Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim Angeln

Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim Angeln

Artikel von Angelstunde in Angelbasiswissen

Durch einen schlecht geknüpften Angelknoten einen Fisch zu verlieren ist ärgerlich, deshalb sollte jeder Angler wichtige Knoten beherrschen

Es gibt keinen „starken“ Angelknoten – ganz gleich, wie gut und zuverlässig ein Knoten ist, einen Schwachpunkt des Angelgeschirrs bildet er immer. Leider braucht man selbst in der einfachsten Montage mindestens einen Knoten, nämlich um den Haken anzuknüpfen: Also müssen wir uns mit ihnen befassen. Wenn man den jeweils richtigen Knoten verwendet, ihn korrekt knüpft und Altweiberknoten vermeidet, kann man Fischverluste verringern.

 

Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim Angeln



Ein guter Angelknoten

Wenn ein Knoten reißt, hat er sich entweder gelöst, oder die Schnur reißt unter Anspannung direkt vor dem Knoten. Das kann verschiedene Ursachen haben.

 

Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim Angeln

Knoten sind die Schwachstelle jeder Angelschnur. Deswegen muss man sie gewissenhaft knüpfen.

 

Eine glatte Angelegenheit.

Monofile Nylonschnüre sind nicht gerade einfach zu knüpfen. Zum einen, weil sie außerordentlich glatt sind, so dass der Knoten allein aus diesem Grund leicht aufgeht (ein kringeliges „Schweineschwänzchen“ am Schnurende ist ein sicheres Zeichen, dass das passiert ist). Zweitens kann die Schnur leicht beschädigt werden. Die Tragkraft wird durch den Oberflächenabrieb, durch Knicke und Verdrehungen beeinträchtigt.

 

Bei starken Schnüren – über 4,5 kg Tragkraft (etwa 0,26er) – mag sich dies kaum auswirken, aber dünne Vorfächer können dadurch um bis zu 50% geschwächt werden. Schon durch das Knüpfen und Festziehen eines Knotens wird die Schnur beschädigt. Wichtig: Manche Knoten sind schädlicher für die Schnur als andere.

 

Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim AngelnDie Verbindung zwischen Fisch und Angler ist hauchdünn. Unerwünschte Knoten im Vorfach sollte man nicht einfach ignorieren, sondern man sollte das Vorfach ersetzen.

 

 

 

 

 

 


Ein alter Bekannter.

Es ist überraschend, wie viele Angler einen Altweiberknoten an den anderen setzen, in der Hoffnung, dass diese Verbindung hält. Normalerweise zerschlägt sich diese Hoffnung schon bei der ersten Begegnung mit einem anständigen Döbel, Karpfen, Hecht, einer Barbe oder einer Schleie. Altweiberknoten sind für Angelzwecke überhaupt nicht gut geeignet. Sie sind nicht stark und verformen die Schnur so sehr, dass sie reißt, noch bevor die eigentliche Tragkraftgrenze erreicht ist.

 


Reibung. Beim Festziehen eines Knotens reibt die Schnur sich an sich selbst oder einem anderen Teil des Angelgeräts, und das unter erheblichem Druck. Dadurch wird Hitze erzeugt. Diese Hitze schwächt die Schnur – sie kann sogar schmelzen. Deshalb muss der Knoten vor dem Festziehen angefeuchtet werden. Außerdem sitzt ein angefeuchteter Knoten viel besser als ein trocken geknüpfter.

 

Das Festziehen des Knotens.

Einen Knoten darf man niemals ruckartig festziehen. Die Schnur verfügt zwar über eine gewisse Elastizität, aber ein plötzlicher Ruck kann sie dauerhaft verformen und schädigen. Man zieht den Knoten deshalb langsam und unter gleichmäßigem Druck fest.

 

Drehungen und Windungen. Wo es angebracht ist, sollte man dem Knoten möglichst viele Windungen geben. Bei einem Clinch-Knoten macht man sechs Wicklungen – nicht mehr und nicht weniger.

 

Falsch gebunden. Die bekannteren Knoten sehen ordentlich aus, wenn sie richtig geknüpft sind. Wenn das Endergebnis unschön aussieht, hat man wahrscheinlich einen Fehler gemacht. In diesem Fall schneidet man die Schnur ab und beginnt noch einmal: Ein schlecht geknüpfter Knoten hält auch schlecht.

 

Das Stutzen. Wenn der Knoten fertig geknüpft ist, muss man die losen Enden abschneiden. Wie dicht am Knoten man sie abschneidet, hängt davon ab, was der Knoten verknüpft. Bevor man den Knoten, mit dem der HakenAngelknoten angewunden ist, verkürzt, sollte man den Haken irgendwo einhängen, z. B. in einen Scherengriff, und den Knoten straffziehen. Dann schneidet man das abstehende Ende 1 mm vor dem Knoten ab. Bei anderen Knoten, z. B. zur Befestigung von Wirbeln, kann man auch 3 bis 4 mm stehenlassen. Ein wenig Schlupf sollte man einkalkulieren.

 

Knoten. Der Angler sollte sie immer auf ein Mindestmaß beschränken. Eine Schnur, die Knoten enthält, hat in vielen Fällen nur noch 80 % ihrer Solltragkraft.

 

Sechs wichtige Angelknoten

Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim Angeln

1. Clinch-Knoten

Einfacher Knoten zur Befestigung von Haken, Wirbeln, Grundangelmontagen (auch „halber Blutknoten“). Braucht sechs Wicklungen, um nicht zu rutschen.

 

 

Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim Angeln

2. Verbesserte Version

Eine Variante des Clinch-Knotens: Für Ihn gilt der gleiche Einsatzbereich wie für den einfachen Clinch-Knoten, er rutscht aber nicht so leicht.

 

 

Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim Angeln

3. Schlaufenknoten

Mit diesem zuverlässigen Knoten bringt man an Vorfächern oder der Hauptschnur Schlaufen an – er eignet sich ideal für die Methode Schlaufe-an-Schlaufe.

 

Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim Angeln

4. Schlaufe-an-Schlaufe

Eine einfache und beliebte Methode zum Befestigen des Vorfachs an der Hauptschnur. Der einzige Nachteil besteht darin, dass dieser Knoten leicht Kraut aufnimmt.

 

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5. Paternosterknoten

Variante des Schlaufenknotens. Ein kleiner, sauberer, vielseitiger Knoten zum Verknüpfen zweier Schnüre; eignet sich gut zum Anbinden von Vorfächern und Paternostern.

 

 

Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim Angeln

6. Schaftknoten

a. Mit diesem Knoten kann man Plättchen Haken binden. Eine Schlaufe formen und sie an den Hakenschenkel anlegen, dabei ein freies Ende von 6 cm lassen.

b. Das freie Ende etwa achtmal um die Schlaufe wickeln und es dann durch die Schlaufe hindurchziehen. Den Knoten vor dem Zuziehen anfeuchten.

c. Nun das freie Ende festhalten und mit beständigem Druck am Vorfach ziehen, um den Knoten festzumachen. Die Schnur muß unterhalb der abstehenden Platte liegen (Abb. 6c)

 

 

 

Üben, üben

Das Binden von Knoten am Ufer kann nervenaufreibend sein. Üben Sie deshalb mit einer dicken Schnur zu Hause. Das Anknüpfen von Plättchen Haken an feine Schnüre ist mit klammen Fingern besonders schwierig. Knüpfen Sie diese Knoten zu Hause und bewahren Sie die angeknüpften Haken in Schachteln oder auf Hakenbrettchen aufgewickelt auf, wobei man sich Hakengröße, Schnurstärke und -länge notiert.

 

Stopperknoten

Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim Angeln

 

Angelknoten, die sechs wichtigsten Knoten beim AngelnHakenbinder

Wem das Binden von Plättchen Haken schwerfällt, hilft sich mit einem Hakenbinder – oder bindet schon zu Hause.

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