Angeln in der Nacht erhöht die Fangaussichten des Nachtanglers

Angeln in der Nacht erhöht die Fangaussichten des Nachtanglers

Artikel von Angelstunde in Angelbasiswissen

Beim Angeln in der Nacht legen große Fische ihre Scheu ab und kommen nah ans Ufer auf Nahrungssuche, das ist die Chance des Nachtanglers

Angeln in der Nacht erhöht die Fangaussichten, da die Fische weniger misstrauisch sind und bereitwilliger Nahrung aufnehmen als tagsüber. Das gilt insbesondere bei heißem Sommerwetter, wenn die Wasserstände niedrig sind.

Angeln in der Nacht erhöht die Fangaussichten des Nachtanglers


Angeln in der Nacht

Das tagsüber verwendete Angelgerät ist auch nachts brauchbar – mit Ausnahmen. Nachts muss man nicht so fein fischen. Wer eine teure Knicklicht-Pose an der Schnur befestigt und im Dunkeln auswirft, sollte eine etwas kräftigere Schnur verwenden, um sich Verluste zu ersparen.

Anfangs sollte man sich auf eine einzige Rute konzentrieren, um Schnurverwicklungen zu vermeiden. Mit wachsender Nachtangelerfahrung kann man auch mehrere Ruten einsetzen.

Sämtliche Ausrüstungsgegenstände – insbesondere Köder und Unterfangkescher – müssen in einem eingegrenzten Bereich liegen, damit man sie im Dunkeln rasch findet.

Angeln in der Nacht erhöht die Fangaussichten des Nachtanglers

Sonnenuntergang – und dazu lässt ein kräftiger Aal die Rute durchbiegen. Das Angeln in der Nacht hat einen besonderen Reiz, der sich nur schwer beschreiben lässt – man muss es erleben!

 

Licht im Dunkel

Eine Lichtquelle braucht man am Ufer – eine Taschenlampe oder eine Stalllampe. Helle Beleuchtung ist nicht nötig, auch kein Licht, das direkt aufs Wasser fällt. Viele Nachtangler ärgern sich, wenn die Lampen der anderen Angler zu hell sind. Deshalb dunkelt man die Lampe so ab, dass sie nur den eigenen Uferbereich erhellt.

Lampen müssen sicher aufgestellt werden. Zum Nachtangeln gibt es verschiedene Beleuchtungsgeräte. Eines davon ist das Knicklicht – eine kleine Röhre, die mit einem leuchtenden Gas gefüllt ist. Dieses Licht strahlt hell und stört die Nachtsicht nicht. Man befestigt das Knicklicht mit Klebeband an der Rutenspitze, an Posen Spitzen, Kletteraffen, Bobbins und anderen Biss Anzeigern.

Beim Grundangeln kann man auch elektronische Biss Anzeiger oder Optonics-Bissanzeiger zur Biss Erkennung verwenden. Elektronische Biss Anzeiger, die summen, eventuell auch blitzen, sind hervorragend geeignet, aber teuer.

 

 

Mit Betalites beleuchtete Biss Anzeiger:

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1. Rutenspitze, 2. Schwingspitze, 3. Pose, 4. Kletteraffe, 5. Bobbin, 6. Verschlußkappe einer Spülmittelflasche.

 

Es gibt jedoch eine billigere und ebenso wirksame Methode:

Man beschwert die Schnur zwischen Rolle und erstem Schnurlaufring mit einem Teig-Bobbin (einer Teigkugel). Der Bobbin hebt und senkt sich beim Biss und hilft so, den richtigen Moment für den Anschlag zu finden.

Zunächst sollte man das Wasser bei Tageslicht in Augenschein nehmen und überprüfen, ob es Hindernisse gibt. Dabei achte man auch auf auffällige Merkmale am anderen Ufer, nach denen man sich beim Auswerfen richten kann.

Angeln in der Nacht erhöht die Fangaussichten des Nachtanglers

Bei der heutigen Auswahl an Biss Anzeigern braucht man keine Bisse mehr zu verpassen, auch nicht im Dunkeln. Die drei elektronischen Biss Anzeiger kündigen den Biss akustisch und optisch an. Außerdem gezeigt (von links nach rechts): ein Kletteraffe; ein selbstgemachter Biss Anzeiger aus der Verschlusskappe einer Spülmittelflasche; ein Bobbin.

 

Anfüttern

Anfüttern ist auch die richtige Zeit, um Lockfutter auszulegen, das man in einem Bereich von 5 bis 9 m verteilt – selbst ein ungenauer Wurf landet dann normalerweise auf dem Grundfutter. Der Fisch sucht sich nachts mit Hilfe seines Geruchs- und Geschmackssinns seine Nahrung. Deswegen kann man größere Köder als bei Tage verwenden und Haken und Schnüre entsprechend stärker wählen.

Die größeren Fische insbesondere große Brassen, Schleien und Karpfen – scheinen nachts etwas unvorsichtiger zu sein und kommen direkt an die Uferzone, um nach Nahrung zu suchen.

Das Gerät stellt man vor Einbruch der Dunkelheit zusammen und macht es sich neben der Rute bequem. Die Hände müssen in der Nähe des Rutengriffs sein, damit man keine Bisse verpasst. Hat man einen Fisch gehakt, sollte man ihn im Sitzen drillen – das ist sicherer, und man tritt dabei nicht auf die eigenen Angelsachen.

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Kapitale Fische wie diese Barbe von 5,1 kg Gewicht werden häufig nach Einbruch der Dunkelheit gefangen.

 

Was darf man, was nicht ?

Wer nachts Köder herumliegen lässt, zieht Ratten und anderes Getier an. Niemals allein zum Nachtangeln gehen, oder vorher jemandem Bescheid sagen. Sich durch die nächtlichen Geräusche nicht aus der Ruhe bringen lassen – ein Schrei ist oft nur eine Eule!

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