Angeln mit Hanf

Angeln mit Hanf

Artikel von Angelstunde in Angelköder

Hanf ist billig und einfach vorzubereiten. Mit diesem hervorragenden Köder kann man nicht nur Rotaugen fangen. Auch kapitale Karpfen, Schleien, Barben, Döbel und Hasel nehmen ihn gern.

Früher haben sich die Experten über das Angeln mit Hanf gestritten. Es gab Zeiten, da war in manchen Angelvereinen der Hanf verboten. Es wurde behauptet, er mache die Fische süchtig oder würde im Wasser Wurzeln schlagen und dort wachsen! Heute gibt es nur noch ganz wenige Plätze (z.B. in Großbritannien), wo das Fischen mit Hanf verboten ist.

 

Angeln mit Hanf


Am billigsten ist es, den Hanf in Großpackungen im Zoogeschäft zu kaufen. Diese Saat kann man sehr lange aufbewahren, wenn sie richtig gelagert wird. Das geschieht am besten in einem trockenen, dunklen Raum – in dem es keine Mäuse gibt.

 

Die Vorbereitung

Hanf kann man gut auf Vorrat kochen. Dazu gibt man vier Teile kaltes Wasser und einen Teil Hanf in einen Topf. Wenn das Wasser kocht, wird die Hitze heruntergedreht, so daß es nur noch leicht köchelt. Nach etwa einer halben Stunde platzen die Körner, und das weiße Innere quillt etwas heraus.

Dann wird  er vom Feuer genommen und das Wasser in eine Flasche gegossen. Mit diesem Kochwasser, das sehr ölig ist und stark duftet, kann man sehr gut sein Anfüttermaterial präparieren.

Jetzt wird der Hanf in einem Sieb unter fließendem kalten Wasser schnell abgekühlt, damit er nicht mehr weitergaren kann. Wenn er zu lange kocht, werden die Samen zu weich, um am HakenAngeln mit Hanf zu bleiben. Den gekochen Hanf kann man gut eine Woche im Kühlschrank in einem geschlossenen Gefäß aufbewahren. Gekocht läßt er sich auch sehr gut einfrieren. In der Tiefkühltruhe sollte der Hanf schon portioniert sein. Es lassen sich golfballgroße Kugeln einfrieren, mit denen man exzellent anfüttern kann.

 

 So wird Hanfsaat gekocht

Angeln mit Hanf


Hanf muss immer mit Wasser bedeckt sein, sonst trocknet er aus. Öffnen Sie ein Fenster beim Kochen, sonst riecht die ganze Wohnung danach.

Beim Kochen öffnen sich die Samen. Aus den meisten Körnern wächst dann eine kleine weiße „Nase“. Mit zwei Fingern gedrückt, muß das Innere noch etwas fest sein.

 


Das Angeln mit Hanf

Gekochter Hanf ist ohne weitere Vorbereitung fertig zum Fischen. Er muß dann allerdings in einem Eimer mit viel Wasser aufbewahrt werden, damit er nicht austrocknet und schwimmt. Zum Angeln braucht man sinkenden Hanf.

Rotaugen; Der Hanf ist für die Angelei mit dem Floß im Sommer und im Herbst einer der besten Köder. Damit kann man selbst an den heißesten Tagen Rotaugen fangen, wenn alle anderen Köder versagen. Im Winter fängt man mit Hanf weniger Rotaugen, obwohl es sich auch dann lohnt, damit anzufüttern. Nehmen Sie einen dünndrähtigen 16er oder 18er Haken. Dücken Sie das Korn leicht zwischen Daumen und Zeigefinger. Dann können Sie den Haken durch den Spalt drücken. Die Hakenspitze sollte herausschauen. Um Fehlbisse zu verhindern, sollte man keine Bleischrotkugeln an der Schnur verwenden, sondern die langgezogenen ‚Styl‘-Bleie.

Mit einem Pfund gekochten Hanf kann man gut einen Tag lang auf Rotaugen fischen. Mit jedem Wurf werden etwa ein Dutzend lose Körner eingeworfen. Sie müssen etwa ein bis zwei Stunden auf den ersten Biß warten. Wenn die Rotaugen den Köder angenommen haben, gibt es bei jedem Wurf einen Biß. Oft steigen die Fische an die Wasseroberfläche, um lose eingeworfenen Körner sofort zu nehmen. Um die schnellen Rotaugenbisse anzuhauen, ignorieren Sie die ersten vorsichtigen Zupfer. Warten Sie auf einen richtigen Biß.

Große Rotaugen fangen Sie am besten mit Wickensaat. Wickensaat bekommen Sie ebenfalls im Zoogeschäft. Die großen braunen Körner quellen beim Kochen, aber sie spalten sich nicht. Zum Fischen wird Wickensamen für 24 Stunden im Wasser eingeweicht, bevor der Samen so wie Hanf gekocht wird. Wicken werden mit einem 16er Haken durch die Samenhaut angeködert.

Hasel und Döbel werden beim Angeln mit Hanf selten gefangen, aber Hanf ist ein ausgezeichneter Köder zum Anfüttern, speziell im Sommer und im Herbst.

Barben, Schleien und Karpfen lieben Hanf. Ein großer Hanf teppich am Boden des Flusses oder des Sees zieht die Fische oft magisch an. Wenn die Fische einmal dort sind, werden sie solange Hanf fressen, bis keiner mehr da ist. Deshalb muß immer rechtzeitig nachgefüttert werden. Am Haken wird der Hanf mit sechs bis acht Körnern, die mit einer Nadel auf ein Hair Rig gefädelt wurden, gefischt. Der Hanf kann auch an das Hair geklebt werden. Alternativ kann man beim Angeln mit Hanfauf dem Hanfteppich einen großen Köder wie ein Stück Frühstücksfleisch fischen.

 

Angeln mit Hanf

Angeln mit Hanf

Der Hakenbogen wird durch den Spalt des Hanfkorns gezogen. Wenn die Hakenspitze in dem Hanfkorn verborgen ist, kann es zu Fehlbissen kommen. Große Körner werden mit einem Sieb, das 3 mm große Löcher hat, aussortiert.

 

 

 


Grundfutter

Früher glaubte man, daß die Fische Hanf mit Süßwasserschnecken verwechseln. Sie mögen jedoch einfach den Geschmack, denn Hanf kann man auch gemahlen als Grundfutter einsetzen. Gemahlener Hanf wird dabei beispielsweise Semmelmehl zugegeben. Man kann ihn in der Küchenmaschine mahlen. Nach dem Mahlen sollte man die Körner halb garkochen.

 

Angeln mit Hanf

Angeln mit Hanf

Wer auf Schleien, Karpfen oder Barben fischt, sollte diesen Trick probieren: An den Haken werden kurze Enden von Zahnseide gebunden, dort werden dann Hanfkörner mit einem Kleber befestigt.

 

 

 


Eingefärbt

Bevor Sie Hanf kochen, geben Sie einen Teelöffel Backpulver hinzu. Backpulver färbt die Körner schwarz. So kann man gut erkennen, wenn das weiße Innere herauskommt.

 

 

Angeln mit HanfWer mit Hanf auf Rotaugen fischt, der wird nach dem Anfüttern eine Weile warten müssen. Aber es lohnt sich, weil mit diesem Köder manchmal recht anständige Fänge möglich sind.

 

 

 

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