Angeln mit Steak am Haken, ein unschlagbarer Köder

Angeln mit Steak am Haken, ein unschlagbarer Köder

Artikel von Angelstunde in Angelköder

Matchangler Roy Toulson erklärt die ,richtige Zubereitung von Steakfleisch – ein sicherer Döbelköder zum Angeln mit Steak am Haken

Angeln mit Steak am Haken. Döbel sind gierige Fische. Es gibt nur wenige essbare Substanzen, die noch nicht irgendwann einmal für ihren Fang verwendet worden wären. Ob nun Küchenschaben oder Ochsen Mark – jeder Köder hatte schon seine Anhängerschaft.

 

Angeln mit Steak am Haken, ein unschlagbarer Köder



Angeln mit Steak am Haken

Heutzutage werden Döbel meist mit eher gewöhnlichen Ködern gefangen. Maden, Caster, Brot, Käse und Frühstücksfleisch – alle diese Köder haben schon zahlreiche Döbel zum Anbiss verführt. Doch es gibt hoch einen weiteren, ausgezeichneten Köder für Döbel (und kleine Brassen), der erst Mitte der 80er Jahre weite Verbreitung fand – Steakfleisch.

 

Wer noch keine Bekanntschaft mit diesem Köder gemacht hat, ist zunächst vielleicht etwas irritiert. Dabei ist es ganz natürlich, dass Fische, die mit bestem Appetit Frühstücksfleisch annehmen, auch bessere Fleischsorten nicht verschmähen.

 

Im Gegensatz zu Frühstücksfleisch ist Steakfleisch nicht in erster Linie ein Köder für Specimen-Hunter. Erstmals am Trent verwendet, wo es sich vor allem im Winter bestens bewährte, hat es sich mittlerweile beim Matchangeln durchgesetzt.

 

Ja, selbst in Gegenden, wo auch mit herkömmlichen Ködern kaum Döbel zu fangen sind, werden mit Fleischködern Fische gefangen. Der Siegeszug des Fleisches ging sogar so weit, dass seine Verwendung bei einigen Wettkämpfen verboten wurde.

 

Angeln mit Steak am Haken, ein unschlagbarer Köder

Die Rohzutaten für ein erfolgreiches Döbel Angeln. Die Mischung aus Hackfleisch und Semmelmehl sollte gut zusammenhalten, wenn man sie zu kleinen Bällchen formt. Billiges Hackfleisch hat einen hohen Fettanteil, wodurch es im Wasser Auftrieb bekommt. Daher kann es auch leicht abgetrieben werden, weg vom eigenen Angelbereich und hin zum Nachbarn. 

 

Steak statt Maden

Abgesehen davon, dass sich mit Fleisch Fische fangen lassen, die der ständigen Maden überdrüssig geworden sind, bietet dieser Köder noch einen Vorteil: Er ist nicht teuer. Für ein fünfstündiges Angeln benötigt man etwa zwei Pfund Hackfleisch und etwas Steak. Das ist viel billiger als die sechs Liter Maden, die normalerweise  in britischen Gewässern zum Einsatz kommen.

 

 

Das Fleisch bewahrt man im Kühlschrank auf und nimmt es wie gekauft mit ans Wasser. Dort verwendet man das Hackfleisch zum Anfüttern und das Steakfleisch als Hakenköder.

 

Angeln mit Steak am Haken, ein unschlagbarer Köder

Taubeneigroße Bällchen aus Hackfleisch und Semmelmehl sind genau richtig. Wie bei jedem Grundfutter muss man auch hiervon mehr verfüttern, wenn die Fische hungrig sind.

 

Die Zubereitung

Das Hackfleisch gibt man in eine Rührschüssel und fügt Wasser hinzu. Dabei wird der Hackfleischklumpen mit der Hand zerkleinert. In den feuchten, weichen Fleischteig träufelt man unter ständigem Rühren etwas Semmelmehl oder Grundfutter. Manche Angler geben auch Caster dazu, was die Fische eventuell schneller zum Fressen bewegt.

 

Hat man genug Wasser dazugegeben, reichen zwei Handvoll Grundköder, um aus dem nassen Teig Grundfutter zu machen. Die fertige Mischung sollte sich mit einer Hand leicht in taubeneigroße Bällchen formen lassen.

 

Das Steakfleisch für den Hakenköder muss mit einer Schere in entsprechend kleine Stücke geschnitten werden. Stückchen von der Größe eines Casters sind für kleine Haken bestens geeignet. Wer lieber große Haken benutzt, kann Stücke von der Größe eines Daumennagels zum Fang größerer Exemplare verwenden.

 

Angeln mit Steak am Haken, ein unschlagbarer Köder

Man muss aufpassen, weil das Steakfleisch im Wasser leicht aufquillt und dann die Hakenspitze verdecken kann. Schneiden Sie das Fleisch erst kurz vor Gebrauch in kleine Stücke.

 

Ausgewaschen

Den Hakenköder sollte man alle paar Würfe wechseln, da Steakfleisch schnell ausgewaschen wird und dann kaum noch wirkt. Kleine Stückchen trocknen rasch aus. Deshalb nicht den ganzen Köder auf einmal zerschneiden.

 

Angeln mit Steak am Haken, ein unschlagbarer Köder

Solche Döbel Fänge sind nicht selten, wenn man an einer guten Stelle mit Steakfleisch angelt. Auch kleine Brassen mögen diesen saftigen Köder.

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