; eine von fünf Stück in zwei Tagen … „, schwärmt Martin.

 

Jetzt wird Pause gemacht. Martin sagt: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Spinnfischer in dem sehr stark getrübten Wasser erfolgreich sein kann. Und mit der Fliegenrute ist es auch praktisch unmöglich. Man muß schon mindestens eine schnellsinkende Leine der Klasse 8 nehmen, um überhaupt eine Chance zu haben, daß eine Fliege die richtige Tiefe erreicht. Wenn das Wasser noch steigt, wird es ganz unmöglich sein, mit der Fliege zu fischen, außer man zieht einen schweren Blei-Schußkopf auf, einen, den die Lachsfischer nehmen.“

 

Nach dem Mittagessen fischt Martin an einem bei den Dänen sehr beliebten Stück in der Nähe des Ortes Logumkloster. Der Fluß ist hier nicht renaturiert, es ist eher ein Kanal, noch schneller, wenig romantisch.

 

1. Tag, 14:05 In Logumkloster

Ein Däne kommt mit Wasserkugel und Wurm, gibt aber nach 20 erfolglosen Minuten auf. Der Däne hat nur zwei Kurven sehr langsam und gründlich abgefischt. „Das sieht man hier häufig: Die Dänen probieren nur ein bißchen und ziehen bei Mißerfolg schnell ab“, sagt Martin. Er angelt aber mit ungetrübter Konzentration weiter. Er hat eine größere, rotweiße Wasserkugel montiert; die Bleikette ist noch länger.

 

1. Tag, 14:55 Uhr Ein Biss!

Gegenüber einem kurzen Waldstück tuckert die Wasserkugel plötzlich. Mehrfach wird sie unter Wasser gedippt. Martin kurbelt ein. Von den Tauwürmern fehlen die Schwänze. „Bachforellen“, sagt er. „Der Bestand an Bachforellen ist nicht groß. Aber man kann um diese Jahreszeit recht gute Exemplare bis zu 50 Zentimeter Länge fangen.“

 

Bis 16.30 Uhr wird Martin drei kleine Bachforellen zwischen 20 und 25 cm Länge gefangen haben. Dann ist die erste Wurmdose leer, und es wird dunkel. Das Fischen ist damit für heute beendet.

 

Spinner, Fliege oder Wurm

Meerforellen kann man auf sehr verschiedene Arten fangen. Neben der beschriebenen Wurm-Methode kann der Fliegenfischer mit Nymphen (Gammarus-Imitation), Streamer, Nass- und Lachsfliegen fischen.

An der Spinnrute fängt man Meerforellen mit Wobblern („Jack Rapid“), Blinkern („Toby“) und Spinnern („Mepps“). Aber auch mit der sogenannten „Spinnfliege“ fischt man an der Spinnrute. Die Spinnfliege (etwa eine „Peter Ross“) wird an einem etwa 1 m langen Vorfach am Tiroler Hölzl ausgeworfen.

Meerforellen werden auch mit anderen Naturködern wie etwa Nordseekrabben gefangen. Diese Methode wenden Angler vor allem auf den Britischen Inseln an.


Angler Martin Menges

Angler Martin Menges zeigt stolz seine blanke Meerforelle

Der 51 cm lange Fisch wurde gleich nach Angelbeginn gefangen. An der Rute baumelt die rote Wasserkugel

 

 

 

 

 

 



2. Tag, 10:10 Uhr Hochwasser

Am nächsten Morgen hat sich das Wetter komplett gewandelt. Mit 6 Grad ist es bei bedecktem Himmel fast frühlingshaft. Denn es regnet nicht, und es ist fast windstill.

 

Am Fluss ist die Lage anders. Der nächtliche Regen hat den Wasserstand der Brede Au um mindestens 50 cm steigen lassen. Der Fluß ist weit über seine Ufer getreten. Martin lacht. Er zeigt auf eine Wasserstandsmarke, die völlig überspült ist. An der Legumkloster-Strecke fischen schon sieben Deutsche in dichter Folge, fünf davon mit der Fliege. „Völlig aussichtslos, die Fliege“, sagt Martin. „Im Fluß ist jetzt auch viel Schmutz, Äste, und anderes Zeug durch den Regen.“ Er will wieder an der renaturierten Strecke mit der Wasserkugel fischen.

 


2. Tag, 10:20 Uhr Im Morast

Der gefrorene Boden hat sich am zweiten Tag in tiefen Matsch verwandelt. Die Ponys und Pferde haben die Weide neben der Brede Au zu Brei getreten. Der Fluß ist so weit über die Ufer getreten, daß das Wasser bis zu den elektrischen Weidezäunen reicht.

 

Martin stellt die Wasserkugel heute 2 m tief ein. Seine Laune hat sich verschlechtert: „Es ist nicht mehr möglich, mit der Bleikette die Wasserkugel langsamer als die Hauptströmung treiben zu lassen.“

 

2. Tag, 11:00 Uhr Dickste Kugel

Martin montiert deshalb die größte Wasserkugel, die er dabei hat, und statt der Kette mit SGS-Schroten ein 25-g-Birnenblei. Das Fischen an diesem renaturierten Stück wird bald beendet. Es ist mit Watstiefeln nicht möglich, durch die überfluteten Wiesengräben zu kommen. Zuviel Wasser hat der Regen gebracht. Martin sieht sich noch einmal die Landkarte an. Er wird 20 km stromab probieren, ob man dort besser fischen kann. Wieder ändert sich das Wetter völlig: Unterhalb von Bredebro reißt der
Himmel auf. Zehn Minuten später zeigt er das schönste Blau.

 

Angler Martin Menges fischt in Höhe des Ortes Mjolden. Die Landschaft hat Nordseecharakter, der Fluß ist drei Meter tief. Nach 15 Minuten bricht Martin den Versuch ab. „Ich habe kein Gefühl mehr dafür, wo die Fische stehen.“ Das kennt wohl jeder Angler: Wenn das gute Gefühl nicht mehr da ist, dann wird’s auch nichts.

 

Martin will trotzdem zum Schluß an den Oberlauf der Brede Au. Er hofft, daß das Wasser oben flacher ist. Martin erklärt, warum es so wichtig ist, an der Brede Au den richtigen Angelplatz zu suchen:

 

Angler Martin Menges

Strecke bei Logumkloster

Martin Menges fischt an der Strecke bei Logumkloster. Er geht mit der Wasserkugel im Fluß am Ufer „spazieren“.

 

 

 

 

 

 



2. Tag, 11:45 Uhr Nordseeluft

Die Meerforellen, die manche (Grönländer) nennen, gehen, wenn es kalt wird, in die Auen, weil sie im kalten Wasser das Salz nicht mögen. Daher halten sie sich auch in Süßwasser-Auen auf. Man kennt das ja von der dänischen Insel Langeland; da gehen sie von der Seeseite aus in den Lillebelt rein, weil da weniger Salz ist; oder sie gehen sogar in die Flüsse auf Fünen. Die Dänen fangen die meisten Forellen auf Langeland, wenn die Forellen wieder aus den schwachsalzigen Zonen rausziehen, zum Beispiel, wenn sie unter der Lillebeltbrücke in die Flachwasserzonen an die Westseite von Langeland ziehen. Das sind die Zonen, die sich am ehesten erwärmen. Unsere Odyssee hat uns jetzt an eine Stelle oberhalb von Legumkloster geführt. Der Himmel hat sich völlig zugezogen, es wird kälter und beginnt zu regnen. Doch nach einem Marsch an den Fluß stellt Martin fest, daß jegliches Fischen unmöglich geworden ist. Das Wasser ist zu schnell.

 

Es geht noch weiter flußauf, und Martin fischt. Es ist jetzt der schwierigste Teil der zweitägigen Angelei, denn am Oberlauf ist es zum Teil chaotisch: Der Fluß ist als solcher nicht mehr zu erkennen; es gibt so viel Wasser, daß die Wiesen hundert Meter weit überschwemmt sind. Martin: “ Irgendwo darin muß der Fluß sein.“

 

Und es stinkt. Ein mieser, kloakiger Geruch hängt in der Luft. Martin, der ein Stück ausgesucht hat, das nur an einer Seite überschwemmt ist, hat immer wieder merkwürdiges an der Angelschnur: Glibberiges, durchscheinendes Zeug, das Übles verspricht.

 

„Da werden bei der Überschwemmung einige Sickergruben ihren Inhalt hergegeben haben. Oder eine Kläranlage wurde überschwemmt“, vermutet Martin. Trotzdem wird gefischt. „Wenn ich schon zwei Urlaubstage dafür hergegeben habe … „, sagt Angler Martin Menges .

 

Angler Martin Menges

Angler Martin Menges wechselt die Wasserkugel

Wegen der starken Strömung wählt er eine große in den Farben Rot und Weiß.

 

 

 

 

 

 



2. Tag, 14:10 Uhr Letzter Fisch

Angler Martin Menges angelt unterhalb einer Rausche. Die Wasserkugel zittert, er fängt eine knapp 20 cm lange Bachforelle. selbstverständlich wird diese Bachforelle, wie alle anderen der untermaßigen Forellen, so schonend wie mögl ich zurückgesetzt. Martin packt ein. Das war ’s.

 

Auf dem Weg zum Auto erzählt Angler Martin Menges vom letzten Jahr, als er einem Dänen diese Angelmethode abgeguckt hat. „Wir haben genau hier mit der Fliege und der Spinnrute gefischt. Da kam der Däne, und der hatte tatsächlich alle 400 Meter eine Meerforelle an der Angel!“

 

Angler Martin Menges

Die Montage

Wasserkugel, Bleischrot und die Tauwürmer kann man in dänischen Angelgeschäften auch im Winter kaufen. Die hier abgebildete Wasserkugel mit der Innenschnurführung ist das beste Modell.

 

 

 



Was Angler Martin Menges nicht sagt: Natürlich ist er stolz, an diesen bei den Fischtagen als einziger unter den elf Deutschen, die hier gefischt haben, wenigstens einen schönen Fisch gefangen zu haben. Die Leistung ist unter den widrigen Wetter- und Wasserbedingungen auch wesentlich höher zu bewerten.

 

Angler Martin Menges

Angler Martin Menges  hat Erfolg:

Die Meerforelle hängt und tobt. Schließlich kann Martin sie problemlos keschern.

 

 

 

 

 

 



2. Tag, 14:40 Uhr Rückblick

Ist er von Dänemark enttäuscht? „Nein“, sagt Angler Martin Menges . „Mit solch wechselhaftem Wetter muss man hier immer rechnen. Es ist nur schade, dass der Fluss so weit über die Ufer getreten war. Wichtig ist: Die Situation für den Meerforellenangler hat sich hier sehr vorteilhaft entwickelt.

 

Angler Martin Menges

Schaum und Dreck führt das Hochwasser der Brede Au mit sich. Der Gestank und die mit geschwemmten Abfälle können der Begeisterung für das Angeln in einem solchen Augenblick einen heftigen Dämpfer versetzen.

 

 

 

 

 

 



Die Besatz-Maßnahmen haben einen guten Fischbestand aufgebaut. Auf diesem Gebiet haben die Dänen in den letzten lahren eine erstaunliche Entwicklung zustande gebracht.“ In ein paar Wochen schon wird Angler Martin Menges wieder in Dänemark auf Meerforellen fischen. Dann geht es mit der Fliegenrute nach Alsen, der Insel im Kleinen Belt.

 

Angler Martin Menges

Die Brede Au ist über hundert Meter weit über die Ufer getreten. Der Fluß ist bei normaler Wasserführung nur etwa acht Meter breit.

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