Angeln an der Ilz, abseits der Großstadthektik erholsame Angelstunden

Angeln an der Ilz, abseits der Großstadthektik erholsame Angelstunden

Artikel von Angelstunde in Angeln im Fokus

Durch das Herz des Bayerischen Waldes fließt die IIz, das Angeln an der Ilz, bietet ungetrübte Fischwaid in einem Bergbach wie aus dem Bilderbuch

Angeln an der Ilz. Die Ilz fließt von Norden nach Süden. Man erreicht sie am besten über Passau, wo sie in die Donau mündet. Soviel vorweg: Rekordverdächtige Fische werden in der Ilz selten erbeutet. Im Vordergrund stehen erholsame Angelstunden in einem unberührtem Fließgewässer abseits der Großstadthektik.

Angeln an der Ilz, abseits der Großstadthektik erholsame Angelstunden


Angeln an der Ilz

Die Ilz bietet vor allem in ihrem Oberlauf eine selten gewordene Landschaftsidylle und erst in zweiter Linie überwiegend portionsgroße Salmoniden, die mit Fliege oder Spinnköder überlistet werden können.

 

Über Stock und Stein

Die Ilz ist im ihrem Oberlauf ein Bergbach, wie man ihn sich vorstellt. Das klare, sauerstoffreiche Wasser fließt über den steinig-kiesigen Grund, rauscht über Felsbrocken und bildet dahinter wilde Strudel. Umgestürzte Tannen liegen vereinzelt im Flussbett, und hinter Strombiegungen haben sich tiefe Gumpen gebildet.

Der Angler ist versucht, hier kapitale Bachforellen zu vermuten. Um so größer ist die Enttäuschung, wenn nach 15 Minuten intensiven Fischens mit einem schlanken Spinner oder einer Nymphe kein Anbiss erfolgt oder „nur“ eine kleine Bachforelle am Drilling zappelt.

Rücksichtsvolle Ilzfischer haben sich daher angewöhnt, den Widerhaken mit einer Zange flachzudrücken oder mit einer Feile zu entschärfen, um die Fische aus der Kinderstube unversehrt zurücksetzen zu können.

Angeln an der Ilz, abseits der Großstadthektik erholsame Angelstunden

In ihrem Oberlauf ist die IIz zwar überwiegend ein munter plätschernder Bergbach, aber es gibt auch ruhige Abschnitte wie diesen.

 

Im Abschnitt bei Grafenau ist das Ufer fast überall begehbar.

Wildwasserpassagen folgen regelmäßig den träger dahinfließenden Abschnitten. Hier ist der Grund nicht immer zu sehen, so dass man sich vor Hängern in Acht nehmen sollte. Rund um die zahlreichen Unterwasserhindernisse halten sich vornehmlich Weißfische und Hechte auf, die aber häufig nur knapp das Mindestmaß erreichen.

 

Hauptbeute sind Bachforellen.

Das Verhältnis zwischen untermaßigen und portions großen Exemplaren hält sich in etwa die Waage. Hat man ein anständiges Exemplar ausgemacht, sollte man beharrlich auf diese Forelle fischen.

Auch wenn sie nicht gleich beim ersten mal anpackt oder den Köder einfach ignoriert: Ausdauer und wechselnde Köder führen früher oder später zum Erfolg. Selten zwar, aber nicht ausgeschlossen ist der Biss eines Huchen. Ja, richtig gelesen: In der so unscheinbar wirkenden Ilz wird immer wieder einmal einer der begehrten Salmoniden an Land gezogen. Der Huchen laicht in der Mitternacher Ohe – das ist einer der Ilz-Quellflüsse – und wandert vereinzelt in die Ilz ab.

 

 

Ein ebenfalls häufig aufgesuchter Abschnitt liegt weiter stromab bei Haus im Wald. Vor der alten Mühle liegt ein ruhigfließender Staubereich. Diese Stelle ist immer ein paar Würfe wert. Häufig sind aber bereits mehrere Angler vor Ort, so dass es sinnvoller ist, weiter stromauf oder stromab sein Glück zu versuchen.

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Der IIz-Abschnitt bei der Schrottenbaummühle. Ganz in der Nähe befindet sich der Einlauf der Wolfsteiner Ohe, die einen Abstecher wert ist.

 

Angeln an der Ilz. Im ruhigen Wasser: IIz-Äschen

Nicht weit vom Mühlenstau entfernt liegt eine schwer zugängliche, aber deshalb um so lohnendere Schlucht. Hier beißen die Forellen gern auf eine zupfend geführte Nymphe oder einen Streamer. Angler, die lieber eine Ilz-Äsche fangen möchten, sollten sich an die etwas ruhiger gelegenen Flussab schnitte halten. Die beste Strategie ist, die Ilz systematisch vom Ufer aus, oder besser noch mit Wathosen, abzufischen.

Wer es noch genauer wissen möchte, erkundigt sich bei den örtlichen Fliegenfischern nach den derzeit genommenen Insekten. Weniger beschwerlich, aber ähnlich erfolgreich ist das Spinnfischen. Kleine schlanke Spinner und Löffel sind die besten Köder. Im flachen, schnellströmenden Wasser sollte man sich nicht scheuen, dunkelgefärbte bis schwarze Köder zu verwenden.

 

Abstecher zur Wolfsteiner Ohe

Ein dritter und interessanter Ilz-Abschnitt befindet sich zwischen der sogenannten Schneidermühle und der Schrottenbaummühle kurz oberhalb des Einlauf der Wolfsteiner Ohe in die Ilz.

Dem Gastangler bietet sich hier zudem die Möglichkeit, in der benachbarten Wolfsteiner Ohe zu fischen. Fischbestand und Fangaussichten sind sehr ähnlich wie in der Ilz.

Auf der von der Kartenausgabestelle ausgehändigten Gewässerkarte sind die zu fangenden Fischarten aufgelistet: Bach- und Regenbogenforelle, Hecht Aal, Karpfen, Döbel (Aitel), Huchen, Schleie, Rotauge, Zander, Saibling, Nase. In der Tat ist der Fischbestand groß, aber erwarten Sie keine Wunder. Dass jemand gezielt  auf Rotauge oder Nase fischt, ist die Ausnahme. Karpfen-, Schlei- und Hechtangler sind schon eher anzutreffen.

 

Hauptsächlich Kunstköder

Angeln an der Ilz mit Wurm und anderen Naturködern ist nur in den Altwassern und Staus gestattet. Die restlichen Strecken dürfen ausschließlich mit Kunstködern befischt werden.

Es lohnt sich, neben der Forelle auch dem Hecht nachzustellen. „Der größte Hecht aus meinem Abschnitt wog 25 Pfund und wurde bei der Schrottenbaummühle erbeutet“, sagt Michael Fischer, der die Angelkarten für diesen Abschnitt ausgibt. Aber auch hier steht die Salmoniden-Fischwaid an erster Stelle. Eine leichte bis mittlere Fliegen- oder Spinnrute sowie die entsprechenden Kunstköder gehören auf jeden Fall ins Gepäck des angelnden Ilz- Besuchers.

 

Informationen zur IIz

Die Fische

Bach- und Regenbogenforelle, Hecht, Zander, Aal, Karpfen, Schleie, Rotauge, Bachsaibling, Döbel, Nase

Mindestmaße

Hecht 50 cm, Bachforelle 26 cm, Regenbogenforelle 26 cm, Zander 50 cm, Huchen 70 cm, Schuppenkarpfen 30 cm, Bachsaibling 20 cm, Äsche 35 cm, Nase 30 cm, Aal 40 cm, Schleie 26cm

Schonzeiten

Äsche 1.1 bis 30.4., Bachsaibling und Bachforelle 1 .10. bis 28.2., Hecht 15. 2. bis 15.4., Huchen 15.2. bis 31.5., Regenbogenforelle 15.12. bis 15.4., Zander 15.3. bis 30.4.

Die beste Zeit

Spätsommer, Herbst

Die besten Köder

Fliegen (z. B. „Wickhams Fancy“ in den Größen 10 bis 16, im Herbst Nymphen mit Fasanenschwanzfedern), Streamer, Spinner und schlanke Löffel, toter Köderfisch (Elritzen) und, wo erlaubt, Wurm und Maden.

Für Hecht: Köderfisch am System, Blinker und schwimmende Wobbler.

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