Angeln an der Isar bei Dingolfing in Bayern, 1500 Quadratmeter

Angeln an der Isar bei Dingolfing in Bayern, 1500 Quadratmeter

Artikel von Angelstunde in Angeln im Fokus

Beim Angeln an der Isar lassen sich kapitale Raubfische ebenso fangen wie kapitale Friedfische, ein Paradies für Angler, kapitale Fische

Unser Bericht über das Angeln an der Isar beginnt bei Dingolfing. Der Isarstau bei Dingolfing ist in den fünfziger Jahren entstanden. Damals wurde das Flussbett verbreitert, vertieft und anschließend geflutet. Es wurde ein Paradies für Angler: Artenreichtum, kapitale Fische, idyllische Landschaft und eine Wasserfläche von 1500 Quadratmetern.

 

Angeln an der Isar bei Dingolfing in Bayern, 1500 Quadratmeter



Angeln an der Isar bei Dingolfing

Doch damit nicht genug: Weiter flussaufwärts gibt es weitere interessante Streckenabschnitte, für die Gastangler ebenfalls eine Erlaubnis bekommen können. Rotaugen, Aland, Brassen und Karpfen sind die Hauptbeute – ein reines Friedfischgewässer also? Falsch! Der Dingolfinger Isarabschnitt beherbergt auch Raubfische: große Hechte, Zander sowie Aale.

 

Mehr noch: Auch Welse, oft sogar kapitale Exemplare, werden manchmal erbeutet. Die größten im Isarstau gefangenen Waller lagen in der Nähe der 100-Pfund-Schallmauer. Karpfen und Hechte erreichen Gewichte um die 30 Pfund, und wer auf Aland fischt, sollte sich auf kämpferische Fünfpfünder gefasst machen.

 

Angeln an der Isar bei Dingolfing in Bayern, 1500 Quadratmeter

Dieser Angler hat sich einen bequemen Angelplatz ausgesucht. Viele Uferbereiche sind nämlich nur mit Watstiefeln zu erreichen.

 

Drei Staustufen bei Dingolfing

Wo aber fängt man an der Isar? „Unser Abschnitt umfasst 17,5 Fluss Kilometer. Darin sind drei Isarstaustufen enthalten“, beschreibt Martin Held, Schriftführer des Kreisfischereivereins Dingolfing (KFV), die für Gastangler interessante Isarstrecke. Gern besucht wird der bereits eingangs erwähnte Stau westlich von Dingolfing. Hier sind fast alle Fischarten anzutreffen. Wer es auf Hecht abgesehen hat, sollte vom Boot aus angeln. Leihboote sind leider nicht vorhanden, so dass Raubfischangler ihr eigenes Boot mitbringen sollten.

 

Zander werden in erster Linie auf Naturköder (kleine Köderfische oder Fetzenköder) in der Staumitte erbeutet. Aussichtsreichste Stelle ist die Abfallkante des alten Flussbetts sowie die tiefen Löcher, die man vornehmlich südlich der Fahrrinne findet.

 

Ein Echolot leistet hier unschätzbare Dienste. Gleiches gilt für Hechte, nur dass der Hecht meist lieber auf einen größeren Köder anspricht.

 

Angeln an der Isar, Scheue Welse

Auch das Angeln auf Wels ist an den Kanten und Löchern empfehlenswert, wobei allerdings viel, viel Geduld erforderlich ist. Denn Isar-Waller, besonders die großen, sind scheue Gesellen. Regelmäßige Wels Fänge gelingen meist nur Spezialisten. „Das Durchschnittsgewicht der Welse liegt bei etwa 15 bis 25 Pfund“, sagt Martin Held.

 

Auch für die Angelei auf Aal leistet ein Boot hilfreiche Dienste, aber von Land sind ebenfalls gute Fänge möglich. Ein guter Platz ist im Bereich der größten Breite des Isarstaus. Der südliche Bereich nennt sich Erlmeier Bucht und ist ein gern aufgesuchter Aal-Angelplatz. Auch am gegenüberliegenden Ufer – Höhe Postmühle – sind immer wieder Aalangler zu finden.

 


Strömende Abschnitte sind gute Stellen, um mit Spinnern und kleinen Blinkern auf Barsch zu gehen. Im Sommer verraten sich die Barsche häufig durch ihr Jagdverhalten. Dann nämlich spritzen oftmals Schwärme von Kleinfischen an der Wasserfläche auseinander. Aber noch ein anderer Räuber verrät sich durch geräuschvolle Oberflächen-Jagd: der Rapfen. „Ich fange Rapfen mit einem selbstgebauten roten Rapfen Blei, das schnell an der Wasseroberfläche geführt werden muss“, sagt uns Martin Held.

 

Angeln an der Isar bei Dingolfing in Bayern, 1500 Quadratmeter

Setzkescher

Hier wird ein Setzkescher verwendet, der an vielen deutschen Angelwassern inzwischen verboten ist – an der Isar aber nicht.

 

 

 

 

 

 


Tatsächlich Forellen

Und noch etwas gibt der Schriftführer preis: „Es lohnt sich auch, auf Forelle zu angeln. Der Bestand an Bachforellen, vor allem aber an Regenbogenforellen ist gut.“ Isar und Salmoniden? Moment mal, da war doch noch was! Richtig, der Huchen. Martin Held kopfschüttelnd: „Nun, ganz selten wird auch mal ein Huchen gefangen.

 

Aber das sind Ausnahmen.“ Das könnte sich aber schon bald ändern. Denn der KSF Dingolfing besetzt die Isar regelmäßig mit 20 bis 25 Zentimeter langen Huchen-Setzlingen.

 

Interessant ist an der Isar auch die Angelei auf Karpfen: Gute Plätze sind wiederum die Buchten im Mittelbereich des Staus. Als Köder kommen in letzter Zeit verstärkt Boilies zum Einsatz. Aber auch mit anderen Methoden lassen sich Karpfen fangen.

 

Universalköder ist der Tau Wurm. Andere Isarangler schwören auf Mais oder Kartoffel. Eine gern befischte Isarbeute ist der Aland, der sowohl im Fluss selbst als auch in den Staubereichen bis fünf Pfund schwer wird. Fangplätze sind der Einlaufbereich im Osten sowie die Teisbachbrücke auf der gegenüberliegenden Seite.

 

Alande lassen sich entweder mit einer Posen Montage und Wurm oder Teig erbeuten, oder aber man überlistet sie mit kleinen bis kleinsten Spinnern. Einige Alandspezialisten schwören auf Streamer an der Fliegenrute. Die für den Isarstau beschriebenen Angelmethoden sind weitgehend auch auf die bei den anderen Staubereiche bei der Ortschaft Gottfrieding sowie östlich von Mamming übertragbar.

 

Auch hier findet man jeweils in Staumitte die Abfallkanten des eigentlichen Flussbettes sowie Löcher und Vertiefungen.

 

Außerhalb der Staustufen

Leicht veränderte Bedingungen findet der Angler dagegen im Flusslauf selbst vor. Der nahezu schnurgerade Abschnitt zwischen Dingolfing und Gottfrieding wirkt zwar landschaftlich wenig reizvoll, beherbergt aber kapitale Fische – und das ist für den Angler schließlich wichtiger als die Schönheit der Landschaft.

 

Ein für Ortsfremde guter Angelplatz liegt am Südufer der Isar im Bereich des Stadtgrabeneinlaufs im Osten von Dingolfing. Der Abschnitt zwischen Isarstau zwei“ und der Fluss Gabelung bei Mamming liegt eingebettet in einer landschaftlich schönen Gegend.

 

Schön ist auch, was sich im Wasser selbst tut. Wer nicht gezielt auf einen bestimmten Fisch angeln will, sollte es mit einer Posen Montage und Wurm versuchen. Barben und Brassen sind bei dieser Methode die Hauptbeute.

 

Spinnanglern bietet Angeln an der Isar in diesem Bereich ebenfalls abwechslungsreiche Fischwaid. Döbel, Forellen, Rapfen, Hechte und Zander gibt es reichlich. Raubfische trifft man am ehesten im Bereich der Stromkante an. Da das Ufer oftmals schwer zugänglich ist, sollte man die Watstiefel nicht vergessen.

 

Und noch ein Tipp:

Von der hohen Uferböschung aus hat man einen hervorragenden Standort, um das Wasser zu beobachten. Dabei ist es einigermaßen klares Wasser vorausgesetzt – ohne weiteres möglich, den Beginn der Mittelrinne sowie eventuelle Kies- und Krautbänke auszumachen.

 

Informationen zum Angeln an der Isar bei Dingolfing

 

Die Fische

Karpfen, Schleie, Hecht, Zander, Aal, Weißfisch, Wels, Rapfen, Regenbogen- und Bachforelle

 

Mindestmaße

Aal 40 cm, Forelle 25 cm, Hecht 50 cm, Huchen 70 cm, Zander 45 cm, Karpfen 30 cm

 

Schonzeiten

Bachforelle 1.10. bis 15.2., Hecht 15.2. bis 30.4., Huchen 1.2. bis 31.5., Schleie 15.5. bis 30.6., Zander 1.4. bis 31.5.

 

Die beste Zeit:

ganzjährig

 

Die besten Köder

Tau Wurm, Rotwürmer, Köderfisch, Spinnköder, Mais, Boilies

 

Im zweiten Teil unseres Berichts über die Isar stellen wir den etwas weiter stromauf gelegenen Abschnitt bei Landshut vor. Auch die Staustufen in diesem Bereich sind ein überaus lohnendes Ziel.

Angeln an der Isar. Auch hier stehen die Hauptakteure der Isar – Hecht, Zander, Karpfen, Forelle und Brassen – im Mittelpunkt des anglerischen Geschehens. Landshut ist in nur etwa 15 Minuten über die Autobahn vom neuen Franz-Josef-Strauß-Flughafen zu erreichen. Kaum hat man den Flughafen verlassen, befindet man sich inmitten des satten Grüns der oberbayerischen Landschaft. Hier ist die Natur noch in Ordnung: Am Wegesrand blühen Wildblumen in allen Farben, Traktoren mit Heuwendern ziehen ihre Kreise, und es duftet nach frisch gemähtem Gras.

 

Angeln an der Isar bei Dingolfing in Bayern, 1500 Quadratmeter

Eine schöne Reihe Hechte – der Hecht ist einer der Paradefische der Isar. Ein Boot muss der Gastangler selbst mitbringen: Es gibt auch an diesem Fluss Abschnitt keinen Bootsverleih.

 

Gute Fangmeldungen

Durch diese idyllische Landschaft bahnt sich die Isar ihren Weg Richtung Donau, und wie schon in Dingolfing sind auch bei Landshut die Staustufen für den Angler besonders interessant. „Bei uns gibt es Angelkarten für insgesamt drei Staustufen sowie für die Fluss Abschnitte dazwischen, wobei für jeden Stau eine eigene Karte ausgegeben wird“, sagt Edith Zellner von der Firma Anglertreff in der Äußeren Regensburger Straße in Landshut.

 

In jüngster Vergangenheit waren die Fangaussichten in dieser Region ausgesprochen gut. „Im zeitigen Frühjahr wurde eine achtpfündige Barbe von 74 cm Länge im Stau eins erbeutet“, erzählt Edith Zellner, die sich selbst als Brassen Spezialistin bezeichnet.

 

Geangelt wird in den Staustufen sowohl vom Boot als auch von Land aus, wobei die Landangler eindeutig in der Überzahl sind. Der Grund dafür: Einen Bootsverleih sucht der Gastfischer auch in diesem Fluss Abschnitt vergebens; Gastangler müssen deshalb ihr eigenes Boot mitbringen.

 

Erstklassige Brassen

Aber auch ohne Wasserfahrzeug hat man ausgezeichnete Chancen, gute bis sehr gute Fische zu landen. „,Die besten Erfolgsaussichten hat man“, sagt Edith Zellner, „wenn man auf Brassen ansitzt.“ Denn Brassen wachsen hier zu großen Exemplaren ab und sind recht einfach zu erbeuten:

 

In kleinen Portionen anfüttern, eine Rute mit Tau Wurm bestückt, an der anderen ein quirliges Madenbündel serviert – daran dürfte kein Brassen vorbeischwimmen. Wer es allerdings auf tortengroße Exemplare abgesehen hat, muss mit Bedacht und feinem Geschirr zu Werke gehen.

 

Die größten Brassen werden nicht selten beim Karpfenansitz mit Boilies und weit ausgelegter Bodenblei-Montage gefangen. Die Tiefe der Staustufen variiert zwischen einem Meter in Ufernähe und bis zu knapp zehn Meter im Bereich des einstigen Flussbettes. Konkrete Empfehlungen für den Ansitz auf Fried- und Weißfische sind schwer zu geben, denn je nach Wetterlage – das gilt besonders für den Sommer – wechseln Karpfen und Schleien ihre Standplätze.

 

Will absolut nichts beißen, sollte man deshalb eine andere Stelle ausprobieren. Anders der Aal: Er sucht bevorzugt die Krautbänke auf. Verheddert sich Grünzeug am Grundblei oder am Haken, ist dies ein gutes Zeichen – spätestens am Abend sollten an derartigen Stellen Aale zu erbeuten sein.

 

Angeln an der Isar, Staustufe drei

„Die Staustufe drei wird von unseren Anglern am häufigsten besucht“, sagt Edith Zellner. Friedfischanglern legt sie aber besonders den Stau zwei ans Herz. Auch der Isar-Hecht sucht gern die Deckung der Wasserpflanzen, verhält sich aber im Gegensatz zu den Karpfen vergleichsweise standorttreu, Relativ sichere Hechtplätze sind immer die Abfallkanten im Uferbereich sowie in Staumitte das ehemalige Flussbett der Isar; um diese Fangplätze zu erreichen, braucht man natürlich ein Boot.

 

Edith Zellner: „Anfang Juni ist in Stau drei ein 1,10 Meter langer Hecht auf einen Rapala-Wobbler gefangen worden.“ Grelle Farbtöne in Orange und Gelb stehen bei Hechtanglern hoch im Kurs. Gleiches gilt für den Zander, der mit tiefgeführten Blinkern oder einem Bleikopfspinner am ehesten zum Anbiss zu reizen ist.

 

Knallrote Twister

Einige Isar-Spezialisten schwören auf knallrote Twister, die ruckartig in drei bis fünf Meter Tiefe geführt werden – diesem Kunstköder kann der Zander einfach nicht widerstehen. Aber auch ein Köderfisch am System ist ein guter Raubfischköder, um in der Isar und den Staustufen erfolgreich zu sein.

 

Neben dem guten Raubfisch- und dem ausgezeichneten Friedfischbestand beherbergt das Gewässer auch einen gesunden Bestand an Salmoniden, vor allem an Regenbogenforellen.

 

Seltener – aber Fänge werden durchaus registriert – sind Bachforellen. Dazu gesellen sich hin und wieder Äschen, die regelmäßig eingesetzt werden. Äschen werden überwiegend im Herbst – November gilt als der beste Monat – gefangen. Ihre Durchschnittsgröße liegt zwischen 25 und 40 Zentimeter.

 

Angeln an der Isar bei Dingolfing in Bayern, 1500 Quadratmeter

Wer eine Angelreise an die Isar plant, dem sei auch die Vils empfohlen, die wenige Kilometer südlich – nahezu parallel zur Isar – fließt und ebenfalls in die Donau mündet. Hier gibt es alle Weißfische, Zander,  Hecht und Aal.

 

In Watstiefeln auf Salmoniden

Fliegenfischer kommen also durchaus auf ihre Kosten. Die Flugangelei ist natürlich auch auf den fließenden Abschnitten zwischen den Staustufen eine beliebte Angelmethode zum Angeln an der Isar.

 

Wichtiger Vorteil: Hüfthohe Watstiefel sind meist ausreichend, um die Standplätze der Salmoniden über den Kiesbänken oder am Rande der ausgespülten Gumpen anzuwerfen.

 

Interessant für Fliegenfischer sind darüber hinaus Hasel und Döbel. Die besten Köder: Nymphe und Streamer. Auch starke Barben und Hechte gehen auf den Streamer, so dass die Schnurstärke nicht zu schwach ausfallen sollte. Ohne Stahlvorfach oder verstärktes Vorfachmaterial ist das Fischen mit Streamer eine riskante Angelegenheit.

 

Informationen zur Isar bei Landshut

 

Die Fische

Karpfen, Weißfisch, Schleie, Hecht, Zander, Aal, Wels, Rapfen, Regenbogen- und Bachforelle, Äsche

 

Mindestmaße

Äsche 35 cm, Bach- und Regenbogenforelle 26 cm, Hecht 50 cm, Aal 40 cm, Huchen 70 cm, Zander 45 cm, Karpfen 30 cm

 

Schonzeiten

Hecht 15.2. bis 31.5., Äsche 1.1. bis 30.4., Bachforelle 1.10. bis 31.3., Regenbogenforelle 15.12. bis 31.3.

 

Die beste Zeit

Frühjahr, auf Äschen der Herbst

 

Die besten Köder

Blinker, Wobbler, Twister, Tau Wurm, Maden, Teig, Boilies

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