Angeln mit Brot – als Flocke, Brei oder Kruste

Angeln mit Brot – als Flocke, Brei oder Kruste

Artikel von Angelstunde in Angelköder

Angeln mit Brot als Köder hat nie seine Attraktivität verloren, es ist billig, sauber, einfach vorzubereiten und fängt alle Arten von Friedfischen. Vor allem auf die richtige Vorbereitung des Köders kommt es an.

Angeln mit Brot, die Fängigkeit von Brot steht außer Frage. Mit Brot lassen sich Rotaugen, Rotfedern, Brassen, Barben, Döbel, Schleien oder Karpfen fangen, auch wenn diese noch nie vorher Brot gesehen haben. Angeln mit Brot hat immer Saison, und es wird im Winter genauso gut genommen wie an heißen Sommertagen. Besonders die großen Fische lassen sich mit Brot fangen.

 

Angeln mit Brot


Diese schöne Schleie wurde mit einer Brotflocke gefangen,
die unter einem Floß aus Pfauenfederkiel am Grund
gefischt wurde. Diese Methode gilt bei einigen
Schleien-Experten als die beste überhaupt.

 

Warum ist das Angeln mit Brot so gut?

Für den Menschen hat Weißbrot keinen starken Eigengeschmack. Fische dagegen werden genau von dem feinen, natürlichen Aroma angelockt und natürlich von der Farbe. Solange der Fisch nicht mit seinem ganzen Kopf im Schlamm wühlt, wird er ein weißes Stück Brot auf dem Gewässergrund leicht erkennen. So werden Karpfen und Schleien auf den Köder aufmerksam.

 

 

Angeln mit BrotWer in der Nacht vor dem Angeltag seinen Angelplatz mit Brotbrei anfüttert, kann damit sehr gut Karpfen und Schleie anlocken. Wer am frühen Morgen fischt, sollte besonders das Ufer beachten: Die Fische stehen noch nicht weit draußen.

 

 





Unser täglich Brot

Von den Brotsorten, die heute angeboten werden, sollte man nur einfaches Grau – und Weißbrot, natürlich immer ganz frisch, für das Angeln mit Brot verwenden. Ein halbes Dutzend Köder läßt sich aus diesen beiden Brotsorten zubereiten.

Die einfachsten: Flocke, Brei und Kruste. Brotflocke: Eine Brotflocke hat viele Vorteile: Sie ist leicht, flockig, sinkt langsam und bleibt auf Wasserpflanzen oder Schlamm liegen. Die HakengrößeAngeln mit Brot hängt von der Größe der verwendeten Brotflocke ab, die Größe der Brotflocke von der Fischart, die man fangen will. Nehmen Sie nicht zu kleine Haken.

Die Größen von 8 bis 14 sind meist richtig. Zupfen Sie eine 2,5 cm große Brotflocke aus der Mitte einer Scheibe. Stechen Sie den Haken durch die Flocke, und drücken Sie das Brot leicht um den Hakenschenkel; Hakenbogen und Hakenspitze müssen frei sein. Wenn das Brot frisch ist und der Wurf nicht zu heftig, wird das Brot 20 Minuten am Haken bleiben.

 


Wo Enten gefüttert werden, ist ein guter Platz, um die Brotflocke auszuprobieren. Große Rotaugen haben sich hier daran gewöhnt, Brot zu nehmen, das die Enten nicht bekommen ‚haben. Wer ein Stück Brot so fischt, daß es sehr langsam sinkt, kann sehr große Fische fangen.

Brotbrei: Mit einer Brotflocke auf einem Bett von Brotbrei wird man Brassen, Schleien und Karpfen fangen. Um Brotbrei herzustellen, wird altes Brot so lange eingeweicht, bis es sich ganz mit Wasser vollgesogen hat. Dann wird das Wasser soweit ausgedrückt, daß man den Brei mit dem Katapult wegschießen kann.

Schwimmende Brotkruste: Einer der effektivsten Oberflächenköder für Karpfen oder Rotfedern ist schwimmende Kruste. Dazu muß das Brot frisch sein. Trocknes Brot bricht und fällt vom Haken.

Die Größe der Brotkruste muß dem Haken und der Fischgröße angepaßt werden. Ein siebenpfündiger Karpfen kann ein Brotstück schlucken, das die Größe einer Streichholzschachtel hat In diesem Fall nimmt man einen Haken der Größe 2. Eine knapp zweipfündige Rotfeder hat ein kleines Maul. Hier sollte die Brotkruste Daumennagelgröße haben und der Haken die Größe 12 oder 14.

Angeln mit BrotEine Brotflocke aus dem Inneren eines Brotlaibes wurde nur leicht um den Schenkel eines Hakens gedrückt. Normalerweise wird weißes Brot gefischt; braunes Brot kann aber genauso gut sein.

 

 

 

 





Geschmacksstoffe

Manchmal bevorzugen Fische Brot, das mit Geschmacksstoffen (Flavourings) behandelt wurde. Gute Flavourings sind „Cream cheese“, „Blue cheese“ und „Salmen“. Man kann einen Zerstäuber mit flüssigen Geschmacksstoffen benutzen:

Ein Laib geschnittenes Brot wird mit ein paar Sprühstößen von allen Seiten aromatisiert, in eine Plastiktüte gesteckt und eingefroren. Beim Auftauen zieht der Geschmacksstoff ins Brot Welche Flavourings wann wirken, gilt es immer wieder, neu auszuprobieren. Geschmacksstoffe können an einem Tag wirksam sein, am nächsten jedoch nicht.

 

Angeln mit BrotMit einer Wasserkugel läßt sich ein Stück Brotkruste sehr weit werfen. Die Wurfweite, hängt dann von der Wassermenge in der Kugel ab.

 

 



 


Tipp: Bitte frisch!

Für Brot am Haken gilt: Frische und Qualität sind das wichtigste. Altes Brot oder Brot, das eine halbe Stunde trocken an der Luft lag, hält nicht am Haken. Kaufen Sie nur frisches Brot. Brot vom Bäcker ist teurer, aber von besserer Qualität und frischer als Brot aus dem Supermarkt. Bewahren Sie Brot in einer Plastiktüte auf, auch beim Fischen. So behält es seine Konsistenz und den guten Geschmack. Trocknes Brot kann man nur noch zum Anfüttern benutzen.

 

Angeln mit BrotHier schwimmt ein streichholzschachtelgroßes Stück Brotkruste an der Oberfläche neben dem Blatt einer Seerose. Dies ist eine weitverbreitete Art, Karpfen zu fangen. Wichtig ist immer, daß der Hakenbogen ganz aus dem Brot herausschaut.

 

 

 

 


Tipp: Wie ein Schwamm

Mit frischer Brotkruste am Grund zu fischen, ist schwierig, weil die Kruste schwimmt. Die Lösung: Brot anhaken, ins Wasser tunken, ausdrücken. Je nachdem, wie stark man das Brot unter Wasser zusammenpreßt, sinkt es mehr oder weniger. Mit Übung kann man Brot so zusammendrücken, daß es knapp über dem Grund schwebt. Es eignet sich dann ausgezeichnet zum Fischen zwischen Seerosen.

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