Angeln mit Swimfeeder, eine erfolgreiche Grundangelmethode

Angeln mit Swimfeeder, eine erfolgreiche Grundangelmethode

Artikel von Angelstunde in Angelbasiswissen

Wenn die Fische absolut nicht den Weg zum Haken finden wollen, kann das Angeln mit Swimfeeder – ein Futterkörbchen – helfen

Das Angeln mit Swimfeeder hat sich endgültig auch in Mitteleuropa durchgesetzt. Es gilt heute als die erfolgreichste Grundangelmethode. Wer gleichmäßig gut fangen möchte, muss an seinem Angelplatz unbedingt anfüttern.

 

Angeln mit Swimfeeder, eine erfolgreiche Grundangelmethode



Angeln mit Swimfeeder

Viele Anfänger machen den Fehler, bei Tagesanbruch lediglich ein einziges Mal anzufüttern. Mit einem Swimfeeder jedoch kann man an der Angelstelle konstant anfüttern und die Fische direkt zum Hakenköder locken.

 

Angeln mit Swimfeeder, eine erfolgreiche Grundangelmethode

Diese Barbe wurde an einem Swimfeeder-Rig gefangen. Beim Grundangeln ist die Zitterspitze (Quivertip) einer der beliebtesten Biss Anzeiger.

 

Arten von Swimfeedern

Ein Swimfeeder ist nichts anderes als ein Plastikröhrchen mit Löchern, manchmal auch ein Drahtgeflecht oder ein Plastikrähmchen. Es kann offen oder an beiden Enden geschlossen sein und gibt das Futter ganz allmählich ans Wasser ab (z. B. Grundköder oder Maden). Der Name Swimfeeder kommt aus dem Englischen von swim (Angelplatz) und to feed (füttern). Offene Swimfeeder verwendet man, um Grundköder (gewöhnlich eine auf Semmelmehl -, basierende Mischung) und einzelne Hakenköder in der Umgebung des Hakens auszubringen. Beim offenen Swimfeeder werden dabei einige Hakenköder zwischen zwei Semmelmehlstopfen eingelegt. Wenn der Swimfeeder am Grund angelangt ist, löst sich das Semmelmehl auf, und die Maden werden freigegeben.

 

Angeln mit Swimfeeder, eine erfolgreiche GrundangelmethodeEin geschlossener Swimfeeder in Aktion. Die Maden verlassen den Swimfeeder und verteilen sich im Angelbereich.

 

 

 

 

 

 

 


Geschlossener Swimfeeder

Ein geschlossener Swimfeeder enthält loses Futter (z. B. Maden oder Caster), das durch Löcher in der Wand des Swimfeeders austreten kann. Benutzt man als Hakenköder beispielsweise Maden, werden einige aus dem Swimfeeder herausgekrochene und sich um den Haken verteilende Exemplare den Appetit der Fische anregen und diese früher oder später den Hakenköder aufnehmen.

 

Beim Legerangeln (Fischen mit auf Grund liegendem Köder) in langsam fließenden oder stehenden Gewässern kann ein Swimfeeder von unschätzbarem Wert sein. Er wird recht nahe am Haken an der Hauptschnur befestigt. Liegt die Montage auf dem Grund, verteilt sich das Futter um den Haken, wo es liegenbleibt und den Fischen den Weg zum Hakenköder weist.

 

Nicht nur in stehenden Gewässern können Swimfeeder von Nutzen sein. Gegen eine schnelle Strömung eingeworfen oder beim Fischen in großer Tiefe verteilt sich lose eingeworfenes Grundfutter weit stromab – und damit weg vom Haken -, bevor es überhaupt den Grund erreicht. Der Swimfeeder enthält auch ein Gewicht, welches die Montage am Grund in Position hält. Der Haken und das sich verteilende Grundfutter bleiben auf diese Weise also eher beieinander.

 

Angeln mit Swimfeeder, eine erfolgreiche GrundangelmethodeHier wird Mais als Köder verwendet: Der Swimfeeder enthält Grundköderstopfen aus gefärbten und natürlichen Maiskörnern.

 

 

 

 

 

 


Präzises Auswerfen

Es ist sehr wichtig, dass man jedes mal an dieselbe Stelle wirft. Durch präzises Werfen bleiben Futter und Hakenköder stets im selben Bereich. Dazu visiert man bei jedem Wurf ein Merkmal am anderen Ufer an, z. B. einen Baum. Das Auswerfen wird durch Swimfeeder erleichtert, da die Gewichte, welche die meisten enthalten, für große Wurfweiten sorgen.

 

Angeln mit Swimfeeder, eine erfolgreiche GrundangelmethodeHier wird Mais zwischen zwei Schichten aus gewöhnlichem Grundköder eingelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 


Neue Konstruktionen

Mit den älteren Swimfeedern war das Werfen eine mühsame Angelegenheit. Moderne Konstruktionen dagegen haben oft abgerundete Enden – mit ihnen ist das Werfen einfacher, und außerdem treten sie etwas sanfter ins Wasser ein als die älteren Typen – die Fische werden nicht so schnell verscheucht.

 

Im Winter scheinen viele Fischarten weniger Hunger zu haben. Geschlossene, mit wenigen Maden gefüllte Swimfeeder regen die Fische zum Fressen an – nur darf man sie nicht überfüttern. Offene Swimfeeder benutzt man für Fischarten wie Brassen und Barben, die besser auf Grundköder ansprechen.

 

Angeln mit Swimfeeder, eine erfolgreiche GrundangelmethodeEine Schleie, die auf gefärbte Maiskörner ging. Wenn der Swimfeeder den Grund erreicht, gibt man der Kurbel eine halbe Umdrehung, so dass eine Spur gelegt wird, die zum Haken führt.

 

 

 

 

 

 


Feeder-Rigs

Wenn die Fische in Fließgewässern zögerlich sind und der Anschlag schwer zu setzen ist: einen Swimfeeder mit durchlaufender Schnur und ein Schlaufen-Rig verwenden.